Horst Mahler kämpft weiter – Freiheit für Horst Mahler

Liebe Freunde, liebe Kameraden und Patrioten,

die vielen schlechten Nachrichten über Kamerad Mahler bewegten mich heute dazu, mich vor Ort über seinen Zustand persönlich zu informieren. So fuhr ich dann mit meinem persönlichen Referenten Uwe Meenen nach Brandenburg.

Nach fast einstündiger Suche fanden wir dann in einem alten Gebäude des Klinikums, im Keller, der auf mich keinen freundlichen, eher den Eindruck eines Leichenkellers machte, die Eingangsschleuse zur Krankenstation mit Panzer- und Gittertüren. Hier wies ich mich dann mit meinem Sonderausweis als Abgeordneter des Europaparlamentes aus. Man sagte uns, das wir unseren Besuch vorher schriftlich anmelden müßten.

Ich bestand aber darauf, daß man mich einlassen müsse, da das EU-Parlament im Frühjahr mehrheitlich beschlossen habe, Europaabgeordneten in allen EU-Mitgliedsstaaten jederzeit ohne Anmeldung Zutritt zu Inhaftierten zu gewähren sei, damit diese dort die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte kontrollieren könnten. Man sagte mir zu, daß man sich beim Innenministerium erkundigen würde. 30 Minuten später kam ein korrekt wirkender Justizbeamter zu uns und sagte: „Sie Herr Voigt dürfen zu Herrn Mahler, Herr Meenen ohne schriftliche Genehmigung des Anstaltsleiters nicht! Das Funktelefon oder einen Fotoapparat durfte ich nicht mitnehmen.

Nun öffnete sich die massive schwere Gittertür. Ich trat ein und am Ende des Ganges sah ich einen Justizangestellten, der vor einer geöffnete Tür stand und mir winkte. Ich trat dann mit einem mulmigen Gefühl in das Krankenzimmer ein. Eine Krankenschwester setzte Horst gerade einige Spritzen in den Arm, Horst hob seinen Kopf und ich sah ein lächeln in seinem Gesicht:

„Udo, Du hier rief er, was für eine freudige Überrasschung“

und streckte mir die freie Hand zur Begrüßung entgegen. Nachdem die Schwester dann noch seinen Blutdruck gemessen hatte, verließ sie uns und ich war mit Horst fast alleine. Lediglich ein Justizangestellter blieb vor der leicht geöffneten Türe stehen.

Wir konnten uns fast zwei Stunden angeregt unterhalten, wovon er gut für Zweidrittel der Zeit die Gesprächsführung übernahm. Politisch war er voll auf dem Laufenden, er hatte einen Fernseher auf dem Zimmer, wo er Nachrichten, Dokumentationen und politische Diskussionen verfolgen konnte. Seinen Laptop hatte man ihm abgenommen, ihm dafür eine alte Schreibmaschine auf das Zimmer gestellt. Post erhält er meist 7 bis 14 Tage später, nachdem sie zensiert wurde und er darf bis zu drei Bücher gleichzeitig benützen. Er machte mich auf die Biographie von Manuel Seitenbecher, „Mahler, Maschke & Co – Rechtes Denken in der 68er Bewegung“ aufmerksam, welche er gerade las und als ungewöhnlich objektiv bezeichnete.

Dann bat er mich darum, Ursula Haverbeck zum 90. Geburtstag seine Glückwünsche zu übermitteln. Da ich eine Geburtstagskarte in meiner Jacke hatte, gab ich ihm einen Stift und sagte ihm, das kannst Du ihr selber schreiben. Was er schrieb könnt Ihr auf dem Foto lesen ……. !

Karte an Ursula von Horst

Nun konnten wir endlich über seinen Gesundheitszustand sprechen. Die Lungenentzündung habe er nach langem Kampf jetzt überwunden. Dafür mache ihm sein noch heiles Bein Sorgen, da die Ärzte dort eine entstehende Blutvergiftung diagnostizierten und ihm ggf. auch diesen Fuß amputieren müssen. Aber er sei diesmal in sehr guter ärztlicher Behandlung. „Er erwarte für ihn keine Gnade sondern darauf, das jede hoheitliche Gewalt die Macht besitze hoheitlich begangenes Unrecht zu korrigieren. Eine solche Korrektur sei dann kein Gnadenakt mehr, sondern die Verwirklichung der göttlichen Ordnung!“

Zu seinen Verfolgern meinte er:

“Sie können mich umbringen, aber ich habe schon alles gesagt und niedergeschrieben. Ich bin bei vollem Verstand und hoffe darauf, mit meinem Restkörper und meinem Geist das christliche Abendland gegen die Eroberer zu verteidigen.“

Befragt zu dem Gutmenschentum mit Genderwahnsinn, Abtreibungsfanatismus und den Willkommensrufen für die fremden Eroberer entgegnete er mir mit dem denkwürdigen Satz:

„Deren Unvernunft ist nötig, um die Vernunft wieder zur Geltung zu bringen.“

Als die ärztliche Visite kam verabschiedete sich Horst ungewöhnlich herzlich und bat mich, diese geschilderten Dinge öffentlich zu machen und Freund und Feind klar zu machen, daß er nicht aufgegeben habe und weiter um sein Leben kämpfen und seine Meinung frei äußern wird! Da war er wieder, der alte Horst. So lernte ich ihn im ersten Verbotsverfahren kennen.

Brandenburg, den 9. November 2018

Udo Voigt, MdEP

Horst Mahler Fights On

By Udo Voigt

November 11, 2018

Translated from German into English by germanvictims.com

Dear friends, comrades and patriots,

The many bad news about Comrade Mahler have led me to go to him today to personally inform myself about his state of health. So I went with my speaker Uwe Meenen to Brandenburg.

After almost an hour of searching, we found a dark cellar in a former hospital building that looked like a mortuary. Here was the prison infirmary with an entrance protected by reinforced doors and gates. I presented my special passport at the entrance confirming my status as a Member of the European Parliament and was told immediately, that we must first make a written request for a visit. I insisted that I be admitted because the European Parliament decided in the spring that delegates from all EU Member States had the right to visit detainees unannounced so that they could check on the spot whether fundamental and human rights were being respected. After just over half an hour of waiting, a picky official came to us and said: “You cannot see Horst Mahler without the written permission of the director!“ I was not allowed to take my mobile phone or camera with me during the visit.

After these formalities had been completed, the gates and massive doors in front of us opened, and I saw a guard at the end of the corridor standing in front of an open door waving to me to move forward. I went into a hospital room where the smell made me nauseous. A nurse put an infusion into Horst’s arm. He looked up, and I saw that he smiled at me,

„Udo, you are here! What a pleasant surprise!“

and he greeted me with his free hand.

After the nurse had measured his blood pressure again, she almost left us alone when a guard stood behind the door between open doors.

