26.04.2019 – Anmerkung zu …

Horst Mahler in Gefangenschaft am 26. April 2019

Anmerkung zu Kan Tsujoschis Kritik an meiner Antwort auf Imke Barnstedts Frage „Was ist Deutsch?“

Daß mir ein in Fernost lebender asiatischer Nationalsozialist eine „Kopfnuß“ verabreicht, ist mir eine besondere Herausforderung. Eine Erwiderung erscheint mir angezeigt. Diese könnte uns weiter und einander näher bringen.

Der Freund nimmt Anstoß an meiner Aussage „Die schlimmsten Deutschen sind jene, die Julfest statt Weihnachten sagen.“

Es ist der Satz wegen dem auch meine Lektoren Bedenken angemeldet hatten, von denen ich mich aber nicht beirren ließ. Dieser Satz hat für meine Antwort auf Imkes Frage eine zentrale Bedeutung. Von ihm will ich partout nicht lassen.

In der „rechten Szene“ ist Hass auf das Christentum weit verbreitet. Dieser Hass ist die Krönung des Vernichtungswerks des Judaismus. Dieser Hass reißt uns den Schwertarm vom Leibe.

Es geht das Wort um: ‚Christentum ist Judentum für Nicht-Juden‘.

Schlimmer kann man sich am Deutschen Volksgeist nicht vergehen. Dessen heilsgeschichtlicher Beruf ist es, das Prinzip des Christentums – die Einsheit von Gott und Mensch – zur Idee zu vollbringen, das heißt, GOTT als Gedanken zu fassen und diesem Wirklichkeit zu geben. Das ist der Tod Jahwes.

Die Philosophie bestimmt die Vorstellungen der Menschen und damit deren Handlungen. So greift Philosophie in das Weltgeschehen ein (Hegel).

Die Wahrheit erscheint zunächst als Bilderwelten, die sich zu wohl unterschiedenen Religionen zusammenfügen. Kraft ihres innewohnenden Anspruchs, die Wahrheit zu offenbaren, stehen sie sich in Todfeindschaft gegenüber.

Judaismus und Christentum sind dabei nicht nur auf diese allgemeine Weise einander Feind, sie sind in ihrem Wesen aufeinander bezogen – jede als explizite Negation der anderen.

Es ist eine nicht mehr bezweifelbare Wirklichkeit, daß die Götterwelt der Nordvölker im Kampf mit dem Christentum untergegangen ist. Kan Tsujoschi fragt nicht nach dem Grund diese Geschehens.

Das Germanentum hat mit seiner Darstellung der göttlichen Macht in verschiedenen menschlichen Charakteren den Boden bereitet für die Aufnahme des christlichen Prinzips der Unterschiedenheit und untrennbaren Einsheit von Gott und Mensch.

Es war also nicht Schwäche des nordischen Geistes, sondern dessen Affinität mit dem Christentum, die die Konversion der Germanen zur abendländischen2 Christenheit ermöglichte. Diese wurde die Geistesgestalt, die in einem 1000- jährigen Ringen die mondiale (weltumspannende) Zivilisation geprägt hat. In allen Erdteilen wird Weihnachten als das Fest zur Erinnerung an die Geburt Christi gefeiert. Vom „Julfest“ wissen nur noch wenige Deutsche die spirituelle Bedeutung. Die Deutsche „Weihnacht“ ist Revolutionsfeier gegen das Judentum und zusammen mit dem Osterfest der Erinnerungskult der Christenheit. Er hält die Überwindung des Judaismus als Aufgabe im Bewußtsein der Völker. (Vergleiche das klassische Karfreitagsgebet)

Sowenig die blutige Seite des historischen Nationalsozialismus dessen Wahrheitsgehalt infrage stellt, sowenig berührt die Gewaltsamkeit der Bekehrung der Völker zum Christentum die Offenbarung Gottes durch Jesum Christum. Von diesem geht als Wort Gottes die Ermahnung aus:

„Ihr sollt nicht wähnen daß ich gekommen sei Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Matthäus 10,34)

Damit ist gesagt: „Das Recht wohnt nicht beim Stärkeren; es wohnt bei dem, der vollkommener ist“ – denn Recht ist Geist, als gesetzter Wille sich zu erhalten und sich zu entfalten.

