6.03.2019 – Lieber Herr N.

Horst Mahler
Anton-Saefkow-Alee 22
14772 Brandenburg

am 06. März 2019

Lieber Herr N.,

Ihr Brief vom 28.2.2019 hat mich am 5. des Monats erreicht. Ich habe mich gefreut und wollte ihn mit Nettigkeiten beantworten. Das wäre aber nicht fair.

Wir haben noch keine Grundlage für ein sinnvolles Gespräch.

Sie wollen sich an der Welt erfreuen und Sie denken, daß es den Menschen besser gehen sollte. Aber wozu Mensch überhaupt (Nietzsche): „Alles was entsteht, ist’s wert, daß es zu Grunde geht – also besser wär’s, daß nichts entstünde“ (So oder ähnlich Mephisto in Goethes ‚Faust‘)

Sie meinen von Gott und Göttern zu sprechen, aber Sie sagen nichts.

Fjodor Dostojewski spielte mit dem Gedanken, Gott zu verfluchen, solange auch nur ein unschuldiges Kind leidet.

Sie schreiben:

„Die Kirche sagt: Der Gott des Alten Testaments ist der Gott des Neuen Testaments“

Worüber reden wir, wenn wir „Gott“ sagen?

Können wir uns auf die letztgültige Übersetzung des Prologs des Johannes-Evangeliums verständigen?

„Am Anfang war DENKEN und das DENKEN war bei Gott und Gott war DENKEN“

Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

Es ist das der philosophische Name von Gott. So ist alles, was ist, EINS. Gott ist der EINE.

Gott ist DENKEN, LEBEN, GEIST – alles – alles in einfacher Unsichtbarkeit, die sichtbar macht.

Die FINSTERNIS ist das Chaos, das vom Denken noch UNGEORDNETE.

„Odin“ war eine besondere Gestalt des schon sichtbar gewordenen, aber was hat er uns noch zu sagen?

* * *

Das klingt zunächst noch nach „Pantheismus“ der orientalischen Gottesgestalt. Bei Johannes ist aber DENKEN schon als LEBEN erfasst. Die am Denken aufzeigbaren besonderen Denkbestimmungen sind Momente des Begriffs und stehen damit im Verhältnis der Organizität. Das ist die philosophische Zentralperspektive, die erst Hegel entdeckt hat. Das Selbstbewusstsein Gottes, der Begriff ist erstmalig in dieser Gestalt wahrhaft frei, d.h. nicht mehr bedingt durch Bilder, Vorstellungen und Meinungen. Es ist reiner Gedanke, der sich virtualiter in jedem geistigen Individuum selbst findet und als logische Gewissheit sich erscheint.

Ihre tabellarische „Vergleichung“ der abrahamitischen Weltreligionen gibt Veranlassung, die völlige Untauglichkeit dieser „Wissenschaft“ für die Erkenntnis ihres Gegenstandes mit einem konkreten Beispiel zu verdeutlichen: In der Tabelle versteckt sich der Schlüssel zum „Sieg“ über den Judaismus – und Sie haben es nicht gemerkt. In der Tabellenzeile „Feste im Lebenslauf“ führen Sie für Judentum und Islam das Beschneidungsritual an.

Im vergangenen Jahr hat die Wochenzeitung DIE ZEIT die Debatte um die rituelle Beschneidung wieder aufgenommen.

Mit der Ausgabe Nr.12 vom 15. März 2018 kommt Jochen Bittner mit einem Artikel unter der Hauptüberschrift

„Beschneidung überdenken!“

zu Wort.

Die Unterüberschrift umreißt den Gegenstand wie folgt:

„Das Gesetz, das der Bundestag vor 5 Jahren verabschiedete, stellt religiöse Gebote über das Grundgesetz. Es sollte reformiert werden.“

Wem der Bedeutungsunterschied des Rituals in den beiden Religionen kein Problem ist, würde wohl eine Erwiderung aus der Feder eines jüdischen Religionslehrers erwarten, aber auch nichts dabei finden, daß es ein Moslem war, der als Verteidiger vorgeschickt worden ist.