We could talk for almost two hours, and Horst was the one who spoke two thirds of the time. Politically he was fully aware of the situation because there was a television in his room, and he could follow news, political programs and debates. His laptop had been removed and replaced by an old typewriter. He receives his mail 7 to 14 days after being censored and is allowed to read up to three books at a time. He drew my attention to Manuel Seitenbecher’s biography „Mahler, Maschke & Co – Rechtes Denken in der 68er Bewegung?“ [Mahler, Maschke & Co – right-wing thinking in the “68 Movement”] that he read and considered it to be extraordinarily objective.

https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-77704-1.html

Horst Mahler then asked me to relay his greetings to Ursula Haverbeck on her 90th birthday. Since I had a birthday card in my jacket, I gave him a pen and asked him to write it himself.

[Translation of text on the birthday card:]

Brandenburg, Sept. 11, 2018

Dear Ursula,

Whatever might be waiting for us, we succeeded. The German will be free.

I think in gratitude about our work together.

Hold on! I am trying.

Horst

Only at the last minute did Horst Mahler mention his health problems. He has now overcome pneumonia; however, not without difficulties. But he is still worried about his leg because the doctors have diagnosed sepsis and cannot rule out a foot amputation. But this time, he said, he is getting very good medical care. He certainly does not ask for mercy but for appropriate treatment. He did not see this as an act of mercy on the part of the state but as a result of divine intervention!

About his persecutors he said: “They can kill me because I have already said everything. I am fully aware that I must try to defend the Christian West with body and soul.”

When asked about the smugness with which the authorities view migrants‘ sexual assaults in terms of official incentives to accept the allogenic invasion, not to mention the long-standing policy of expatriation at the expense of the Germanic people, he replied with a memorable sentence:

“Their unreasonable behavior is necessary to restore again meaning to reason.”

When the time for the medical visit had come, Horst said goodbye to me with unusual warmth and asked me to make these things public by making it clear to his friends and enemies that he has not given up the fight, and that he will continue to fight and express his opinion freely! He was still there, the old Horst. That’s how I remember him on his first attempts!

Brandenburg, November 9, 2018

Udo Voigt, Member of the European Parliament

source: https://wir-sind-horst.com/

15.10.18 – Brief an Herrn H

Horst Mahler,
15.Oktober.2018

Lieber Herr H,

Ihr Brief vom 09. Oktober 2018 ist in zweifacher Hinsicht bemerkenswert.

Ihre positive Bezugnahme auf den Beschluss des BVG vom 22. Juni 2018 – 1BvR 2083/15 – ist ein Beispiel dafür, wie leicht es dem Feind gelingt, die Deutschen zu täuschen.

Die von Ihnen durch farbliche Markierungen hervorgehobenen Formulierungen sind ausnahmslos die Kernsätze des „Wunsiedel-Beschlusses“ des Bundesverfassungsgerichtes vom 4. November 2009.

Sofort nach Veröffentlichung habe ich die Wiederaufnahme der mich betreffenden Verurteilungen wegen „Holocaust-Leugnung“ beantragt. Die gesetzliche Grundlage ist § 11, Abs. 1 Bundesverfassungsgerichtsgesetz.

Dem Wiederaufnahmeantrag wurde nicht statt gegebenen; die dagegen erhobene Verfassungsbeschwerde hat das Bundesverfassungsgericht nicht angenommen.

Schon im Wunsiedel-Beschluss steht, daß das Verbot der Holocaust-Leugnung mit Artikel 5 Abs 1 GG (Meinungsfreiheit) nicht vereinbar sei.

In Staatsstreichmanier hat Karlsruhe die Geistesfreiheit für Gedankenäußerungen außer Kraft gesetzt, die ein „Gutheißen der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkür-Herrschaft“ im Sinne von „realen Verbrechen, die in der Geschichte einmalig und an Menschenverachtung nicht zu überbieten sind,“ (WB Tz 81) zum Ausdruck bringen.

Man liest das, und es stellt sich der Gedanke ein, daß die Behauptung ein Verbrechen habe nicht statt gefunden unmöglich als ein Gutheißen dieses Verbrechens gelten könne.

Wir hätten gewarnt sein müssen.

Der Wunsiedel-Beschluss ist ergangen zu § 130, Abs. 4 StGB, mit dem nach der amtlichen Begründung die jährlich stattfindenden „Rudolf-Heß-Gedenkmärsche“ verboten wurden.

Fast ein Jahrzehnt hat sich das BVG um eine Klarstellung „gedrückt“, indem es die zahlreichen Verfassungsbeschwerden, die sich auf den Wunsiedel-Beschluss bezogen, – jeweils ohne Begründung – in den Papierkorb befördert.

Mit der Verhaftung von Ursula Haverbeck, die weltweit Aufmerksamkeit erregte, war die „Nichtbefassung“ nicht länger durchzuhalten. Es mußte der Schein gewahrt werden, daß es in der BRD eine Instanz gibt, die über die Einhaltung der „Grundrechte“ der Bürger wacht. Dieses Manöver durfte aber die faktische Fremdherrschaft über das deutsche Volk vermittels des Holocaust-Narrativs nicht beschädigen. Zu diesem Zweck kam ein uralter Herrschaftstrick zur Anwendung.

Gegen Ursula Haverbeck war im Frühjahr 2018 eine wegen Holocaust-Leugnung in 8 Fällen verhängte Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren rechtskräftig geworden. Die vermeintliche Tathandlung war immer die gleiche: Unter Berufung auf die „Kommandanturbefehle“ an die Leitung des Konzentrationslagers Auschwitz wollte sie mit öffentlichen Vorträgen ihrer Überzeugung Geltung verschaffen, daß „Auschwitz ein Arbeitslager für die Aufrechterhaltung der Rüstungsproduktion“ und kein „Vernichtungslager“ gewesen sei.

Die inkriminierten Vorträge und Interviews erfüllten in geradezu mustergültiger Art und Weise den Tatbestand einer friedlichen Gedankenäußerung im Sinne des Wunsiedel-Beschlusses. Kein vernünftiger Mensch kommt auf den Gedanken, daß Ursula Haverbeck damit ein „Gutheißen“ eines Völkermordes zum Ausdruck bringen wollte. Ein solcher Vorsatz aber wäre die Voraussetzung für die „Über-verfassungsrechtliche Aberkennung“ der Meinungsäußerungsfreiheit.

Mit dem Fall Haverbeck saß Karlsruhe in der „Wunsiedel – Falle“. Eine Befreiung aus derselben war mit redlicher Gesinnung nicht zu bewerkstelligen. Die Fremdherrschaft war nur mehr durch Vergewaltigung des deutschen Sprachverständnisses aufrecht zu erhalten.
Nicht irgendein Winkeladvokat verfiel auf den Gedanken, die Leugnung eines Verbrechens als ein „Gutheißen“ desselben auszugeben. Es waren die Karlsruher „Bundesverfassungsrichter“, die dieses Geistesverbrechen begangen haben.