Dieser Wille und das Schwert sind Eins: Es ist kein Recht ohne das Schwert; und keine legitimierte Gewalt ohne Recht.

Deutschtum ist das durch das Christentum in eine höhere Gestalt erhobene Germanentum. Als solches ist es die Substanz des Abendlandes. Dessen politisches Zentrum ist das „heilige römische Reich deutscher Nation“.

Kan Tsujoschi stellt die Frage „warum zum Beispiel weder Engländern noch Franzosen, die ebenfalls Christen waren, sondern eigens den Deutschen eine Schlüsselrolle in der Menschheitsgeschichte zukomme“.

Völker sind Erscheinungen eines Inneren, das in sich mannigfaltig gegliedert, der von Hegel entdeckte Begriff im Sinne des Ganzen (System) der Denkbestimmungen (Logik) ist. Dieses Innere ist unendlicher Trieb sich zu äußern zu dem Zweck, in seiner Erscheinung seiner Selbst ansichtig und bewußt zu werden. Die Weltgeschichte ist in dieser Sicht das prozesshafte Erwachen Gottes, das notwendig zugleich das Werden der Welt ist, die widerspiegelt, was Gott von sich weiß.

Die Genealogie Gottes ist abgebildet in der Menschwerdung des Menschen, die wir als Reifeprozess an jedem menschlichen Individuum wahrnehmen, wobei diese Wahrnehmung selbst ein wesentliches Moment der Reifung ist. Jeder Mensch wird nur unter seinesgleichen zu einem Menschen. Ohne dieses Zusammen brächte er es nur zu einem Kaspar Hauser.

Ebenso wird Gott nur unter Menschen zu dem, was er ewig ist.

Die Schlüsselrolle des Deutschtums in der Weltgeschichte hat ihre spirituellen Wurzeln im deutschen Wald. Dieser ist die notwendige Kulisse für das Erwachen der vom Verstand zu unterscheidenden Vernunft, deren erstes Erscheinungsbild der deutsche Mystizismus ist. Die lebenserhaltende Macht der Germanen war durch den Wald u n s i c h t b a r und doch allgegenwärtig. Das ist der Grund warum den Deutschen der Materialismus wesensfremd ist.

Daß der von Varus geführte römische Heerwurm von Waldmenschen im Teutoburger Wald zertreten wurde, ist von hoher Aussagekraft.

Die zu damaliger Zeit größte Militärmacht der Welt anzugreifen, zeugt von einem unerschütterlichen Vertrauen der Germanen in eine u n s i c h t b a r e Macht.

Während sich die Militärmacht Roms in den gewaltigen Heerzügen und den groß angelegten Schlachten im offenen Gelände offenbarte, hielt die an den Wald gebundene Lebensweise der Germanen deren Wehrmacht im Verborgenen.

Der Zusammenhalt der römischen Legionen beruhte auf der Überwindung ihrer multiethnischen Zerklüftung durch ein ausgeklügeltes Beutesystem, dessen Basis die Kolonisierung der eroberten Völker und Landschaften bildete.

Anders bei den Germanen. Ihre Kohorten waren durch Blutsbande und den ursprünglichen Volksgemeinschaftsgeist festgefügt. Ging es im Kampf nicht um Beute, sondern um die Freiheit ihrer Stämme, wurden sie zu Berserkern. So entdeckten sie in sich Kräfte, von denen die Welt nichts wusste.

Nach der Niederlage des Varus im Jahre 9 christlicher Zeitrechnung waren die Germanen östlich vom LIMES nie wieder einer lang dauernden Fremdherrschaft ausgesetzt. Ihre Christianisierung ließ noch lange auf sich warten. Ihr Denken blieb über Jahrhunderte frei. Es war mehr oder weniger nur ein Raunen des Geistes; aber umso tiefgründiger. Die Fesseln des Aristotelismus legte ihnen erst die katholische Kirche im zweiten Jahrtausend nach Christi Geburt an.

