Brief an H – 30.10.2017

Horst Mahler
JVA Brandenburg

30. Oktober 2017

Hallo Henry,

Deinen Brief vom 26. d.M. habe ich erhalten, die Anlage aber nicht.

Deine Frage: „Was fangen wir Jungen mit diesem Wirrwarr an?“

Dazu: Geht mich der „Wirrwarr“ überhaupt etwas an?

Du kommst auf die Welt. Niemand hat dich gefragt, ob dir das recht ist. Verdammt „undemokratisch“ – oder doch nicht?

Hast Du die Sprache erfunden, mit der du „kommunizierst“, daß Du hungrig bist? Bist Du Geist, wenn Du keine Sprache hast?

Warum wohl stehen Kinder und Jugendliche unter der Vormundschaft ihrer Eltern? Warum sind Eltern unter Strafandrohung „gezwungen“, ihre Kinder ab dem 7. Lebensjahr in die Schule zu schicken? Wo sie dort doch „nur mit geistigem Durchfall“ abgefüllt werden? Es gibt Eltern, die sich dem Schulzwang widersetzen – und dafür ins Gefängnis gehen. Sind sie deshalb Freiheitskämpfer?

Zieh alles ab, was Dir auf der Schule beigebracht wird. Wärest Du „Mensch“ den man frei rumlaufen lassen könnte?

Ist es nicht das Besondere an der menschlichen Existenz, daß alles Fühlen, Wünschen, Wollen, Tun, Bewirken usw. von Denken durchwirkt ist?

Du denkst. Aber was weißt Du vom Denken?

Ja, muß man etwas vom Denken wissen? Wir verdauen doch unsere Speisen auch ohne Kenntnis der Stoffwechselphysiologie.

Aber was ist, wenn Du etwas „Unrechtes“ zu Dir nimmst und Dir deshalb furchtbar „übel“ wird. Da sollte wohl ein Arzt in Deiner Nähe sein, der Dir die Symptome nicht nur „erklärt“, sondern der auch gegen eine Fleischvergiftung das richtige Gegenmittel wüßte. Zu diesem Ende braucht der Mensch als Arzt Kenntnisse der Physiologie.

Und ist es nicht so, daß die Menschheit durch menschliches Handeln, also durch Denken in die mißliche Lage geraten ist, die Dich zum Handeln drängt?

Allen Versuchen, das Grauen zu wenden, begegnet der Zyniker mit der Frage Nitzsches: „Wozu Mensch überhaupt“?

Solange Du auf diese Frage keine im Denken gerechtfertigte Antwort geben kannst, schwebst Du in der Gefahr, in den agnostischen Zynismus abzugleiten – und so zum „Verräter“ zu werden. Denn ohne die richtige Antwort darauf hättest Du nicht die innerliche Kraft, im Verfolgungsfalle Folter und Todesangst standzuhalten.

Was könnte mich davon überzeugen, daß Politik, gar „Freiheitskampf“ für Dich mehr ist als nur „personality-show“?

Was taugt Deiner Meinung nach „zum Kampf für die Freiheit“? Aufklärung? – Dann lies doch bitte mal meinen Brief an XXX!

Und was ist für Dich „Freiheit“?

Der Geist ist frei, wenn er weiß, daß er von nichts bestimmt ist, das nicht er selbst ist. Der Zweck der Weltgeschichte ist die Erlangung dieses absoluten Wissens.

Was immer Du Dir als wünschenswert vorstellen magst, ist gänzlich bedeutungslos, wenn Du damit nicht „im Trend liegst“ ; d.h. wenn Dein „Handlungsvektor“ von Deinem Standpunkt aus nicht einen Beitrag leistet zu einem höheren Selbstbewußtsein Gottes.

Hier hast Du die Meßlatte für Dich viel zu niedrig gelegt.

Du hast das, was man „Intelligenz“ nennt – Du bist Mutig. Daraus kannst Du mehr machen als, was von Dir bisher ausgegangen ist. Oder reicht es Dir, daß „man“ (WER ist das?) Dir auf die Schultern klopft? Dein Denken ist gefragt. Also verweigere Dich nicht! Oder gehörst Du zu jenen, die sich gekränkt fühlen, wenn man ihnen zumutet, in ihrem Leben noch etwas dazu zu lernen?