Im vollen Bewußtsein dieser Ungeheuerlichkeit vollführten sie ein Vertuschungsmanöver.
Sie flankierten den Haverbeck-Beschluß mit der Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde des Volksgenossen Püschel, die seit Anfang 2015 anhängig war.

Beide Entscheidungen sind von den gleichen Richtern am gleichen Tage – am 22. Juni 2018 – getroffen worden.

Die Püschel-Entscheidung wurde mit einer umfangreichen Presseerklärung unter der Überschrift „Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Verurteilung wegen Verharmlosung des nationalsozialistischen Völkermordes“ (Pressemitteilung Nr. 66/2018 vom 03. August 2018) in die mediale Öffentlichkeit kommuniziert. In der Causa Haverbeck bewahrte – soviel ich weiß – Karlsruhe Stillschweigen.

Sie sind nicht der einzige, der Aufgrund der Pressemitteilung in Sachen Püschel in die Meinung versetzt worden ist, daß nun die Strafbarkeit der „Holocaust-Leugnung“ Vergangenheit sei.

Sie haben vermutlich übersehen, daß die Äußerungen von Püschel gar keinen Bezug auf den HC als solchen haben. Es ging um die aufgedeckten Fälschungen im Zusammenhang mit der Wehrmachtsausstellung und um widerlegte Zeugenaussagen. Auch ist Püschel nicht freigesprochen worden, vielmehr wurde sein Fall zur Nachbesserung an das Landgericht Paderborn zurückverwiesen.

Die Täuschungsabsicht ist auch im zeitlichen Verlauf der unterschiedlichen Verfahren abgebildet.

Die Verfassungsbeschwerde war länger als 3 Jahre unbeschieden geblieben, während das Verfahren im Falle Haverbeck innerhalb von Tagen durchgezogen worden ist. Daß beide am selben Tag von denselben Richtern „erledigt“ wurden, liefert den „Beweis des ersten Anscheins“, daß der Fall „Püschel „hervorgezogen“ worden ist, um den Skandal „Haverbeck“ zu maskieren.

Der Feind setzt immer noch erfolgreich auf die Leichtgläubigkeit der biederen Deutschen. Das ist dem Feind nicht vorzuwerfen, – den Deutschen aber schon. Die haben den Ernst der Lage immer noch nicht erfasst.

Das führt unmittelbar auf den anderen bemerkenswerten Gesichtspunkt, zu dem Sie sich in Ihrem Brief vom 09.10.2018 geäußert haben.

Sie greifen die Bilder vom wegzuziehenden Bremsklotz, bzw vom Abflußstöpsel einer Badewanne auf und monieren, daß „diese als solche nicht weiterhelfen“. Den Gedanken, den ich damit veranschaulicht habe, lassen Sie dabei außer acht.

Der Gedanke war, daß der in unseren Köpfen hausende Feind leicht daraus zu vertreiben ist, indem das ihm von uns entgegengebrachte Zutrauen als einer „moralische Autorität“ zerstört wird durch Skandalisierung seines satanischen Wesens.

Sie scheinen diesen Zusammenhang zu bezweifeln.

Aber hieße das nicht, den Deutschen – also Ihresgleichen – den Willen und den Mut abzusprechen, dem Bösen zu widerstehen? Im deutschen Märchen „Vom Wolf und den 7 Geißlein“ ist der Charakter unseres Volkes zutreffend porträtiert. In ihm kann sich das Böse nur durch Täuschung zur Geltung bringen.

So, wie Sie die Deutschen einschätzen, wären sie nicht fähig, ihr Leben in Freiheit zu führen, – also dazu verdammt, in ewiger Sklaverei zu vegetieren. Sie und ich, die wir es anders wollen, – wären Narren.

Herzliche Grüße

Horst Mahler











18.08.18 – Ursula Haverbeck überführt das Bundes“verfassungs“gericht der Deutschfeindlichkeit

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Horst Mahler, in Gefangenschaft

am 18. August 2018

Ursula Haverbeck überführt das Bundes“verfassungs“gericht der Deutschfeindlichkeit

Die Juristen Kirchhof, Masing und Paulus entdecken im Deutschen Volk eine bisher unbenannte Spezies, die der Ursula H a v e r b e c ks „geneigte Zuhörerschaft“, die als eine Gemeingefahr zu gelten hat. Die Gefährlichkeit sei so groß, daß Ursula Haverbeck dieser Zuhörerschaft ihre Gedanken zur deutschen Geschichte nicht vortragen darf, wenn sie lebenslänglicher Gefangenschaft entgehen will.

Man könnte dieses Gedankenkonstrukt als unterirdisch abtun, wäre dieses nicht die tragende Säule eines Beschlusses der dritten Kammer des Ersten Senats des Bundes“verfassungs“gerichts vom 22. Juni 2018 – 1 BvR 673/18 -, mit dem Ursula Haverbeck die Hoffnung genommen wird jemals ihre Bewegungsfreiheit wieder zu erlangen.

Die 90 jährige Publizistin befindet sich seit Juni 2018 in Deutschland in Gefangenschaft, weil sie in diesem Land Gedanken öffentlich geäußert hat, die den Machthabern verhaßt sind: Unter Berufung auf historische Dokumente, versucht sie ihrer Überzeugung Geltung zu verschaffen, daß „Auschwitz ein Arbeitslager für die Aufrechterhaltung der Rüstungsproduktion war und kein Vernichtungslager“. Und sie verlangt Aufklärung, wo „die bis heute von Medien und der Justiz behaupteten Millionen Juden vergast worden“ seien.

Wegen dieses Verhaltens ist sie in Deutschland von Gerichten zu politischer Gefangenschaft von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden.

Gestützt auf den „Wunsiedelbeschluß“ des Ersten Senats des Bundes“verfassungs“gerichts vom 9.11.2009 – 1 BvR 2150/08 – hat sie gegen die Verurteilung „Verfassungs“-beschwerde erhoben mit der sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt.

Im Leitsatz zum Wunsiedelbeschluß räumen die Richter ein, daß das Verbot „der propagandistischen Gutheißung der nationalsozialistischen Gewalt und Willkürherrschaft“ ein durch Artikel 5 GG (Meinungsffreiheit) an sich verbotenes Sondergesetz gegen eine bestimmte Meinung sei. Davon sei aber, „angesichts des sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrechts und des Schreckens die die nationalsozialistische Gewalt und Willkürherrschaft über Europa und weite Teile der Welt gebracht „habe“, eine Außnahme zu machen.

Es braucht hier nicht der Unsinn dieser richterlichen Ausführungen erörtert zu werden. Es genügt hier zu fragen, mit welcher Redewendung Ursula Haverbeck eine „Propagandistische Gutheißung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft“ zum Ausdruck gebracht haben könnte.