Adolf Hitler hat auf denkwürdige Art und Weise die geistige Wirkung des LIMES untersuchen lassen, um einen in der nationalsozialistischen Bewegung zutage getretenen Konflikt besser zu verstehen. Er gab Anweisung, auf einer großen Wandkarte vom Deutschen Reich schwarze und braune Fähnchen zu stecken. Die braunen standen für die im Reich verteilten Grundorganisationen der SA, die schwarzen für diejenigen der SS. Nach Fertigstellung besichtigte er die Karte und verfiel in ein langes Schweigen. Schließlich gab er den Befehl, die Karte zu verhängen und niemandem mehr zu zeigen. Der Grund: Die gesteckten Fähnchen machten eine spirituelle Spaltung des deutschen Volkes sichtbar.

Die braunen Fähnchen hatten ein deutliches Übergewicht in den Reichsteilen östlich des LIMES während die schwarzen im Reich westlich des LIMES das Bild dominierten.

Von dieser Episode berichtet der ehemalige Stabschef der SA, Otto Wagener in seinem Buch „Hitler aus nächster Nähe“.

Hitler dürfte sich bewußt gewesen sein, daß in der Zeit der „Weimarer Republik“ von Köln und München aus Bestrebungen gefördert wurden, die auf eine Ausgliederung des Rheinbundes und Bayerns aus dem Deutschen Reich zielte.

Aus asiatischer Sicht ist die Frage, „warum z.B. weder Engländern noch Franzosen, die ebenfalls Christen waren, sondern eigens uns Deutschen eine Schlüsselrolle in der Menschheitsgeschichte zukommt“, nicht kritisch zu kommentieren. Stellt ein Deutscher dieselbe Frage, wäre ihm wohl der „Kopf zu waschen“.

Ein Deutscher sollte sich der Tatsache bewußt sein, daß in seiner Heimat östlich des LIMES ein Martin Luther gegen die katholische Kirche aufgestanden ist und in einzigartiger Weise die „Freiheit eines Christenmenschen“ gegen die Kirche geltend gemacht hat.

In der Lutherischen Revolution erscheint die Tatsache, daß die Einpflanzung des Christentums in den deutschen Geist erst die Wahrheit der Botschaft Jesu, die auf Befreiung des Menschen gerichtet ist, erblühen ließ. Und es ist keine nur äußerliche Begebenheit, daß Luther nach Jesus von Nazareth der zweite weltgeschichtlich bedeutende Revolutionär gegen das Satanwesen des Judentums ist. Seine Schrift „Von den Jüden und ihren Lügen“ ist rein theologisch gehalten und eines seiner bedeutendsten Werke, in dem es über den Thesenanschlag weit hinaus geht und die für die Satanisierung der katholischen Kirche verantwortliche Macht beim Namen nennt.

Weder die Engländer noch die Franzosen haben in der Weltgeschichte Zeichen gesetzt, aus denen zu schließen wäre, daß sie das Christentum als Weltbefreiungsbewegung erkannt haben. Wie könnte ihnen da eine „Schlüsselrolle“ für den „Gang Gottes durch die Welt zu sich selbst“ (Hegel) zufallen?

Die Wirklichkeit Gottes in der Welt ist das, was Gott von sich weiß. Hier kommt es auf den Unterschied von Wahrheit und Wissen an. Die Wahrheit ist ewig unveränderlich. Wissen der Wahrheit ist in Entwicklung begriffen und die widersprüchliche Einsheit von „schon“ und „noch nicht“. Nur was von der Wahrheit schon in Wissen von ihr übergegangen ist, bestimmt die Handlungen der Menschen und durchdringt dadurch die Welt, die sich entsprechend ändert.

Die Wahrheit ist Trieb, sich vollkommen als Wissen von sich zu finden. Für diese Entwicklung fällt jenem Volksgeist die Schlüsselrolle zu, in dem sich „das Noch – Nicht – Gewusste“ an das Licht des Bewusstseins drängt.

Was sich dem Wissen offenbaren will, hat sich gezeigt in der Deutschen Idealistischen Philosophie und im historischen Nationalsozialismus.

In der Philosophie Hegels hat sich das „dritte Auge“ aufgetan, das zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte Gott als Realität wahrnehmbar macht.

