Ein „68er“ über „68“ – Offener Brief an das DEUTSCHE KOLLEG

68er

Kollegiaten,

in einzigartiger Klarheit schreibt Reinhold Oberlercher, der einst maßgebliche Kopf im Hamburger SDS und spiritus rector des DEUTSCHEN KOLLEGS:

„Bevor noch der erste Schuss fiel, hatte Deutschland auch den 2. Weltkrieg geistig schon verloren. Weil die Deutschen Denker nicht rechtzeitig die Moderne vernichteten, hätte Deutschland den Kampf des 20. Jahrhunderts auch dann verloren, wären die Waffengänge glücklich ausgegangen” (Reinhold Oberlercher „Die Carl-Schmitt-Falle”,  S.11)

und an gleicher Stelle:

„‚Souverän ist’, sagt Carl Schmitt, ‚wer über den Ausnahmezustand entscheidet’. Diese Bestimmung der Souveränität ist falsch, weil in ihr Gott nicht vorkommt und sie selber nur Dezision ist, nicht Deduktion.

Souverän ist jede Entscheidung, die vor Gott allein zu verantworten ist. Vor Gott tritt man aber als Person und nur in der Frage, ob man das ist, als was man auftritt; ob der Einzelne oder das Volk sich als Person und damit als Ebenbild Gottes gewahrt hat. Dies ist immer die Entscheidung über Sein oder Nichtsein des Göttlichen und damit des Politischen im Menschen” (a.a.O. S.1)

In diesen Sätzen klingt an, daß Oberlercher in einer anderen Wahrnehmungswelt heimisch ist als jene, die die Unruhe in sich trugen, die sich in der Rückschau als „68er” mißkannten.

Über die Erscheinung, die allgemein als „68er-Bewegung” bezeichnet ist, läßt – wie allgemein – sich nur dann etwas „Vernünftiges” sagen, wenn geklärt ist, in welcher Begrifflichkeit zugegriffen werden soll und die Frage beantwortet ist, ob diese dazu taugt, Erkenntnisse zu gewinnen.

Oberlercher steht auf dem Boden des Hegel’schen Denkens, dessen Erkenntnistauglichkeit die Deutsche Idealistische Philosophie, die mit Kant eine kritische Wendung genommen hatte, parallel zur Französischen Aufklärung gezeigt hatte. Dieses Denken bestimmte bis zum Ersten Weltkrieg das Geistesleben in Mitteleuropa, und brachte dort die völkisch-organische Staats- und Politiktheorie zur Geltung.

Diese Blüte des Deutschen Geistes wurde von den im Schießkrieg siegreichen Westmächten vernichtet. Die Weimarer Reichsverfassung von 1919 wurde von dem Juden Hugo Preuß nach den Direktiven des US-Amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson ausgearbeitet, die vom Geist des Liberalismus und Demokratismus durchtränkt ist: Sie prägte die Verfallszeit in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, bis sie durch die einmalig erfolgreiche nationalsozialistische Bewegung negiert wurde.

Unter diesen Bedingungen erlitt die Deutsche Idealistische Philosophie mit der „Konservativen Revolution” eine gegengeschichtliche Deformation, auf die Oberlercher wie folgt hinweist:

„In ganz Deutschland ist das demokratische Regime ein uneigentliches, weil es 1918 wie 1949 durch die fundamentale Inhomogenität fremdvölkischen Siegerwillens aufgezwungen wurde. Demokratie in Deutschland leidet also unter doppelter Seinsvergessenheit: Unter Vergessenheit ihres eigenen Seins einer Volks- und Willenshomogenität durch die Voraussetzungen der Fremdherrschaft und unter Vergessenheit des edlen Seins des Deutschen Volkes, worin in Zeiten der Freiheit von Fremdherrschaft immer die Edlen herrschten. Demokratie dagegen ist die Herrschaft der Vielen, nicht der Besten” (S. 3).

Was lag an, was war passiert?

Es wäre vielleicht besser, die „68er” als die altklugen Kinder des 20. Jahrhunderts zu begreifen, des Jahrhunderts, in dem Gott die Welt verlassen hat, um der Gegengeschichte Platz zu lassen, damit sie sich austobe.

„Altklug” waren sie, weil sie über „letzte Dinge” daherredeten als wüßten sie Bescheid; aber sie wußten  N I C H T S, weil sie in ihrer Zeit überhaupt kein Wissen erwerben konnten.

Der Tag der Besetzung Deutschen Bodens durch die Truppen der Feindmächte war der Tag, an dem die Bildung aus dem Leben des Deutschen Volkes verschwand, weil genau das das Kriegsziel des Feindes war.