Nichts dergleichen läßt sich an den Texten der Ursula Haverbeck aufzeigen. Es ist, als würde das Bundes“verfassungs“gericht einen des Mordes Angeklagten verurteilen, obwohl dieser zu seiner Verteidigung den Gerichtssaal Hand in Hand mit dem vermeintlichen Mordopfer betreten hat. Volksmund nennt solches Verhalten Rechtsbeugung, Freiheitsberaubung im Amt sowie Verfolgung eines Unschuldigen.

Dieses Urteil beruht allerdings auf einer nicht verifizierbaren Voraussetzung; auf der Voraussetzung nämlich, daß das Bundes“verfassungs“gericht ein Gericht und die im Fall der Ursula Haverbeck angewendeten Vorschriften Normen der Rechtsordnung des deutschen Volkes sind.

Schon der Name „Bundesverfassungsgericht“ ist eine Täuschung. Die „Bundesrepublik Deutschland“ ist kein Staat – schon gar nicht der Staat des deutschen Volkes, sondern nur die „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ (OMF-BRD). Das „Grundgesetz für die BRD“ ist keine Verfassung, sondern ein Besatzungsstatut. Diese Rechts t a t s a c h e hat der Vorsitzende des Hauptausschusses des Parlamentarischen Rates, der Professor für Völker- und Staatsrecht, Dr. Carlo Schmidt in seiner Grundsatzrede „Was heißt eigentlich ’Grundgesetz’?“, gehalten am 18.9.1948 vor dem Plenum des Parlamentarischen Rates, ausführlich dargelegt. Carlo Schmidt war es, der für eine entsprechende Klarstellung im Grundgesetz selbst gesorgt hat. Dessen letzter Artikel (146) lautet:

„Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“

Carlo Schmidt hat in seiner Rede auch klar gestellt, daß die Verfassung des deutschen Volkes nicht durch den Bundestag – etwa durch ein Grundgesetz-Änderungsgesetz – entstehen könne. Das folgt daraus, daß der Bundestag durch ein Besatzungsstatut nicht zu einem gesetzgebenden Organ des deutschen Volkes gemacht werden kann.

Der Versuch der „Bundesregierung„, das Grundgesetz als die gewohnheitsrechtlich gewachsene Verfassung der Deutschen auszugeben, scheitert schon daran, das Artikel 146 GG – angereichert durch eine Lüge – mit dem Einigungsvertrag ausdrücklich bestätigt worden ist.

Das Bundesverfassungsgericht ist also kein Gericht sondern ein Organ der verdeckten Fremdherrschaft. Nirgendwo tritt diese Tatsache deutlicher in Erscheinung, als in dem hier besprochenen Beschluß in der Kausa Ursula Haverbeck. Mit diesem ist endgültig der schein der Rechtsanwendung aufgegeben – und das ist gut so!

Das Subjekt der Fremdherrschaft über das deutsche Volk ist das Weltjudentum, die einzige Siegermacht der Weltkriege des 20. Jahrhunderts.

Es war der deutsche Philosoph Johann Gotlieb Fichte, der die Weltjudenheit als parastaatliches Subjekt der Fremdherrschaft über die Nationen des christlichen Abendlandes erkannt hatte. In seinem Werk „Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die franz. Revolution“ von 1793, behandelt er das Problem der Entstehung von Staaten in einem Staat. Bei dieser Gelegenheit geht er auf das Judenproblem wie folgt ein:

„Ihr, die ihr die Gefahr eines solchen Verhältnisses so sehr fürchtet, habt ihr denn noch nie über eure eigene Lage nachgedacht, noch nie entdeckt, daß diese Gefahren euch immerfort hundertfach umringen?

Fast durch alle Länder von Europa verbreitet sich ein mächtiger, feindselig gesinnter Staat, der mit allen übrigen im beständigen Kriege steht, und der in manchen fürchterlich schwer auf die Bürger drückt; es ist das Judentum….“

Und mit diesem Argument holt er aus, gegen die mit der Französischen Revolution virulent gewordenen Emanzipationsbestrebungen:

„..daß die Juden, welche ohne euch Bürger eines Staates sind, der fester und gewaltiger ist als die eurigen alle, wenn ihr ihnen auch noch das Bürgerrecht in euren Staaten gebt, eure übrigen Bürger völlig unter die Füße treten werden?“ (Fichte Werke Band S. 149f)

Die Gefährlichkeit der Judenmacht sieht er nicht darin, daß die Juden einen Staat im Staat bilden. Es sei der Umstand, daß dieser Staat auf den Hass gegen alle Völker gegründet sei, der ihn gefährlich mache ( Fichte a.a.O.)

Fichte machte auch Vorschläge zur Beseitigung der Gefahr, die viel radikaler sind als die Lutherschen. Er verlangte eine geistige Vertilgung des Judentums.

Der Mangel seines Konzepts besteht darin, das er eine radikale Säuberung der J u d e n köpfe forderte. Er hatte noch nicht erkannt, daß zielführend allein die Anreicherung in den Köpfen der Nichtjuden ist mit dem Wissen vom Wesen des Judentums als dem „Nein zum Leben der Völker“.

Der Judenheit ist schon lange die Gefahr bewußt, die ihrer Machtstellung von Seiten der Deutschen Idealistischen Philosophie droht. Mit dem „Grundgesetz für die BRD“, dessen Durchsetzung mit den Kompetenzen des Bundes“verfassungs“gericht gewährleistet ist, ist vorgesorgt, daß erforderlichenfalls die Beleuchtung unserer Lage mit den Denkbestimmungen der Hegelschen Philosophie als „Volksverhetzung“ mit den Mitteln des Straf“rechts“ unterdrückt werden kann.

Mit dem Beschluss in Sachen Ursula Haverbeck signalisiert Karlsruhe, daß die vom politischen Apparat handverlesenen Juristen bereit sind, jegliche Rücksicht auf die im deutschen Volk gültigen Standards über die Rechtsanwendung fallen zu lassen. An der Stelle ist offensichtlich, daß für jüdische Richter geltende Gebot des Talmuds geprägt:

„Wenn ein Israelit mit einem Nichtjuden vor Gericht kommt, sollst du ihm nach jüdischem Gesetz möglicherweise Recht geben und zu jenem (dem Nichtjuden“) sagen: ’so sei es nach eurem Gesetz’. Wenn aber dies auch nicht geht, so komme jenem (dem Nichtjuden) mit einer Hinterlist“ (Baba kamma, Fol. 113a)

Das gilt es zu zeigen.