Im historischen Nationalsozialismus hat der Deutsche Volksgeist die Welt durchdrungen mit der Idee der Einsheit von Einzelwesen und Gemeinwesen.

Beide Momente sind in ihrer Weltwirklichkeit reale Negationen des Mosaismus, dessen Prinzip die Trennung von Gott und Mensch ist.

Wer „Julfest“ statt „Weihnachten“ sagt, steht mit seinen Gedanken nicht in der Schnittstelle von Gegenwart und Zukunft; der verschwendet sich an eine Vergangenheit, die nicht wiederkehrt. Das ist das Schlimme an ihm; denn er fehlt in unseren Reihen.

Die Niederlage der deutschen Philosophie und des historischen Nationalsozialismus entspricht der Dialektik des Entwicklungsbegriffs.

Der Trieb des Geistes ist die widersprüchliche Einsheit von ERHALTUNG und ENTFALTUNG. Der Selbsterhaltungstrieb des Bestehenden bekämpft als die „Alte Erde“ die mit der Entfaltung entstehende „Neue Erde“ (Offenbarung 21,1). Diese ist im Anfang relativ schwach im Verhältnis zur gewordenen Welt, die in einer letzten Anstrengung ihre Kräfte sammelt, um die Bedrohung durch die „Neue Erde“ zu liquidieren.

In diesem Kampf wachsen der „Neuen Erde“ die Muskeln, während der „Alten Erde“ alle Kraft schwindet.

Die tagtäglichen Nachrichten der „Lügenpresse“ spiegeln diesen Verlauf wider.

Es ist nicht schwer in der Kritik Kan Tsujoschis den Grund auszumachen, warum unsere Gedanken nicht zueinander finden.

Kan Tsujoschi schreibt:

„In der Tat dient jede Religion – als Wissenschaft des Archetypus – zur Erklärung der Natur, wozu die differenzierten Naturgötter viel besser taugen als ein egalistischer Wüstengott.“

Damit passiert das Übliche: Wir sprechen nur scheinbar dieselbe Sprache. In Wahrheit reden wir aneinander vorbei.

Kan Tsujoschi spricht – das heißt denkt – von Religion, daß es sich um ein M i t t e l zur E r k l ä r u n g der Natur handelt. Geist und Natur sind darin in T r e n n u n g ausgesprochen. Die Natur sei – so scheint Kan Tsujoschi zu denken – auch dann noch, wenn der Geist nicht mehr ist.

Hegel hat in seiner „Logik“ gezeigt, daß diesem Satz die Gewissheit der Wahrheit abgeht. Die moderne Physik bestätigt ihn.

Aber es kommt noch schlimmer: Der Kritiker sortiert die Götter nach ihrer Tauglichkeit für die Erklärung der Natur. Gott ist ihm – wie der „Frankfurter Schule“ – eine menschliche Zweckerfindung zur Bekämpfung existenzieller Ungewissheit (Kontingenz). Der Begriff (nicht Definition) der Religion ist die Teilhabe des endlichen Geistes (Menschen) am Selbstbewußtsein Gottes. In der Religion erfahren wir, wie und als was Gott sich (schon) weiß.

Im Christentum weiß sich Gott in Eins mit der Natur – versinnbildlicht in Jesu als S o h n Gottes – , während Jahwe jene Gestalt des Selbstbewusstseins Gottes ist, die sich alles Sinnliche als feindliches Prinzip (Götze) vorstellt, an dem seine Herrlichkeit verendet. Das Resultat dieses Bewusstseins ist das Wesen Jahwes als Vernichtungswille – gerichtet gegen alles Sinnliche schlechthin – vom Propheten Jesaja ausdrücklich benannt:

„Kommt herzu, ihr Heiden, und höret; ihr Völker, merkt auf!
Die Erde höre zu und was sie füllt, der Erdkreis und was darauf
lebt!
Denn der HErr ist zornig über alle Heiden und ergrimmt über alle ihre Scharen. Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingeben. Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, daß der Gestank von ihren Leichnamen aufsteigen wird und die Berge von ihrem Blute fließen.“ (Jesaja
34, 1-4)

Indem Kan Tsujoschi Religion als M i t t e l bestimmt und sich im Modus der E r k l ä r u n g zur Natur ä u ß e r l i c h verhält, steht er mit beiden Beinen fest im Mosaismus, dem Boden des Atheismus und des Materialismus – was ein und dasselbe ist – , ohne sich dessen bewußt zu sein.