Du verlangst von der Philosophie „Erklärungen“. Damit machst Du Dich unfrei: nämlich abhängig von den Erklärenden. Was ist für Dich Philosophie anderes als das Denken des Denkens? Vor allem ist Philosophie nicht eine Schule des Denkens. Und vor Hegel hatte die „Philosophie“ kein Wissen von sich.

Philosophie klärt Dein Denken dadurch, daß sie Dir zeigt, was das Denken als solches von sich sagt, indem es denkt. Hegel zeigt, daß sich das Denken nach der Kantschen Krise wieder vertrauen kann, indem es erkennt, daß es bisher „falsch“ gedacht hat.

Dieses so ganz andere Denken beendet – wenn es wirklich nachdenkt – in Deinem Kopf die Herrschaft des Verstandes, der das Geheimnis der Jüdischen Weltherrschaft ist.

Wenn Du Deine Hand anschaust, siehst den Daumen, der in Opposition steht zu den fünf Fingern. Und Du weißt, daß die Hand ohne Daumen nicht(s) (be)greifen kann. Die Hand ist nur ein Gleichnis für den Begriff, wie Hegel ihn erfaßt hat. Der Daumen ist das „Nein“ (die Opposition) gegen die Gestalten der Wahrheit, wie sie in den verschiedenen Völkern erscheint.

Aber ohne Daumen können die Finger nicht greifen. Die Hand ist EINS, in dem die Momente Finger und Daumen in ihrer Ungetrenntheit die Möglichkeit des (Be)greifens ist.

Du willst „begreifen“ und bist doch nur der Daumen, verständiges = jüdisches Denken.

Deine Pflicht als Deutscher ist es, die Hand zu werden, die begreift. Allein das ist schon die Befreiung.

Und damit komme ich mit dem mir zur Deutung aufgegebenen Hegelzitat:

„Wir müssen überzeugt sein, daß das Wahre die Natur hat, durchzudringen, wenn seine Zeit gekommen, und daß es nur erscheint, wenn diese gekommen, und deswegen nie zu früh erscheint noch ein unreifes Publikum findet; auch daß das
Individuum dieses Effekts bedarf, um das, was noch seine einsame Sache ist, daran sich zu bewähren und die Überzeugung, die nur erst der Besonderheit angehört, als etwas Allgemeines zu erfahren.“

In der Weihnachtsgeschichte heißt es: „[…] und als ihre Zeit gekommen war […] „ Und Schwangere werden oft gefragt: „und wann ist es soweit?“ Auch wieder nur ein Gleichnis für den Logischen Gedanken „Wahrheit“.

Die Wahrheit ist lebendiger Gott. Leben ist Entwicklung.

Beim Menschen ist die Zeit der Geburt gekommen nach neunmonatiger Schwangerschaft, während der die vereinigten weibliche und männliche Samenzelle sich über mannigfaltige embryonale Formen hinweg zum vollausgebildeten menschlichen Körper entwickelt. Natürlich würden die Eltern sogleich nach der Vereinigung ihres Erbgutes ihr Kind sehen, in den Arm nehmen und liebkosen wollen. Das ist der Unverstand, den in der Politik wir „revolutionäre Ungeduld“ nennen. Diese tröstet die Gewißheit, daß nach neun Monaten das Kind in der Wiege liegen wird.

Im Reich des Geistes erfaßt die Geburt der Wahrheit ein ganzes Volk als den Leib, der – einer Schwangerschaft gleich – in sich das Prinzip seiner neuen Gestalt allmählich soweit im Alten schon ausbildet, daß ihre Deutlichkeit hinreicht, um als das „Neue“ erkannt und durch diese Einsicht lebensfähig ist, indem das Neue nicht nur in wenigen Individuen sondern in deren Massenhaftigkeit handlungsbestimmend wird.