Zunächst hat „Karlsruhe“ 15 Jahre lang „keine Gelegenheit genommen“ (Richter Bertram) sich zu dem von Anfang an umstrittenen Verbot der „Holocaustleugnung“ verbindlich zu äußern, obwohl es mit zahlreichen Beschwerden konfrontiert war. Doch dann kam der Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer, der mit seiner Studie „Öffentlicher Friede und Gedankenäußerung“, 1986, dem „öffentlichen Frieden“ als Schutzgut seine Unschuld nahm, indem er zeigt (S. 360 ff) daß er in den Morast der Vieldeutigkeit führt. Das hatte Folgen, weil Fischer Mitverfasser des am weitesten verbreiteten Kommentars zum Strafgesetzbuch ist, in dessen 56. Auflage seine Kritik am §130 StGB (Rn.140) eingeflossen ist und Karlsruhe musste handeln.

Mit seinem Wunsiedelbeschluß vom 9.11.2009 setzt es einen Paukenschlag, von dem nicht nur Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung wähnte, daß die Strafbarkeit der „Holocaustleugnung“ Vergangenheit sei.

Die Karlsruher Richter stellten fest, daß §130 StGB ein von Artikel 5 GG verbotenes Gesetz gegen eine bestimmte Meinung ist. Daran hält es auch mit seinen Beschlüssen vom 22 Juni 2018 – 1 BvR 2083/15 und 1 BvR 673/18 – fest. Doch geht das strafen aus dem GG widrigen „Gesetz“ munter weiter: wie daß?

Karlsruhe maßt sich – von der Öffentlichkeit unbemerkt – eine übergesetzliche Korrektur- bzw. Ergänzungsgewalt an, mit der es sich nach Belieben über jegliches Gesetz – einschl. des GG – hinwegsetzt. Die „Berechtigung“ dazu leiten diese Juristen aus der deutschen Geschichte, wie diese von jenen Herren gedeutet wird her, die so grausam gewesen sein soll, daß sie den beanspruchten Dispens von allem Recht in sich trage. Wörtlich:

„Angesichts des sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrechts und des Schreckens, die die nationalsozialistische Herrschaft über Europa und weite Teile der Welt gebracht hat, und der als Gegenentwurf hierzu verstandenen Entstehung der Bundesrepublik Deutschland ist Art. 5 Abs. 1 und 2 GG für Bestimmungen, die der propagandistischen Gutheißung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft Grenzen setzen, eine Ausnahme vom Verbot des Sonderrechts für meinungsbezogene Gesetze immanent.“ (WB TZ 64)

Das bezog sich mit dem „Wunsiedelbeschluß“ – 1 BvR 2115/08 – nur erst auf §130 Abs. 4 StGB, der vom Bundestag gegen die jährlich stattfindenden „Rudolf Heß-Gedenkmärsche“ erlassen wurde. Es keimte die Hoffnung das die Leugnung des „Holocaust“ nicht als dessen Gutheißung gedeutet werden würde und deshalb das Sondergesetz verbot gegen den Leugnungstatbestand des §130 Abs. 3 StGB durch greifen werde.

Diese Rechnung hatten wir ohne den Talmud gemacht. In diesem wird in den berüchtigten Judenschulen, wie Heinrich Grätz, der bedeutendste Historiograph des Judentums, stolz anmerkt – den Zöglingen die Fähigkeiten beigebracht, jeden Satz und sein Gegenteil logisch zwingend zu rechtfertigen.

LEUGNUNG IST GUTHEIßEN DES GELEUGNETEN! Das ist die Zauberformel der Holocaust-Inquisition.

Diesem offensichtlichen Bruch des GG wollten seinerzeit die Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen nicht ihre Stimme geben. Aber Ignatz Bubis – der Zentralratsjude – hat sie dahin gepresst. Am Beispiel des „GG für die BRD“ hat er den Politikdarstellern demonstriert, was ein Besatzungsstatut ist. Das Bundes“verfassungs“gericht hat diese Posse mit dem Wunsiedelbeschluß in eine Juridische Form gesetzt. Zunächst bestand die Hoffnung, daß es die Leugnung aus dem gutheißen heraus lassen werde. Das Verbot der Rudolf Heß-Gedenkmärsche gab für eine Klarstellung keine Veranlassung.

In der Zeit nach dem Wunsiedelbeschluß ist es dieser Frage damit ausgewichen, daß es die auf diese Entscheidung gestützten Beschwerden ohne Begründung nicht angenommen hat. Die Beschwerde der Ursula Haverbeck hat es auch nicht angenommen, aber diesmal diesen Willkürakt ausführlich begründet und die Zauberformel der modernen Inquisition ausdrücklich auch auf §130 Abs. 3 angewendet. Dieser sei deshalb an dieser Stelle etwas näher untersucht.

Bestraft wird das Billigen, das Verharmlosen sowie das Leugnen der Judenverfolgungen während des Dritten Reiches. Es werden Tatsachenbehauptungen als „offenkundig wahr“ gesetzt, gegen die sich das deutsche Volk zu keinem Zeitpunkt verteidigen konnte.

Es ist bei Strafe verboten die Behauptungen in Frage zu stellen, daß es für die dem deutschen Volk vorgeworfenen Verbrechen, eine Fülle belastbarer Beweise gibt.

Gleichfalls strafbar ist es die Offenkundigkeit des Geschehens der Judenverfolgung, Seitens des Deutschen Reiches in den Jahren 1933 -1945, mit neuen zeitgeschichtlichen Kenntnissen und Archivfunden zu hinterfragen.

Alle diese Verhaltensweisen werden vom Bundes“verfassungs“gericht als „Gutheißen“ der behaupteten Mega-Verbrechen klassifiziert.

Es ist an dieser Stelle daran zu erinnern, daß die Sprache des deutschen Volkes nicht in die Hände der Justiz gegeben ist. Keinem Deutschen ist zuzumuten, die Orwelsche Umkodierung seiner Muttersprache mit zu vollziehen.

Im Zweifel – und nur darauf kommt es an – ist Leugnung eines Sachverhalts dessen Negierung, also das Gegenteil seiner Affirmation.

Ein Richter der einen Schuldspruch auf die sprachliche Verkehrung von logischer Negation in logische Affirmation gründet, beugt das Recht, d.h. er selbst begeht ein Verbrechen.

Die als „Bundesverfassungsrichter“ doppelt fehlbezeichneten Justizpersonen könnten zu ihrer Verteidigung vorbringen, daß sie keine Richter, also unabhängige Urteiler seien, sondern Kollaborateure einer Fremdmacht. Aber würde das ihr Los erleichtern?

Der mutige und beharrliche Kampf der Ursula Haverbeck für die historische Wahrheit und die Ehre des deutschen Volkes hat zu einem Sieg über das Bundes“verfassungs“gericht geführt, indem sie mit dem von ihr ins Leben gerufenen Feldzug gegen die Offenkundigkeit des Holocaust, Karlsruhe gezwungen hat zu gestehen, daß ein Verbot der Leugnung des Holocaust, was immer man darunter verstehen mag, gegen das Sondergesetz-Verbot des Artikels 5 GG verstößt.