Das ist kein Werturteil – schon gar nicht ein moralisches. Es ist eine Feststellung. An ihr ist aufzuzeigen, daß sie richtig ist.

Im Denken, wie wir es gewohnt sind, wenn wir über das Denken nicht nachgedacht haben, (was das Geschäft der Philosophie ist) steht der, der etwas e r k l ä r t , auf der einen Seite, der Gegenstand, der erklärt wird, auf der anderen.

Was geschieht in diesem Verhältnis? Der Gegenstand ist schon da, der „Erklärer“ kommt hinzu. Stirbt der „Erklärer“, ist der Gegenstand immer noch da.

Hegel z e i g t , daß diese Sätze nicht Wahrheit ausdrücken. Sie haben nur einen pragmatischen Richtigkeitswert im Umgang mit vermeintlich leblosen Dingen. Im Reich des Lebendigen produzieren sie nur Irrtümer – mit teilweise tragischen „Nebenfolgen“.

Bewegung, Entwicklung, Leben, Familie, Gemeinwesen, Volk, Staat, Nation, Geschichte, Gott – sind in Wahrheit mit diesem Denken nicht zu fassen. Der Satz Jesu im Johannesevangelium: „… und w e r d e t die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh. 8, 32) hat weittragende Bedeutung.

Irgendein Dichter hat das Problem in die Worte gefasst: ‚Der Mensch ist zur Freiheit geboren und lebt doch überall in Ketten.‘ – So oder ähnlich.

In den vorstehend bezeichneten Bereichen lebt der Mensch als Handelnder, nicht als Zuschauer oder erklärender Moderator. Was bestimmt sein Handeln, damit nicht alles auseinanderläuft und „jeder sein eigenes Ding macht“? Was – wenn nicht die Philosophie – bestimmt seine Vorstellungen, die sein Handeln „orientieren“?

Es sind einzig die distinkten Religionen, die als Geltung heischendes Orientierungssystem die Menschheit in Handlungsfähigkeit erhalten. Sie haben diese erstaunliche Kraft, weil in ihnen – unerkannt – die Vernunft waltet. Ohne diese Orientierung stirbt alles Menschliche, das ohne die Gnade des Instinkts sein Dasein fristen muss.

Der Dschihadismus unserer Tage bringt dieses Verhältnis von Religion und menschlichem Leben zum Bewußtsein. Er verteidigt den Mohammedanismus als die Lebensgrundlage der muslimischen Völker gegen den Atheismus und hat in soweit das Recht auf seiner Seite.

Der Kampf der westlichen „Wertegemeinschaft“, die jegliche religiöse Daseinsordnung als „Fundamentalismus“ verunglimpft und verfolgt, ist Ausdruck der Erkenntnis der Judenheit, daß die Globalisierung der Völker zur passiven Biomasse nur durch die Aufklärung, das heißt die Erhebung des Atheismus zur Zwangsreligion der „Menschenrechte“ zu bewerkstelligen ist. Das ist ein tödlicher Konflikt – von dem das christliche Abendland profitiert.

Ein Blick auf den jämmerlichen Zustand des Lebensschutzes, der Familie, der Gemeinwesen, der Völker, der Staaten und Nationen im Herrschaftsbereich des „Westens“ zeigt, wie weit der globale Völkermord in dieser Region fortgeschritten ist.

„In der Gefahr wächst das Rettende auch.“ (Hölderlin). Dieses aber kann nicht mehr die „Rechtleitung“ durch religiöse Offenbarung, Bilder, Vorstellungen, Gleichnisse oder Heilslehren sein.

Der zum Selbstbewußtsein gereifte Geist vermag aus jenen spirituellen Gegenständen nicht mehr, die Gewissheit der Wahrheit zu schöpfen. Der Verstand hat in jüdischem Besitz wie eine Abrissbirne die Schutzhütten des kindlichen Zutrauens zu Gott planiert. Eingedenk ihrer Zerbrechlichkeit wird kein Volksgeist mehr auf den Gedanken kommen, sie wieder aufzurichten. Eine solidere Bauweise ist gefragt.

