12.04.2019 – Brief an Herrn M.

Horst Mahler
Anton-Saefkow-Allee 22
14772 Brandenburg

am 12. April 2019

Lieber Herr M.

Ihr Brief vom 5. hat mich heute erreicht, dieser enthält vier Ausdrücke, die mich neugierig machen. Diese sind:

1. souveräner deutscher Volksstaat
2. politisch-kulturelle Konsequenzen für Deutschland
3. unabhängiger Bereich politisch-autonomer Freidenker
4. antijüdische Dimension

Damit bewegen Sie sich auf vermintem Gelände, und ich weiß nicht, wie Sie es anstellen könnten, nicht zerfetzt zu werden. Der ehrliche Versuch darzustellen, was meine Kerngedanken in diesem Bereich sind, ist eine Todsünde. Auch wenn Sie diese aus Ihrer davon abweichenden Sicht scharf kritisieren würden, könnte Sie das vielleicht nicht retten. In Deutschland jedenfalls wäre das das ‚Aus‘ für Sie.

Wenn Sie einen Blick in mein in 3. Auflage 2018 im Verlag „Der Schelm“ erschienenes Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ werfen, wird Ihnen wohl klar werden, was ich meine.

Wegen dieses Buches dauert meine Gefangenschaft an. Die darauf beruhende Anklage wegen „Volksverhetzung“ ist seit März 2014 beim Landgericht Potsdam anhängig. Eine Hauptverhandlung ist nicht in Sicht. Man hat Angst vor der öffentlichen Verhandlung.
Warum wohl?

Das Buch ist bei amazon im Bestand ( ISBN-10: 3947190263; ISBN-13: 978-3947190263 ) erhältlich.

Ihre „Forschungsfrage“ ist mir so fremd wie irgendetwas.

Ich würde der Frage nachgehen, welche(r) Zweck(e) in die Willensbildung der Protagonisten eingeflossen ist/sind? Die als „rechts“ und „links“ klassifizierten Potenziale waren spätestens seit dem 30. Januar 1933 zweckidentisch in dem Sinne, daß beide Momente auf dem Weg waren in ein höheres Bewußtsein der Freiheit. Der in dieser Einheit waltende Widerspruch war als solcher (noch) nicht erkannt und trat deshalb als weltanschaulicher Bürgerkrieg in Erscheinung. Dieser wiederum war eine Erscheinungsform des „Heiligen Krieges“ zwischen dem Judentum und dem Deutschtum.

Es läßt sich anhand verlässlicher Quellen nachweisen, daß im Judentum dieser Konflikt das völkische Bewußtsein schon seit Jahrtausenden bestimmt, während er im Deutschtum bis heute nicht über ein Ressentiment hinausgeht.

Der Grund dieser kognitiven Differenz ist mit dem Prinzip des Mosaismus gesetzt. Dieses ist die Zweiteilung der Menschheit in die von Gott auserwählte Menschheit, die Judenheit, und die im göttlichen Auftrag zu vernichtende Menschheit, die Gojim.

Erst die Deutsche Idealistische Philosophie bringt Klarheit in dieses Verhältnis mit der logischen Erkenntnis, daß Gott ist und sich als endlicher Geist (Menschheit) erscheint, um sich in ihm zu erkennen.

Das Wesen des Judentums ist, der Feind aller Völker (letztlich auch der Hebräer) zu sein. Die Selbstwahrnehmung als dieser Feind bedingt heilige Angst vor den Völkern. Deren Wahrnehmung des Judentums ist schizophren: gespalten in die Wahrnehmung als Menschen und in die Ahnung, es mit dem Teufel zu tun zu haben.

Der Satz Spinozas „Omnis determinatio est negatio“ (Jede Bestimmung ist eine Verneinung) schicktauf die Suche nach der Negation des Menschen, an der dieser erst sich selbst erkennt (Jakob Böhme).
Diese Negation ist die Judenheit, die sich selbst als „das Nein zum Leben der Völker“ weiß (Martin Buber).

Das sind die Parameter für die Deutung der Weltgeschichte, soweit diese Geschichte der Menschheit ist. Diese beginnt mit dem Wirken von Moses, der das Wesen Gottes als dessen Unsichtbarkeit offenbarte. Das aus dieser Offenbarung hervorgehende Judentum ist Völkervernichtungswille, der als Kapitalismus real weltliches Dasein ist.