In der Ausgabe Nr. 13 vom 22. März 2018 antwortet auf Jochen Bittner der Moslem Mohamed Amjahid mit einem Artikel unter der Hauptüberschrift

„Heiliger Schmerz“.

Für eine „wissenschaftliche“ Betrachtung und Vergleichung des Beschneidungsrituals in seiner Bedeutung im Judentum und im Islam ist es unerlässlich, die unterschiedlichen Stiftungsurkunden heranzuziehen und die daraus abgeleitete Glaubenspraxis zu reflektieren.

Die Beschneidung der jüdischen Knaben ist auf 1. Buch Mose 17,10-14 zurückzuführen:

„Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; Eure Vorhaut sollt ihr beschneiden.

Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.

Jedes Knäblein, wenn’s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen…

Und so soll mein Bund an eurem Fleische zu einem ewigen Bund werden.

Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat“

Bezüglich der Beschneidung der Muslime teilt Muhamed Amjahid mit:

„Von meiner Beschneidungsfeier existiert noch eine alte VHS-Kassette. Darauf bin ich etwas erschöpft auf der Schulter meines Vaters zu sehen. Als der Kameramann heranzoomt, entscheide ich mich mit damals knapp 2 Jahren, die größte Diva auf der Party zu sein: Ich kommandiere die Gäste herum, verlange nach einem Getränk und Süßigkeiten, winke schließlich meine Tante heran, ich wollte mit ihr tanzen.“

Von Jochen Bittner erfahren wir:

„Im Koran wird die Beschneidung zwar nicht vorgeschrieben, aber in den Hadithen, also in den Überlieferungen des Propheten Mohammed wird erwähnt, daß dieser beschnitten worden sei, weswegen die Beschneidung auch unter Muslimen als religiöse Pflicht gilt.“

Wem fällt schon auf, daß in diesem Unterschied die weltliche Realisierung der Negation als solcher, das „Nein zum Leben der Völker“ (Martin Buber) in Gestalt der Judenheit erscheint.

Die begriffliche Fassung (Logik) der Bedeutung des Wortes „GOTT“ entwickelt Hegel im 1. Band der Logik (Suhrkamp, Werkausgabe Band 5, S. 74) zum Ausdruck „Identität von Identität und Nichtidentität“.

Goethe schließt seinen „Faust“ mit dem „Chorus Mysticus“:

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis…“

Die menschliche Geburt ist das Gleichnis für die logische Bestimmung „Gott“ als Identität von Identität und Nichtidentität: Im Mutterleib erlebt der Geist die Stillung aller Bedürfnisse des Lebens (Identität unter Ausschluss des Mangels). Diese abstrakte Identität wird jäh unterbrochen durch den „Geburtsschock“, der real der absolute Mangel ist nach Trennung der Nabelschnur und der noch nicht eingesetzten Atmung. Das geborene Wesen erlebt im Mangel seine absolute Nichtidentität. Es stürbe, würde nicht die Mutter durch ihre liebende Zuwendung die Nichtidentität (den Mangel) negieren, indem sie alle Bedürfnisse stillt.

Diese wiederhergestellte Identität unterscheidet sich von der ursprünglichen dadurch, daß sie die Erinnerung an die Katastrophe als die a u f g e h o b e n e Nichtidentität bewahrt. Diese Erfahrung bewirkt ein Grundvertrauen als die Fähigkeit, sich selbst und der umgebenden Welt zu vertrauen. Die Nichtidentität wird als das nicht Bleibende im Erfahrungsschatz abgelegt.

Der Judenheit fehlt infolge des nicht aufgehobenen Ur-Traumas diese Fähigkeit zu vertrauen.

Für diesen Deutungszusammenhang spielt der Umstand die entscheidende Rolle, daß die Beschneidung spätestens am 8. Tage nach der Geburt zu erfolgen hat. In diesem Entwicklungsstadium hatte der Säugling weder die geringste Möglichkeit, den Geburtsschock zu „verarbeiten“, noch eine wie auch immer geartete Deutung des Beschneidungstraumas als „zum Leben gehörig“ in sich heraus zu bilden. Was ihm später dazu mitgeteilt wird, perlt an dem inzwischen ausgebildeten „Ur-Misstrauen“ ab wie Wasser an einer Ölhaut.