Dem haben die an dem Beschluss in Sachen Haverbeck, vom 22. Juni 2018, beteiligten Juristen, Kirchhof, Masing und Paulus kund getan, daß sie nicht Willens sind, sich an die Selbstbindungszusage ( Artikel 5 GG der Fremdmacht ) zu halten, sondern entschlossen sind dem deutschen Volk das elementare Recht auf Selbstbehauptung und auf Verteidigung seiner Ehre dauerhaft zu entziehen.

Ob ihres Sieges gebührt Ursula Haverbeck ein Ehrenplatz in der Ruhmeshalle des deutschen Volkes.

Gemeinsam haben wir mit ihr gesungen: „… und sollten wir sterben, unseren Erben gilt dann die Pflicht: Es zu verwalten und zu gestalten, Deutschland stirbt nicht!“

Horst Mahler












10.07.18 – Brief an B

am 10. Juli 2018

Lieber Herr B.,

ich habe mich nun etwas mit dem Buch von Gottfried Fischer beschäftigt. Er schlägt sich (noch) mit dem Unglauben herum. Aber das ist doch gar nicht mehr das Problem.

Unsere Lage scheint deshalb aussichtslos zu sein, weil wir uns den Anklägern Gottes nicht entgegenstellen. Denn wären diese im Recht, müßten wir den Atheisten dankbar sein, denn sie hätten unsere Kinderträume rein erhalten.

Oder was wollten Sie Dostojewski entgegenhalten, der Gott verfluchen will, solange auch nur ein einziges Kind leidet? Friedrich Nietzsche hat mit einer schlichten Frage die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt:

„Wozu Mensch überhaupt?“

Genau an der Stelle, an der es spannend wird, verstummt der Autor.

Auf Seite 132 schreibt Fischer:

„Denn das Reich Gottes in einer Transzendentalwelt umfaßt eben nicht nur das helle und himmlische Reich einer göttlichen und paradiesischen Welt, sondern es gibt in jener 4D-Welt mit Sicherheit auch noch den Bereich einer dunklen Unterwelt! Die im allgemeinen Sprachgebrauch eben als ‚die Hölle‘ bezeichnet wird.“

In diesem Zusammenhang verweist er auf die Göttliche Komödie von Dante Alighieri, in der mit 67 Gesängen Hölle und Fegefeuer ausgemalt werden.

Daß sich in diesem Stück die Umkehrung der ”Frohen Botschaft“ (des Evangeliums) in die Jüdische Gehorsamssklaverei vollzieht, und damit die „Heimholung des Christentums in das Judentum“ zum Programm der Katholischen Kirche geworden ist, war wohl weder Dante noch Gottfried Fischer bewußt.

Dieser überbietet sogar noch die Gotteslästerung Dantes – und das geht so:

„… sitzt Gott-Vater gleichsam als der Autor seines selbstgeschriebenen Schauspiels im Zuschauerraum des ‚Theaters‘, welches ‚Stück‘ den Namen ‚Menschheitsgeschichte‘ trägt. Das nun hier im irdischen Bereich unserer Erde ‚aufgeführt‘ wird. Und Gott weiß bereits im ersten oder zweiten Aufzug, was im dritten oder auch erst im letzten Akt dieses Schauspiels ‚gespielt‘ wird und sich erst dort ereignet.“ (Gottesreich der Ewigkeit S. 90).

Sieht man darauf, daß die Weltgeschichte „einziges Schlachthaus“ ist, (Hegel), hätten wir es in dieser Sicht mit einem perversen Komödienschreiber, aber nicht mit “dem Lieben Gott“ zu tun.

Heißt es aber in der christlichen Kirche von Gott nicht:

„Alpha est et Omega“?

Damit ist Gott als Bewegung, Leben und Entwicklung erfaßt.

Seine Wahrheit ist das Ganze (Resultat).

Gott ist vollkommen in Ewigkeit – als Wissen von sich selbst. Wahrheit (Alpha) geht in Wissen über (Omega). Das Resultat ist Gott als Geist (Joh 4,24). Die Weltgeschichte ist der Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der Freiheit (Hegel) oder der Gang Gottes durch die Welt zu sich selbst (ders.)

Wir lassen uns von unserer Vorstellung von Raum und Zeit dupieren. Wir sind uns nicht bewußt, daß Gott die Schöpfungstat nicht in Raum und Zeit vollbringt, diese also nicht als Gegebenheiten vorfindet‚sondern diese selbst als Bedingung seiner Erscheinung für sich setzt.

So ist auch unsere Körperlichkeit Gott nicht entgegengesetzt, für IHN keine Grenze.

Wir sind Geist und Gott ist Geist. Unser Bewußtsein ist Gottes Bewußtsein (Allwissenheit). Wer – außer Gott – weiß Etwas? Wer außer uns Menschen weiß?

Unsere Qual ist Gottes Qual. Gott ist sich selbst die Qual seines Zu – sich – Kommens. ER quält keinen Anderen, sondern nur sich selbst. So spricht Jesus vom Grauen in der Welt als von „Wehen“ (Matth 24,8).

Gott ist also nicht Quälgeist, sondern die Qual selbst.

Es war der „philosophus teutonicus“, Jakob Böhme, der Anfang des 17. Jahrhunderts das Tor zu wahrhafter Gotteserkenntnis aufstieß, indem er der Frage nachging, ob das Böse, der Teufel, ein selbständiges Wesen gegen Gott sei, oder nur ein Moment Gottes selbst. Von ihm geht die Wende von der „kindlichen“ zur „erwachsenen“ Perspektive in der Gottesfrage aus.

In der kindlichen Sicht ist Gott der „fürsorgliche“, der nach Gerechtigkeit belohnt und straft. So sieht es wohl auch Gottfried Fischer. Für ihn ist „Gott-Vater“ derjenige, „der in seiner Gerechtigkeit und Sorge um den Menschen auch stets Mittel und Wege finden wird, die ‚Gerechten auf Erden‘ zu sättigen ….“ (S. 11).

Das paßt schlecht zu der Tatsache, daß nach offiziellen UN-Angaben j ä h r l i c h 6 Millionen Kinder vor Erreichung des 6. Lebensjahres an Hunger und Mangelernährung sterben. Jedes Jahr ein „Holocaust“!

So lautet denn auch das dictum von Papst Franziskus in Nr. 53 seines Sendschreibens „Evangelii Gaudium“:

„Diese Wirtschaft (der Kapitalismus) tötet.“

Und er fügt hinzu: sie mache Menschen zu Abfall.

Der pastorale Beschwichtigungsversuch, daß dieses Ungemach die göttliche Reaktion auf die Sündhaftigkeit der Menschen sei, führt schnurstracks in die Wüste des Irrsinns.

Was hätte Gott sich dabei gedacht, den Menschen als ein sündenanfälliges Wesen zu erschaffen? Um ihm die Gnade der Wahlfreiheit zwischen Gut und Böse anzutun? Wozu dann Mensch überhaupt? Ist Gott ein „Hütchenspieler“?