Der Irrtum ist ein Moment der Freiheit des endlichen Geistes, des Menschen. Jeder darf nach Herzenslust herumspinnen. Es wäre aber fatal, würde jeder Furtz die Welt in Bewegung setzen. Der in den Volksgenossen wirkende Volksgeist wirkt hier als Filter. Diesen durchdringen nur jene „neuen“ Gedanken, die in ihm ein Echo finden. Hegel nennt das „das Zeugnis des Geistes“, d.h. diese „neuen Gedanken“ sind an sich im Volksgeist als solchen latent vorhanden. Werden diese Gedanken an irgend einer Stelle (Luther, Hegel, Hitler) ausgesprochen, wirken sie wie ein Funke am Zunder. Dieser flammt auf und entfacht einen Flächenbrand.

Die Fortsetzung des Zitats:

„Hierbei aber ist häufig das Publikum von denen zu unterscheiden,
welche sich als seine Repräsentanten und Sprecher betragen.“

ist richtig zu deuten, wenn man bedenkt, was „Repräsentanten“ und „Sprecher“ dem Begriffe nach sind. Was repräsentieren sie und wer Spricht da?

Im Zweifel repräsentieren sie das Prinzip der „Alten Welt“ und sie reden der Macht zum Munde, die es zu stürzen gilt.

In der Krise der „Alten Welt“, die ihren Sinn verloren hat, sprechen sie die Sprache der Gegengeschichte. Ihnen nicht mehr zuzuhören und ihnen nicht mehr zu glauben, ist bei weitem zuwenig. An ihren Worten muß man mit der Sprache der „Neuen Welt“ aufzeigen, daß sie der Rauchvorhang zur Verschleierung gegengeschichtlicher Anschläge auf den Weltgeist sind.

Diese Sprachgewalt entfaltet sich nur in der Sprechweise der „Neuen Welt“, hier der Welt, in der der Verstand zur Vernunft gebracht ist.

Um den Erwerb dieser Sprachgewalt geht es.

Du fragst: „ist es das, was uns treibt? Wenn, weshalb weiß ich heute, daß es eben dieses ist?“ Gute Frage! Die Antwort auf beide Fragen erschließt sich mit der Aneignung des Hegelschen Begriffs. Nicht anders.

Das heißt nicht, daß jetzt alle Philosophen werden müssen, um dem Prinzip der „Neuen Welt“ Massenhaftigkeit zuzuführen.

Nur in einem verhältnismäßig kleinem Quantum des Volksgeistes braucht das neue Prinzip die Form des reinen Gedankens zu gewinnen. Wie ein Aroma sich dem ganzen Teig mitteilt, so der reine Gedanke des Prinzips dem ganzen Volksgeist.

Was meinst Du mit „Kinderstube“?

Den Satz vom „geistigen Durchfall“ mit Bezug auf Rohrmoser, wirst Du in Deinem späteren Leben vermutlich noch bitter bereuen und Dir wünschen, daß Du den nie ausgesprochen hättest. Er ist Zeugnis für die Arroganz der Ignoranz.

Es ist auch nicht die Bestimmung der Philosophen, „im Kampf“ von Nutzen zu sein. Indem sie unser Gedankengebäude von Irrtümern befreien, versetzen sie uns in die Lage, den Kampf mit Erfolg in unserem Sinne zu führen; denn nur die Wahrheit wird uns frei machen (die hat mit dem Holocaust-Narrativ, bzw. mit dessen Korrektur nicht das Geringste zu tun).

Die Philosophen haben die Wahrheit zum Wissen herauszudenken. Das ist alles. Wahrhafte Gedanken gelten auch dann, wenn der, der sie hat, noch an den Holocaust glaubt.

Den Vernunftbegriff wieder lebendig werden zu lassen, ist das eine. Diesen unmittelbar auf den Zeitabschnitt der Weltgeschichte anzuwenden, in den der Feind den Holocaust lokalisiert, ist das andere. Rohrmoser steht für das Erstere und ich für das Letztere.