(zu Vorstehendem: https://rp-online.de/panorama/deutschland/psychoanalytiker-warnt-vor-beschneidung_aid-14196153 , https://de.wikipedia.org/wiki/Urvertrauen )

Hegel hat die logische Darstellung des ABSOLUTEN (Gottes) noch nicht bis zur logischen Darstellung des Satans, dem Knecht Gottes, Wort geführt. Er hatte dafür auch noch keinen Grund. Er lebte in der glücklichen Zeit, in der der deutsche Volksgeist noch nicht durch das Holocaust-Narrativ herausgefordert war.

Das Konzept der „Gegengeschichte“ (Oberlercher) war noch nicht an der Zeit. Es war in dem Satz, daß jedes Moment des Begriffs an sich selbst auch das Gegenteil seiner selbst ist, nur erst enthalten, aber noch nicht gesetzt. Daß das jetzt der Fall ist, ist ein bedeutender Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit. Die Versuchung, den Grund der jüdischen Bosheit in die Gene zu verlegen, wirkt endlich nicht mehr. Der Jude steht fortan als das Resultat seiner religiösen Abrichtung zum Satan-Wesen vor uns und ist in dieser Rolle jetzt mit den „satanischen Versen des Mosaismus“ umzustoßen.

Schon Jesus hatte auf den Zusammenhang zwischen dem satanischen Wesen der Judenheit und dem Wirken des Rabbinats wie folgt hingewiesen:

„Weh euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Meer durchziehet, damit ihr einen Judengenossen gewinnet; und wenn er‘s geworden ist, machet ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr als ihr seid!“ (Matthäus 23,15)

Als ich meine Gedanken zu Gilad Atzmon niederschrieb, war mir der eigentliche Quellgrund des real-weltlichen Satans noch nicht bewusst. Folglich hielt ich mich noch in der Nähe einer rassistischen Deutung des jüdischen Wesens auf. Das bedauere ich sehr, denn damit habe ich der Judenheit, dem Opfer Jahwes, Unrecht zugefügt.

Ich schrieb (2012):

„Die am tiefsten reichende Wurzel des jüdischen Selbsthasses müssen wir wohl in dem Akt der Mosaisierung als solchen sehen. Dieser begründet eine Selbstwahrnehmung des jüdischen Volkes, die auch jetzt noch bei dem Versuch diese nachzuvollziehen von dem Gefühl heftigsten Abscheus und rasender Verachtung begleitet ist: Die erwähnten Fluchandrohungen (5. Mose 28,15-69) beinhalten für sich die größte denkbare Herabwürdigung der Adressaten, der Juden, die hinzunehmen in den Augen der Völker größte Schande bedeutet. Jeglicher Stolz ist den Juden damit genommen“

Das alles erklärte ich mir mit einem vermeintlich die Judenheit kennzeichnenden Hang zur Käuflichkeit. Konsequent zu Ende gedacht, landet man bei den „jüdischen Genen“, also im Rassismus.

Traumatologie und Entwicklungspsychologie bewirken aber eine ganz andere Zeigerstellung, die in meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ auch schon Erwähnung findet. Von „Kindesmissbrauch“ ist die Rede. Der Wahrheit sehr nahe komme ich mit dem Satz:

„Mit einiger Berechtigung kann man sagen, daß den Juden von JAHWE eine Hirnhälfte verödet worden ist…

Und betroffen ist ausgerechnet der Bezirk der Geistigkeit, in dem die ethische Kompetenz des Menschen heimisch ist. Nur so ist zu erklären, daß sich dieses „Völkchen“ nun schon seit Jahrtausenden die Konditionierung zum Bösen antun läßt, deren Programm mit „göttlicher“ Autorität im Talmud und im Schulchan Aruch festgeschrieben ist.“

Es war aber noch nicht die Notwendigkeit – Besser: Die Vernunft – dieser Entwicklung gezeigt. Das ist jetzt nachgeholt und damit die Stelle des Durchbruchs durch die feindlichen Linien präziser bestimmt („Schlüssel zum Sieg“).