Nietzsche meinte, daß wir alle Gottesmörder seien. Nun, ganz so schlimm ist es wohl nicht. Denn in dem Satz: „Gott ist tot“ (Nietzsche) lebt Gott fort als Gedanke. Ja, man kann sagen „Gott ist gar nicht totzukriegen“, denn wo sonst sollte Gott leben als in Gedanken? .

Irgendwas ist mit Gott an der Schwelle zur „Neuzeit“ passiert. Aber was?

Gottfried Fischer versucht das Rätsel zu lösen mit einer Rekonstruktion der „Zwei-Reiche-Lehre“ aus dem Geist der zeitgenössischen Physik. Er weiß nicht, daß er sich mit diesem Denkansatz im „unendlichen Regress“ verfangen hat. Jede Antwort ist eine neue Frage.

David Hume ist sehr früh auf dieses Phänomen aufmerksam geworden. Er hat erkannt, daß der Rationalismus, der in der Mathematik seinen vollendetsten Ausdruck findet, nie die N o t w e n d i g k e i t des Seins (be)gründen kann.

Es war René Descartes, der mit dem Satz „Ich d e n k e , also b i n ich“ den Weg zur Erkenntnis der Wahrheit, d.h. zum absoluten W i s s e n gebahnt hat. Er zeigt, daß jegliche Äußerlichkeit zweifelhaft ist. Nur die Innerlichkeit, welche Denken ist, ist mir gewiß. Diese Gewißheit ist die einzige u n m i t t e l b a r e Gewißheit. Sie hat nicht ihresgleichen.

Z w e i f e l ist Not. Ich erfahre sie als Infragestellung meines Lebens, wenn ich eine Brücke über den Abgrund betrete, von der ich nicht weiß, ob sie mein Gewicht trägt. Diese Not wendet die allein durch Denken im Denken gewonnene Einsicht, daß die Stabilität der Brücke der Last meiner Körperlichkeit gewachsen ist.

Die mathematischen Gesetze, denen Gottfried Fischer vertraut‚sind nur im Denken durch Denken.

Fischer setzt sich nicht damit auseinander, daß die Deutsche Philosophie dahin gekommen ist, dem Denken z u m i ß t r a u e n .

Die Frucht dieses Mißtrauens ist die Einsicht, daß die uns „von Natur aus“ geläufige Denkweise p r i n z i p i e l l untauglich ist für Gotteserkenntnis. Dieses Denken unterscheidet nicht nur zwischen Gott und Mensch; sie trennt auch diese Wesenheiten so, daß die eine nicht ist, was die andere ist. Danach verendet Gott am Menschen, ist nicht unendlich, allgegenwärtig, allwissend, allmächtig usw. Gott ist nicht Gott! – Das erst wäre wahrer Atheismus.

Gottfried Fischer scheint von diesem Kampf um das Denken völlig unberührt zu sein. Sein Ritt durch die Philosophiegeschichte (auf den Seiten 56—58) ist atemberaubend.

Sein Anliegen ist es, den Einspruch zu entkräften, den der Rationalismus gegen die Wahrhaftigkeit der biblischen Offenbarungen erhoben hat. Aber ist das noch von Interesse?

Das liefe doch auf folgende Argumentationsfigur hinaus:

„Es ist wahr, weil es so in der Bibel steht.“

Mit dieser unterwirft sich der Geist einer äußerlichen Autorität und macht sich damit unfrei.

Der mit der Aufklärung vollbrachte „Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der Freiheit“ (Hegel), besteht darin‚diese Argumentation ein für allemal entkräftet zu haben. Das war Verlust und Gewinn in ein und derselben Hinsicht.

Der Verlust des Glaubens an die Wahrheit der Bibel entwurzelte die Völker des Abendlandes, die deshalb jetzt verwesen.

Der Schrecken der Leere (horror vacui) hat die christlichen Völker bei Strafe des Untergangs zurückgeworfen auf die Suche nach der Wahrheit. Diese kann nach der Diskreditierung des Glaubens und der Verzweiflung jeglicher Äußerlichkeit durch René Descartes jetzt nur noch im absoluten (d.h. von allen Bildern, Vorstellungen, Gleichnissen und dergleichen Äußerlichkeiten abgezogenen) Denken zum Erfolg führen.

Diese Einsicht war der Antrieb für die Deutschen Philosophen, die Tauglichkeit des Denkens für diese Operation zu untersuchen.

Den bereits erwähnten von Kant bewirkten Absturz des Denkens in den Agnostizismus hat der Deutsche Geist nicht als das letzte Wort der Geschichte hinnehmen wollen. Es kam Hegel, der wohl als erster erkannt hat, daß die mit der Autorität des Aristoteles an die Macht gelangte Verstandeslogik auf einer Voraussetzung aufbaut, die im Denken nicht gerechtfertigt werden kann. Nach Aristoteles ist nicht wahr, was sich widerspricht. Das entspricht dem Jüdischen Trennungsdenken, das die Juden nach Griechenland gebracht haben (Joh 7,55). Kant hat diese Voraussetzung unbesehen mitvollzogen, konnte aber zeigen, daß sich jeder logische Satz widerspricht. Hegel hat diese Voraussetzung eliminiert, indem er z e i g e n konnte, daß Widerspruch das l e b e n d i g e l n n e r e jeder wahren Denkform (logischen Bestimmung) ist.

Ausgehend von dieser weltumstürzenden Erkenntnis hat Hegel die Denkformen der Mathematik kritisiert und an ihnen aufgezeigt, daß sie die Dinge nur in ihrer äußerlichen Beziehung erfaßt, nicht als Momente einer lebendigen Einheit erkennt. Mathematische Formeln sind damit lediglich eine besondere Gestalt der Verstandeslogik, des Trennungsdenkens.

Die zweifelsbedingte N o t w e n d e t s i c h durch die Erschließung der dem Zweifel enthobenen I n n e n w e l t im Denken. Jene ist zugleich die Erschaffung der ä u ß e r e n Welt als E r s c h e i n u n g der inneren.

Der Autor müht sich an diesem Thema ab, dringt aber nicht zur Klarheit durch. Zwar wählt er als Ausgangspunkt den Prolog des Johannes-Evangeliums (Joh l). Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber er begeht den Fehler, die von der Äußerlichkeit herkommenden Gedankendinge der Informatik und Mathematik einzusetzen, ohne diese einer Kritik zu unterziehen. Auch an dieser Stelle steht er außerhalb der Geistesgeschichte.

Luther übersetzt Johannes:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Dasselbe war am Anfang bei Gott.

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, was gemacht ist.

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen.“

Das ist eine großartige Stelle.