Es hat nach menschlichem Maß gemessen lange gedauert, bis ein Papst der katholischen Kirche das Wesen des Kapitals endlich ausgesprochen hat: „Diese Wirtschaft tötet.“ (Franziskus – „Evangelii gaudium“)

Kapitalismus ist Judaismus. Anti-Kapitalismus ist Anti-Judaismus.

Die 68er Bewegung war antikapitalistisch. Sie setzt sich fort im Bewußtsein, daß der zu überwindende Feind der Menschheit das Judentum ist.

Der historische Nationalsozialismus war antikapitalistisch (Brechung der Zinsknechtschaft) im eminenten Sinne, weil er den Zinseszins als das „Lebenselixier des Judaismus“ erkannt hatte.

Der Anti-Judaismus der 68er-Bewegung war maskiert als „Anti-Amerikanismus“ und „Anti-Zionismus“.

Die Verteidigungsstrategie der Judenheit war der Vernichtungskrieg gegen das Deutschtum (Nahum Goldmann) durch Erzeugung einer heillosen Sprachverwirrung, so daß wir uns nicht einmal verständigen können, worüber wir streiten wollen (Günther Rohrmoser).

Das ist unser Dilemma.

Nach Ihrer Darstellung steht im Zentrum Ihres Forschungsinteresses der „politische Extremismus“. Ihr Interesse gilt danach der Frage:

„ob es möglicherweise Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre im mündlichen bzw. im schriftlichen linksextremen Ideologiediskurs (unter anderem im SDS, in der RAF, in der Bewegung 2. Juni) bereits polito-linguistische Anzeichen dafür gibt, die den Übertritt ehemaliger linksradikaler Protagonisten (wie Sie, Rabehl, Maschke, Oberlercher und andere mehr) in den unabhängigen Bereich politisch-autonomer Freidenker‘, bzw. ins parteipolitisch rechte / außerparlamentarisch rechtsextreme Lager nachvollziehbarer machen (könnten).“

Sicherlich ist Ihnen nicht bewußt, daß Sie sich damit in die Tradition des Stalinismus stellen. Aber Sie selbst räumen diesbezüglich letzte Zweifel aus, wie folgt:

„Ganz komprimiert dargestellt geht meine Forschungsfrage darauf hinaus, daß ich auf der Suche bin nach (verdeckten oder sonst welchen) polito-linguistischen Analogien, Überschneidungen und Differenzen im links- und im rechtsextremen politisch-ideologischen Sprachgebrauch (schriftlich wie mündlich) der RAF, bzw. der NPD, während der Periode 1964 -1977, um von da aus den Deckungsgrad festzustellen und – wenn es diesen (überhaupt) geben sollte – zu sehen, ob es da irgendwelche Konnotationen gibt, die im Diskurs der vergangenen Jahrzehnte nur unterschwellig wahrgenommen wurden und nie so richtig ans Tageslicht gekommen sind…“

So sieht heute „Wissenschaft“ aus! Schuldig durch Händedruck. Können Sie verstehen, daß mein Sinn nicht danach steht, zu diesen Spiegelfechtereien beizutragen?

Ein Jude – ein geistiges Schwergewicht dieser Besonderheit – gesteht, was auf der Hand liegt: die Judenheit hat dazu beigetragen, die Wahrheit zur unerlaubten Fiktion zu stempeln. Martin Buber war‘s, der das in seinen Schriften zur Bibel niederlegte.

Nach ihm waren es die Erzeuger der „Frankfurter Schule“, Horkheimer und Adorno, die Ausdrücke wie „Gott“, „Wahrheit“ usw. für menschliche Zweckerfindungen zur „Kontingenzbewältigung“ ausgaben.

Das ist enorm!

Was die „Frankfurter Schule“ herausgewürgt hat, geht heute weg als „kritische Theorie“. Sie haben von dieser Frucht gegessen und sich damit – Pardon – den Kopf verdorben.

Wem ist schon bewusst, daß es sich um ein Beispiel der talmudischen Kriegskunst der „Begriffsübermalung“ handelt?

Der „Kritizismus“ war bis 1945 in Europa das Markenzeichen der Deutschen Idealistischen Philosophie seit Kant. Er stellte die Philosophie überhaupt auf den Prüfstand mit der Frage: „Was kann ich wissen?“.