Das Jahwe-Projekt läßt sich als Programm nur einer dehumanisierten, im Fluidum einer namenlosen Angst schwimmenden Seele eingeben.

Die Wahrheit des seelischen Traumas ist nicht der Schmerz. Dieser ist als körperliches Gefahrensignal nur ein Vorübergehendes. Es ist die Angst im Sinne einer psychosozialen Wahrnehmung, die sich mit dem Schmerz zu einem kognitiven Ereignis dauerhaft verbindet.

So wird das Trauma zu einem Moment der Weltanschauung. Gilad Atzmon nennt dieses Moment „prä-traumatisches Stresssyndrom“. Es ist ein sich selbsterhaltender Komplex mit dem Wesen eines „Spürhundes“, der die innere und äußere Welt nach Signalen absucht, die die Berechtigung der Angst zu bestätigen scheinen.

Der Mosaismus im Sinne eines religiösen Lehrbegriffes bedingt eine spezifische Struktur des Wahrnehmungskomplexes. Die Strukturierung beginnt mit dem Bild, das der Säugling mit der Beschneidungszeremonie empfängt. Folgende Komponenten sind von besonderer Bedeutung:

1. Der Knabe wird von der Mutter an uniformierte alte Männer ausgeliefert, denen der Mensch ein Leben lang in der Synagoge als den religiösen Autoritäten in regelmäßigen Abständen wieder begegnen wird, in einer Umgebung, in der die Mutter ausgeschlossen ist.

2. In der wahrgenommenen kultisch genormten Umgebung erfährt der Mensch das Gefühl absoluter Hilflosigkeit. Auch seine Angstschreie zeigen nicht die ersehnte Wirkung. Die Mutter bleibt verschwunden.

3. Die zugefügten Sinneseindrücke – insbesondere die an der Zeremonie beteiligten Männer – ergeben erste Bausteine für die Formung der Vorstellung von einer höheren Macht als Gegenwart einer absoluten Herrschergewalt.

Vor dem Hintergrund dieser rituellen Ur-Szene ist der Weg frei für die weitere Formgebung.

Das erzeugte Urmisstrauen wird vermittels der alles durchdringenden Angst mit einem neurotischen „Angstbewältiger“ – mit JAHWE – zusammengeführt.

Die Lehre des Moses bringt in erster Linie eine primitive Gestalt der Zweiteilung der Menschheit – das heißt Gottes – zum Ausdruck: in die von Jahwe geliebte und die von ihm gehasste Menschheit.

Die Angst wird bewältigt durch bedingungslosen Gehorsam gegen Gesetze, deren Zweck es ist, den Geist aus der natürlichen Ordnung – das heißt der instinktartig herrschenden Vernunft – zu „erlösen“.

Die „widernatürliche Ethik“ des Judentums, die Christen mit Ekel erfüllt, ist in dieser Hinsicht „ein Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der Freiheit“. Sie ist aber zugleich „Gegengeschichte“, indem sie die in der Natur waltende Vernunft nicht als solche (an)erkennt, sondern stattdessen die Natur dem Verstand unterwirft (Materialismus).

Das Fortschrittsmoment behauptet sich dagegen im Germanentum, dessen „Vielgötterei“ zu lesen ist als Aufführung des Begriffs (der Vernunft) in verteilten Rollen (seiner Momente).

Dazwischen steht die Katholische Kirche. Sie gerät auf die Seite des jüdischen Rationalismus, was die Verfolgung des germanischen „Mystizismus“ zur Folge hat.

Mit dieser „Seitenwahl“ hatte sie schon sehr früh den Weg „der Heimholung des Christentums in das Judentum“ angetreten, der mit dem „2. Vatikanum“ einen gewissen Abschluss gefunden hat. Damit war eine Lage geschaffen, in der das Judentum zu der Überzeugung gekommen ist, die Katholische Kirche mit der „Missbrauchskampagne“ vollends vernichten zu können. Die Dialektik derselben besteht nun darin, mit dem „Missbrauchsthema“ weitaus wuchtigere Schläge gegen die kulturelle Hegemonie des Judentums führen zu können.