Du bist, was zu erwarten war, erschrocken über meinen Satz, daß der „Holocaust“, wenn er nicht Ereignis wäre, erfunden werden müßte. Es wäre aus menschlicher Sicht ein hoch zu schätzendes Verdienst des Erfinders, wenn er dieses Geschehen erfunden hätte

Notwendig für die Sicherung der Zukunft der Menschheit war ein Bewußtseinsschock, der – gemessen mit dem weltgeschichtlichen Zeitmaß – wie ein Blitz in dunkler Nacht die Umgebung sichtbar macht, die tatsächlich vorhandene Defundamentalisierung des Weltgeistes durch JAHWE, uns „zum Bewußtsein bringt“. Ein solches Entwurzelungsereignis  ist logisches EINS, also an sich eine Vielheit. Aus der unendlichen Menge denkbarer Schreckereignisse hat sich der Weltgeist für das Holocaust-Narrativ entschieden.

Und hier greift Hegels Satz, daß sich der Schrecken solange und sooft wiederholen müsse, solange sein heilsgeschichtliches Wesen, die Umkehr einzuleiten, nicht begriffen werde.

Die „Geschichtsrevisionisten“ arbeiten daran, den heilsgeschichtlichen Erfolg des Holocaust-Narrativs zu hintertreiben. Ihre Fehlorientierung erscheint in der Weise, daß Adolf Hitler in der Welt des Islam „klamm heimlich“ kritisiert wird, weil er die Judenheit nicht vollständig vernichtet habe.

Vielleicht erinnert sich Sylvia noch an unseren gemeinsamen Besuch bei einem vermögenden Rittergutsbesitzer irgendwo in Bayern, der uns eingeladen hatte, im Interesse unserer „guten Beziehungen zur Welt des Islam“, unsere Angriffe auf das Holocaust-Narrativ in den diversen Gerichtsverfahren einzustellen.

Mit meiner Rohrmoser-Laudatio habe ich die These vertreten, daß das Holocaust- Narrativ uns Deutsche zwingt, die Gottesfrage neu und diesmal richtig zu stellen. Das dieser Zwang entstehe, weil der Jüdische Schuldkult uns als Volk in höchste Lebensgefahr bringe und gerade dadurch den Deutschen Bemühungen, die Macht JAHWES über die Völker zu brechen, die dafür benötigten geistigen Energien zuführe.

Ich habe diesen Weg weiter ausgebaut mit der Schrift „Was tun?“, in der ich die einzige Stelle kenntlich gemacht habe, an der JAHWE tödlich zu treffen ist.

Dieser Hinweis – dessen bin ich mir sicher – wird den Praxistest bestehen und zur „Massenlinie“ werde. Noch bin ich nicht sicher, daß Du dabei sein wirst. Aber ich gebe so schnell nicht auf.

Wenn aber Deine wirklich extreme Arroganz nicht zeitnah einer temperierten Besonnenheit weicht, könnte es schwierig werden.

Einwände, daß es Gott doch hätte anders einrichten können, nehme ich für eine Erörterung nicht an. Das Geschäft überlasse ich gern den „Sieben Zwergen“.

Und doch noch eine Frage: Was verstehst Du unter „deutschem Denken“, dem sich Rohrmoser . Und damit auch ich mich – entgegengestellt haben soll?

Ich vermute hier einen gedankenlosen Umgang mit dem Wort „Denken“. Liege ich mit dieser Vermutung richtig, magst Du vielleicht meinen, einen „Freiheitskampf“ zu führen. Das wäre aber nur eine Meinung. Die Wahrheit ist es nicht.

Zu erklären ist das nur damit, daß Du Denken als eine Gabe des Menschen verkennst. Dieses Mißverständnis aufzudecken, ist von größter Wichtigkeit. Wenn man sagt: „Der Mensch hat Denkvermögen, ist dieses Prädikat. Das Subjekt des Satzes ist davon unterschieden, Denken aber ist das Subjekt selbst. Ich und Denken ist unmittelbare Einsheit. Das ist der Grund dafür, daß Hegel sagen konnte: In der Weltgeschichte geht es vernünftig zu. Denn Geschichte wird zwar nicht von Menschen gemacht; aber dieselbe geschieht durch Menschen. Diese sind das subjektive Dasein der Vernunft. Wer also ergründen will, was in der Weltgeschichte vor sich geht, muß sich zuallererst an die Vernunft halten, den Begriff ergründen. Dieser ist nicht im Jenseits, sondern erscheinend als Welt und deren Bewegung.