In seinen jungen Jahren gab Nahum Goldmann, der später welthistorische Bedeutung als „König der jüdischen Diaspora” und Mitbegründer des Staates Israel erlangte, Zeugnis von diesem Vorhaben. Er schrieb 1915:

„Der individualistische Geist hatte England innerlich an den Rand des Abgrunds gebracht. Eine Reaktion mußte kommen. Sie kam: ein neuer Geist begann sich in England Bahn zu brechen. Seine Vorkämpfer waren die Theoretiker des Chartismus, waren die christlichen Sozialisten, waren die Führer der Genossenschaftsbewegung, … vor allem Carlyle. Die Gedankenrichtung, die sie vertraten, war die soziale, historische, organische; was dasselbe bedeutet: die militaristische, die deutsche. ….das beherrschende Erlebnis im Leben dieses großen Schotten (Carlyle) war die innere Überwindung der individualistischen französischen Aufklärungsphilosophie, der atomistischen englischen Nationalökonomie und die Entdeckung der organischen, synthetischen deutschen Philosophie. Carlyle war begeisterter Bewunderer deutschen Wesens, glühender Anhänger der Ideen der deutschen Philosophie. Alle Männer und Richtungen im England des 19. Jahrhunderts, die von schöpferischer Bedeutung sind, stehen unter dem Einfluß Carlyles, unter dem Einfluß deutschen Geistes….. Wäre dieser Prozeß friedlich weitergegangen, er hätte schließlich mit der völligen Überwindung des alten individualistischen Geistes geendet; die Vertreter dieses Geistes spürten es sehr wohl. Als sie friedlich ihre Position nicht mehr wahren konnten, entfesselten sie den Krieg, der Deutschland und den militärischen Geist vernichten sollte (…) Die Parole: Nieder mit dem Militarismus! verkörpert in diesem Kriege das rückschrittliche Element, ein Sieg der Parole wäre ein Sieg des 17. und 18. Jahrhunderts über das 19. und 20. Weil Deutschland das fortschrittliche Prinzip verkörpert, ist es des Sieges sicher. Deutschland wird siegen, und die Welt wird vom militaristischen Geiste beherrscht werden. Wer Lust hat, mag es bedauern und Klagelieder anstimmen; es hindern zu wollen, ist eine Torheit und ein Verbrechen gegen den Genius der Geschichte, das begangen zu haben England und Frankreich noch schwer werden büßen müssen” (Nahum Goldmann, Der Geist des Militarismus, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart-Berlin, 1915, S. 28ff). 

Eine der ersten Kontrollrats-Direktiven ordnete die Vernichtung der Bücher und Zeitschriften an, in denen der Deutsche Volksgeist seinen literarischen Ausdruck gefunden hatte. In den Proskriptionslisten des Kontrollrats waren über 42.000 Titel aufgeführt. Ich erinnere mich noch an die flächendeckende Heimsuchung der öffentlichen Bibliotheken sowie der Bücherschränke in den bürgerlichen Haushalten durch Soldaten der Feindtruppen.

Diese Beräumungsaktion verfehlte ihre Wirkung nicht: Aus Angst vor den angedrohten Repressalien sorgten die Besitzer des Deutschen Bildungsgutes schließlich selbst für die Vernichtung.

Die Hochschullehrer der ideologischen Fächer verloren ihr Lehramt, an den Schulen wurden die Fach-Lehrer von so genannten Volkslehrern ersetzt.

Hegel bestimmt in seiner „Phänomenologie des Geistes” das Wesen der Bildung: daß diese nichts anderes ist,

„als daß der Geist (als Substanz) sich sein Selbstbewußtsein gibt, ihr Werden und ihre Reflexion in sich hervorbringt (W3,33)

 

Bildung – so steht es bei ihm „ist…das Mittel oder der Übergang sowohl der gedachten Substanz in die Wirklichkeit als umgekehrt der bestimmten Individualität in die Wesentlichkeit” (W3,374)

Die Feindmächte hatten „ihren” Hegel wohl studiert, denn sie wußten, wie der Hebel anzusetzen ist, um den kulturellen Volkstod zu bewirken.

Die vorstehend erwähnten Maßnahmen bewirkten nur eine äußerlich bleibende Leere. Der „horror vacui” („Schrecken der Leere”) hätte schnell die Fülle des Deutschen Geistes wiederhergestellt.

Das absichtlich herbeigeführte Vacuum im Bewußtsein der Deutschen mußte mit anderem Stoff, mit anti-deutscher Konversionsmasse gefüllt werden. Das hatten die jüdischen Hexenmeister aus den Erfahrungen gelernt, die sie in der Zwischenkriegszeit nach 1918 sammeln konnten.

Weiterlesen (ab Seite 4)

Autor: endederluege

Hier stehe ich, Henry Hafenmayer, ehemaliger deutscher Lokführer. Ich kann dem Völkermord an meinem Volk nicht mehr tatenlos zusehen. Ich tue meine Pflicht. Ich tue was ich kann.

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