Was sind einige tausend sexuelle Vergehen von Priestern an Ministranten und Chorknaben gegen die seelische Verstümmelung aller jüdischen Männer zum Zwecke ihrer Satanisierung, das heißt zur Abrichtung zum „Nein zum Leben der Völker“ (Martin Buber)?

Die Durchschlagskraft des Angriffs ergibt sich aus dem Umstand, daß es ein Krieg zur Rettung der jüdischen Knaben als Menschen ist, gegen den es keine Einwände gibt. Wer heute auf die Straße geht, um gegen die Kupierung der Schnäbel von Küken zwecks Anpassung an die Massentierhaltung zu protestieren, der wird morgen noch heftiger gegen die Vorhautamputation an jüdischen Säuglingen protestieren.

Die Judenheit wird sich gegen diese Kampagne heftig wehren, da kann es nicht ausbleiben, daß die Beschneidungsgegner die Arsenale der Traumatologie und Entwicklungspsychologie plündern und die Beutestücke mit den deutsch-philosophisch gedeuteten „satanischen Versen des Mosaismus“ scharf machen. Dadurch wird die Welt erkennen, dass JAHWE, bzw die unterlassene Kritik dieses Religionsfossils ihr Problem ist.

Die Kritik wird jetzt nachgeholt. Der Tumult, den sie in der „gebildeten Welt“ auslöst, wirkt wie ein Weckruf, der die von der „europäischen Aufklärung“ gefällten Götter auf den Marktplätzen der „öffentlichen Meinung“ versammeln wird. Die Zeit für die Antworten der Deutschen Idealistischen Philosophie ist gekommen. Sie werden auch auf dem Marktplatz gehört und verstanden werden.

Die Macht Jahwes geht über an den im Denken erkannten Gott – die Wahrheit des Gottes der Christen – der in vielerlei Gestalt die Menschheit aus der „Wirtschaft, die tötet“ (Franziskus) herausführen wird. Diese Wirtschaft war der Mosaismus als Ökonomie (Kapitalismus).

Der Bericht des Muslim Mohamed Amjahid ist das Kontrastbild dazu. Schmerzhafte Vorhautamputation ist in seinem Lebensalter von damals 2 Jahren nach entsprechender Vorbereitung die positiv besetzte Bedeutung eines Initiationsrituals, dessen Vollzug den Stolz „auf sich selbst“ des Betroffenen mehrt und das Erlebnis der Zugehörigkeit zu einer Gruppe akzentuiert. Offensichtlich wird das Ritual auch nicht – wie im Mosaismus – als Einstieg in eine menschenfeindliche Sozialisierung mißbraucht.

Im Zweifel bewirkt die Initiation keine Traumatisierung, da das Ereignis „in Echtzeit“ mit einer positiven Konnotation verarbeitet wird.

Der religiöse Stiftungsgedanke ist offensichtlich die Nachfolge im Wirken des Propheten Mohammed im Sinne der „Rechtleitung“ für die Gläubigen.

Das muslimische Beschneidungsritual steht damit im Dienste der Veredelung eines Volkes.

Diesen wesenhaften Unterschied wahrzunehmen und allgemein bewußt zu machen, ist von größter Wichtigkeit, um eine Solidarisierung der Muslime mit den Juden zu verhindern.

PEGIDA und Konsorten stehen bereit, im Falle einer Zuspitzung des Kampfes gegen die kulturelle Hegemonie des Judentums, mit der Politik „alles in einen Topf“, den streitbaren Islam an die Seite der Judenheit zu bringen. Das muß unter allen Umständen vermieden werden!

Mit freundlichen Grüßen

Horst Mahler







Autor: endederluege

Hier stehe ich, Henry Hafenmayer, ehemaliger deutscher Lokführer. Ich kann dem Völkermord an meinem Volk nicht mehr tatenlos zusehen. Ich tue meine Pflicht. Ich tue was ich kann.

Ein Gedanke zu „6.03.2019 – Lieber Herr N.“

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