Goethe kritisiert im Faust die Luther’sche Übersetzung:

„Ich kann das Wort so hoch nicht schätzen. Ich muß es anders übersetzen: ‚Am Anfang war die T a t .“

Im Gespräch mit Otto Wegener ging Adolf Hitler über Goethe noch hinaus, indem er diese Stelle übersetzte:

„Am Anfang war der T r i e b „.

Hitler kommt damit mit Hegel überein, der Gott (den Begriff) als Trieb bestimmt. Das aber nicht als weitere Übersetzung des Johannes-Wortes, sondern mit der Entfaltung des Begriffs im Denken.

In der Informatik geht es um A b b i l d u n g von Bedeutungen in Bits und Bytes, nicht um Selbsterzeugung (Leben) von Bedeutung aus dem Begriff.

In der Bedeutung eines Zeichens (Wortes) erscheint Gott für sich selbst. In der Information ist die Bedeutung lediglich g e s p i e g e l t ; sie ist nicht das, was man E r s c h e i n u n g nennt.

Die richtige (Kurz)fassung der Zweireiche-Lehre findet sich im „Chorus Mysticus“, mit dem Goethe seinen Faust schließt:

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.“

Gleichnis wofür? Für das Leben Gottes oder den lebendigen Gott, der nicht in einem Jenseits thront und gütig auf uns herabschaut und uns behütet.

In der Immanenz-Anschauung ist der Mensch die Erscheinung Gottes, der im Denken das Leben Gottes führt. So ist er nicht mehr der kindhafte Geist. Vielmehr steht er in der Pflicht , Gott zu verantworten, d.h. sein Selbstbewußtsein hervorzubringen. Es ist das das Wesen des Erwachsen-Seins. Im Menschen gibt Gott sich die Antwort auf die Frage: Was bin ICH? Sünde ist das Leben, von dem er sagt: „Das b i n ICH nicht und das will ich nicht sein.“

Um dieser n e g a t i v e n Erkenntnisleistung willen ist Gott dem Sünder gnädig. Die in der Reue gewonnene Einsicht erlöst den Sünder. Das ist die Wahrheit der Erleuchtung, daß Jesus mit seinem Tod am Kreuz die Sünden der Welt auf sich genommen hat. (vgl. dazu meinen Brief an den Rabbiner Nußbaum)

Nicht um der Lust willen ist uns das Leben gegeben, sondern als Dienst für die Antworten auf die Fragen, die Gott sich stellt.

Schlimmes Schicksal für ein vereinzeltes Individuum wird leicht verkannt und für eine S t r a f e Gottes gehalten. Gleichartiges und gleichzeitiges Schicksal vieler Individuen bringt dagegen die Einsicht in ein Allgemeines hervor, das nicht mehr als Strafe für sündhaftes Verhalten mißkannt wird. Leid wird so zur „Widerwärtigkeit“, ohne die Gott nicht wissen kann was er ist (Jakob Böhme)

Nur dieser Begriff von Gott als Einsheit (Identität) von Gott und Mensch rechtfertigt die Vergebung der Sünden aus Gerechtigkeit.

Gottfried Fischer scheint das Gottes-Reich in der Irrealität zu verorten. Wahrheit ist es ewig und unendlich wie Gott selbst, also immer Gegenwart und im Diesseits.: Es ist die Idee des Heils im Hegel’schen Sinne; d.i. die Übereinstimmung der Weltwirklichkeit mit dem selbstbewußten Willen Gottes. Übereinstimmung aber ist nur denkbar in Einsheit mit Nicht-Übereinstimmung, welches Verhältnis notwendig als Kampf bis hin zum Krieg (vgl. dazu Matth 24, 6-8 und 10,34-36 sowie 12,28).in Erscheinung tritt.

Eine Schrift vom Gottesreich der Ewigkeit ist für mich nur denkbar als Kampfschrift. Die findet man aber nicht in Gottfried Fischers Buch mit diesem Titel.

Sein Unternehmen, die Argumentation:

„Es ist wahr, weil es in der Bibel steht.“

zu retten, scheitert umfassend. Hegel zeigt, daß die Umkehrung gilt:

„Es steht in der Bibel, weil es wahr ist.“

Dieser Weg ist steinig. Auch der Teufel zitiert die Bibel (Hegel). (Noch) nicht alles, was in der Bibel steht, läßt sich im Denken als wahr erweisen.

Gottfried Fischer steht für eine Denkrichtung, die die bedeutensten Physiker, allen voran Einstein, Heisenberg, Niels Bohr, Max Planck, Steven Hawkins u.v.a. gebahnt haben, indem sie mit ihren Modellen u n b e a b s i c h t i g t die Grenzen des verständigen Denkens aufzeigten.

Das bekannteste Model dieser Art ist das von Einstein mit seiner speziellen Relativitätstheorie in die wissenschaftliche Debatte eingeführe, „Raum-Zeit-Kontinuum“. Vermutlich wußte Einstein nicht, daß vor ihm Hegel diesen Begriff herausgedacht hatte.

Wie nahe Einstein an das „neue Denken“ – an das Vernunftdenken – herangekommen ist, geht aus einem seiner Briefe an Niels Bohr hervor, in dem er letzterem die Frage stellte, ob der Mond auch dann noch existieren würde, wenn kein Mensch ihn sieht und deshalb nichts von seiner Existenz wüßte.

Schon in seiner Phänomenologie des Geistes zeigt Hegel unwiderlegbar, daß in diesem Falle der Mond nicht ist. Die Lösung des Rätsels bringt Hegel im Abschnitt A I „Die sinnliche Gewißheit oder das Diese und das Meinen“ mit dem Begriff des Allgemeinen bei (S. 82 – 92 in der Suhrkampausgabe von Markus Michel und Eva Moldenhauer, Werke Band 3) Dort ist im Denken entwickelt, was im Prolog des Johannes-Evangeliums („Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch(!) dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“) nur erst als nicht hergeleitete Behauptung ausgesprochen ist.

Diese Stelle bei Hegel ist das Epizentrum des Deutschen Idealismus, der schon in Kürze die Welt erschüttern wird. Hegel leistet dort die letztgültige Widerlegung des philosophischen Materialismus. Auf nur 10 Seiten!.

Gottfried Fischer widerfährt das Mißgeschick, daß er an diesem Knotenpunkt der Menschheitsgeschichte in die falsche Richtung, in die Gegengeschichte, abbiegt. Im Denken ist er ein Reaktionär, indem er versucht, die Autorität der Heiligen Schrift wiederherzustellen.

Seine Einsichten als Physiker hätten ihn eigentlich in die andere Richtung – weg von der Theologie hin zur Philosophie – leiten müssen. Aber dazu hat es bei ihm offensichtlich nicht gereicht. Schade!

Aus Gottfried Fischers Schrift ist weder direkt noch indirekt eine Orientierung im Kampf um den „Neuen Himmel“ und die „Neue Erde“ (Off 21,1) zu gewinnen.

Mit herzlichen Grüßen

Horst Mahler