Das JAHWE, d.h. die Judenheit, die real-weltliche Erscheinung des Begriffsmomentes des Verstandes für sich ist, habe ich mir nicht willkürlich einfallen lassen, sondern aus dem Begriff erkannt.

Die Allgegenwart der logischen Negation hat zuerst der Jude Baruch Espinoza (Benedikt Spinosa) ausgesprochen: „omnis determinatio est negatio“ (alle Bestimmtheit ist eine Verneinung). Die Weltgeschichte als der erscheinende Gott macht sich durch den als Volk verfaßten Menschen. Nicht ein einzelnes menschliches Individuum kann die Weltgeschichte bewegen, sondern Völker in ihrer Wechselwirkung aufeinander. Bertold Brecht brachte es auf die Formel: „Auch Cäsar brauchte einen Koch“.

War das geklärt, hatte ich nach dem Volk Ausschau zu halten, das sich als Wirklichkeit der Negation zu erkennen gibt. Ausgangspunkt der Suche konnte nur der Geist selbst sein, der sich als besonderer in der Gestalt der Negation, d.h. als Satan manifestiert. Das entsprechende Existenzialurteil kann nur auf der Grundlage der bewußten Beziehung des gesuchten Volkes zu seinem höchsten Wesen, d.h. in der Religion dieses Volkes, gefällt werden. Die „Satanischen Verse des Mosaismus“ sind diese spirituelle Grundlage.

Selbst wenn es gelänge, in der Gegenwart weitere Völker einer gleichfalls satanischen Spiritualität nachzuweisen, würde das die Sonderrolle der Judenheit nicht in Frage stellen. Wir hätten es dann mit zwei oder mehr satanischen Wesen zu tun.

Gegenwärtig läuft der Versuch, zur Ablenkung von der Judenheit und den „Islamismus“ als Weltsatan einzureden. Ein Blick in den Koran belehrt uns, daß der Mohammedanismus eine den Völkern wohlwollende Religion ist. Deren gewalttätiger Missionsdrang zielt auf die Einbeziehung der „Ungläubigen“ in Umma durch Konversion zum Islam.

Und nur aus dem Begriff, also im Vernunftdenken, ist die absolute Gewißheit zu gewinnen, daß die Entgrenzung der Völker unmittelbar Völkermord ist, ebenso die Durchmischung der Völker, die Zerstörung der Familie, die Sexualisierung der Öffentlichkeit, Gendermainstreaming usw. usf.

Das Vernunftdenken hat zum Resultat, daß die vorstehend aufgelisteten Erscheinungen keine zufälligen Vorhandenheiten sondern Momente der Ausführung des satanischen Vernichtungsauftrages JAHWES sind.

In Deiner Hemdsärmeligkeit wirst Du mir vielleicht entgegen halten, daß Du auch „ohne Hegel“ zu dieser Überzeugung gelangt seist. Wozu also die „Anstrengung des Begriffs“?

Auf die Überzeugung des „Henry Hafenmayer“ werden Viele nichts geben. Wer ist schon Henry Hafenmayer? – Und hätten damit völlig recht. Würden sie ihre Überzeugung abhängig machen von der „Autorität“ Hafenmayer, wären sie unfrei. Entscheidend ist, daß sie die Überzeugung im eigenen Denken gewinnen. Es ist die Aufgabe des „Freiheitskämpfers“ seine Erkenntnis der Wahrheit im anderen in dessen eigenem Denken zu rechtfertigen.

Welche Gründe könntest Du beibringen, die im Anderen die Überzeugung mächtig machen könnten, daß die vorstehend aufgelisteten Erscheinungen im Zusammenhang der Notwendigkeit stehen, also nicht ein unerklärliches Schicksal sind? Nur Einsicht in die Notwendigkeit macht frei.

Wenn nicht begriffen wird, daß unsere Zeit der finale Akt des deutsch-jüdischen Dramas ist im Sinne des Kampfes zwischen Verstand und Vernunft, kann es keinen wahrhaften Freiheitskampf geben.

Herzliche Grüße
Horst