Die Antwort gab Hegel mit dem „System der Wissenschaften“.

Dieses ist die einzige Macht, die das Judentum fürchten muss.

Kant untersuchte den Verstand, d.i. das realweltliche Dasein des Judaismus. Dieser unterscheidet Gott und Mensch und trennt diese Momente des Geistes. Sein Resultat war die Erkenntnis, daß der Verstand (er bezeichnete diesen noch als „Vernunft“) das „Ding an sich“, die Wahrheit, nicht erkennen könne.

Der Kant’sche Agnostizismus war ein Geschenk an die Judenheit, in dem er die Ko-existenz von Judentum und Christentum zu ermöglichen schien. Deshalb ist Kant auch der Lieblingsphilosoph der Judenheit.

In diese Idylle schlug Hegel ein wie Donars Donnerkeil. Er zeigte den Irrtum in Kants Wahrheitsbegriff auf. Dieser schmuggelte unerkannt den Judengeist – das Prinzip der Trennung von Gott und Mensch – in aristotelischer Vermummung – in das christlich-abendländische Denken. Kant glaubte, damit den christlichen Gottesglauben gerettet zu haben. Hegel konnte zeigen, daß die aristotelische Logik von einer ungerechtfertigten Voraussetzung ausgeht: Von dem Satz, daß nicht wahr sein könne, was sich widerspricht.

Die Macht der Vernunft entfaltet sich aus dem Satz: „Der Widerspruch ist das Zeichen (Regular) der Wahrheit; Widerspruchsfreiheit der Unwahrheit.“ Hegel machte ihn zur Gewissheit.

Mit ihm erst ist Gott und Mensch in Einsheit zu denken. Diese aber ist die Negation Jahwes, des Völkermörders. „Der ist ein Mörder von Anfang und steht nicht in der Wahrheit.“ (Joh 8, 44). Denn ein Gott, der – wie Jahwe – nicht zugleich Mensch ist, (ver)endet, wo der Mensch beginnt; er ist dadurch selbst endlich, also nicht Gott.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist dieser Begriff in noch mystischer Verhüllung. Hegel hat ihn aus dieser Verhüllung befreit und als reinen Gedanken erkannt.

Was Sie mit Ihrer „Forschung“ anstellen, ist die Verstellung der Wahrheit in Selbsterhaltungsinteresse der Judenheit, die der einzige Sieger im neuzeitlichen Weltkrieg ist. Bis jetzt.

Doktortitel oder die Wahrheit? – Sie haben die Wahl.

Aber vielleicht haben Sie sich schon entschieden?

Sie sprechen vom „souveränen deutschen Volksstaat“.

Für die „Frankfurter Würstchen“ sind das nicht nur Unworte, sondern Kriegserklärungen. Wer sie affirmativ verwendet, ist automatisch ein „Nazi“.

„Politisch-kulturelle Konsequenzen für Deutschland“ – Was wäre das? Fallen die vom Himmel ? – oder steckt dahinter ein Konzept und ein Wille ? Was wäre das Wesen dieses „Hintergrundes“? Warum Deutschland?

„Unabhängiger Bereich politisch – autonomer Freidenker“ – wäre das nicht das Reich der gesellschaftlichen Dissidenz? Was wäre dem Wesen nach der Kernkonsens, der Dissidenz definiert? Kernkonsens in diesem Sinne ist immer Weltanschauung. Welche haben Sie im Blick?

„Antijüdische Dimension“ ist nicht „antisemitische Dimension“. Was macht den Unterschied?

Der erste deutsche „Volksstaat“ war das Deutsche Reich unter der Führung von Adolf Hitler. Er hat sich erschaffen aus der Not der „Demokratie“. Die ist mit der Niederlage des Reiches 1945 wiedergekommen. Meinten Sie das?

Ihre Worte – Schlüssellöcher oder Kulissen? Jedenfalls gefährliche Signalbojen.

Wenn Sie die Gefahr lieben, könnten wir ins Gespräch kommen. Sie müssten sich an die Anstaltsleitung mit einem Antrag wenden, den Sie mit Ihrem Forschungsinteresse begründen müssten. Sie sollten eine Besuchsdauer von 4 Stunden verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Mahler