Ein Denken, das das Paradox von Achilles und der Schnecke ebensowenig zu lösen vermag, wie die Rätsel, die das Licht und die schwarzen Löcher aufgeben, das „das faktische Sein des Absoluten nicht mehr zu fassen, geschweige denn das Paradox einer absoluten Person sich zu vergegenwärtigen vermag“ (Martin Buber, Werke, Band 2, ‘Schriften zur Bibel’,Kösel Verlag, München 1964, S. 1082), kann zum Heil nichts mehr beitragen. Dieses Denken führt die Menschheit unausweichlich in die Sackgasse des Atheismus.

Deutsche Philosophen haben ein anderes Denken entdeckt; ein Denken, das gar nicht denken kann, daß Gott nicht ist. Dieses Denken zeigt, daß „Sein“ und „Nichts“ dasselbe ist; daß der Widerspruch das Zeichen der Wahrheit, die Widerspruchsfreiheit der Unwahrheit ist; daß EIN Punkt denknotwendig eine Komplexion unendlich vieler Punkte ist und wahrhafte Unendlichkeit die Endlichkeit in sich fasst.

Es ist Denken, das „das Paradoxon einer absoluten Person sich zu vergegenwärtigen vermag“. Diese ist Gott, der nicht auf den Menschen trifft und sich diesen zu seinem Eigentum macht, sondern der sich selbst als Mensch erscheint, um sich in ihm zu erkennen.

Im Begriff der „Erscheinung“ ist Unterschied, der die Diesselbigkeit (Identität) mit ihrem „Grund“ nie verliert, also von der Existenz ihres Grundes nicht getrennt werden kann. Der Grund ist Grund nur vermittels der Erscheinung; wie der Vater nur Vater ist vermittels des Sohnes.

So ist die Erscheinung nur vermittels des Grundes, wie der Sohn nur durch den Vater Sohn ist.

Jahwe will die Völker zur Schlachtung dahingeben; hat also seinen Sohn nicht erkannt. Er wähnt, in Herrlichkeit zu erstrahlen, wenn er seine Erscheinung ausradiert. Der Unterschied ist ihm Trennung.

In gleicher Weise trennt Kan Tsujoschi, was nicht trennbar ist. In seinem Denken findet der Geist (die Religion) die Natur als sein Anderes vor und will diese – ein ihm Fremdes – „verstehen“, vermittels „Erklärung“. Nichts deutet bei ihm darauf hin, daß ihm die logische Einsheit Unterschiedener (Identität von Identität und Nichtidentität/Hegel W5,74) als „Definition“ Gottes ein Begriff ist.

So ist ihm „Religion“ Mittel und nicht Zweck. Das „erklärt“, daß er die nordischen Götter zu Werkzeugen der „Erklärung“ der Natur herabwürdigt.

Ahnenverehrung sieht anders aus.

Ins Leere geht auch die Empfehlung des Rezensenten, den „Deutschen Sonderweg“ einzuschlagen, „sich aufs Erbgut statt der Erschaffung“ zu besinnen.

„Erbgut“ sind in der Erinnerung abgelegte Informationen (Auch das Wesen der „Gene“ ist Information!). Informationen sind – ähnlich wie die Natur – Entäußerungen des Geistes, die der Wiederverinnerlichung im Geiste bedürfen, um in der Welt zu wirken. Sie haben also ihr SEIN in der Erschaffung von Welt.

Und was – bitteschön – ist ein „egalistischer Wüstengott“? Das habe ich schon bei Alfred Rosenberg nicht verstanden.

Gott ist der EINE, sich ewig Gleiche, der in Raum und Zeit sich seine Vollkommenheit offenbar macht. Der Mensch ist sein Bewußtsein (Hitler im Gespräch mit Otto Wagner).

Als der in sich widersprüchliche Zweck, sich zu erhalten und zu entfalten, ist die Idee (die mit dem Begriff die übereinstimmende Wirklichkeit) G o t t e s K a m p f . Sein Zweck ist es nicht, für uns Menschen die Welt „schön“ und friedlich zu machen. Sich zu wünschen, daß es anders wäre, ist kindliche Geistesschwäche. Daß der Mensch sterblich ist, ist die Ansage des Geistes, daß nicht das Leben in der Welt das Höchste ist sondern die Freiheit, das heißt das SEIN, das vom Geist selbstbewußt bestimmt ist unter Ausschluss jeglicher Fremdbestimmung. Das Leben ist diesem Zweck aufgeopfert. Das Bewußtsein davon scheint auf im Eid, den Soldaten zu leisten haben.

Das für den Menschen erreichbare höchste Glück ist die Zufriedenheit mit seinem Beitrag zur Freiheit des Geistes.

Die Welt ist, wie Gott sich weiß (Hegel). Religion ist das Wissen dieses Wissens im endlichen Geist, und für diesen die Handlungsanleitung für die irdische Teilnahme am Kampf um die Verwirklichung Gottes als Welt. Und Gott macht keine Fehler.

Religiosität der Individuen eines Volkes ist nicht Privatsache. Sie ist die Kraft des Volkes, nicht passiv, sondern gestaltend in der Welt zu sein. Das Volk ist das Dasein der Religion und Multireligiösität Zersetzung des Volkes.

Im deutschen Volk bahnt sich seit 500 Jahren der Übergang des Geistes vom Glauben (Religion) zur Wissenschaft des Geistes an. In dieser ist die religiöse Zerklüftung der Völker im Sinne der Feindseligkeit des allgemeinen Zustands überwunden.

So wenig Religion Privatsache ist, sowenig ist die Wissenschaft des Geistes dem egoistischen Individuum überlassen. Wie das Leben, die Familie, das Gemeinwesen, das Volk, der Staat und die Nation zu l e b e n ist (denn alles ist ein und dasselbe), ist nur noch in der Vernunft zu finden, denn diese allein beendet das Leiden des Atheismus.

Die Bomber-Märtyrer des Dschihad vermögen dem Atheismus nicht Einhalt zu gebieten. Und die Scharia hat nicht mehr die Heilkraft, das Wurzelgeflecht der Völker – die Familie – zu sanieren. Was jene Todesbereiten anstreben, vermag nicht die Gewalt zu bewirken, sondern nur der Geist in seinem Beisichsein.

Anders als der Atheismus bedroht die Wissenschaft des Geistes nicht die eigentümlichen Kulturen der Völker, deren religiöse Fundamente. Die erkannte Vernunft erkennt sich in den besonderen Religionen und führt diese in Freiheit auf den Weg der Selbsterkenntnis zu vollkommneren Gestalten Gottes. Das ist das Gegenteil der „Verwestlichung“ der Welt. Der Dschihad verliert seinen Grund.

Der Nostalgismus, wie er in Kan Tsujoschis Rezension zum Ausdruck kommt, ist als solcher bewußt zu machen. Dann ist er auch schon wieder verschwunden, weil er als Bedrohung erkannt ist. Er ist Bedrohung, weil er die Inversion des Geistes ist, in dem dieser seine vollkommenere Gestalt aus dem Auge verloren hat.

Die Deutsche Idealistische Philosophie als selbstbewußte Vernunft gibt Einblick in das Wesen des Kampfgeschehens zwischen dem Westen und der Welt des Islam. Es geht auch ums Öl; aber das ist nur die Oberfläche. In Wahrheit ist es ein Kampf der Kulturen im Sinne eines (noch) nicht aufgehobenen Widerspruches im Wesen Gottes: zwischen dem vom Gemeinwesen losgerissenen (egoistischen) Individuum und dem im Gemeinwesen (noch) nicht zur Person befreiten Individuum.

Die Lösung des Konflikts ist die Vernunfterkenntnis, daß Einzelwesen und Gemeinwesen die „zwei Seiten einer Medaille“ sind. Der historische Nationalsozialismus war der Beginn der Durchdringung der Welt mit dieser Erkenntnis. Der Kampf der Kulturen ist die Notwendigkeit der Auferstehung des Nationalsozialismus aus seiner zeitweiligen Niederlage. Diese Auferstehung ist das Ostern der Völker.

OHNE WEIHNACHTEN KEIN OSTERN