An Herrn Schroeder #2 – 21.05.2018

Horst Mahler
Anton-Saefkow-Allee 22
14772 Brandenburg

21. Mai 2018

Lieber Herr Schröder,

ich antworte auf Ihren Brief vom 13.05.2018.

Sie fragen nach meiner „Gottesvorstellung“ und bringen einen hegelianischen Gott ins Spiel.

Meine Gottes „vorstellung“ ist während meiner Schulzeit verblichen und hat seit dem nie mehr eine Rolle gespielt. Versuche einen Jesuitenpaters, mit dem ich intensive Gespräche pflegte, zusammen mit meinem Schulkameraden Georg Reß, später Professor für Völkerrecht und Richter am europäischen Gerichtshof, führten nicht zu einer Wiederbelebung, sondern zu der Einsicht, daß auch der Pater nicht an Gott glauben konnte.

Der Grund für diesen Weltuntergang war die Ohnmacht des Verstandes meinen G l a u b e n vor dem Hintergrund des Grauens zu rechtfertigen. Es war meine Deutschlehrerin, Dr. Ouart (ein hübsche Blondine) die der Klasse mit einem schelmischen Lächeln diese Ohnmacht vorführte: „Wenn Gott allmächtig ist dann kann er einen Felsen erschaffen der so groß ist, daß er ihn nicht mehr bewegen kann“. Das werde ich nie vergessen.

An Sokrates fiel mir auf, daß er behauptete zu wissen, daß er nichts wisse. Und Achilles konnte die Schnecke nicht überholen die einen kleinen Vorsprung hatte.

Also wußte Sokrates doch etwas und Achilles schien mir ein Gelähmter zu sein.

Dann begegnete ich Kant der die Ohnmacht des Verstandes (er nannte ihn noch „Vernunft“) vorführte, aus dem Antrieb heraus dem G l a u b e n sein Recht wiederzugeben.

Aber vermochte der Nachweis daß der Verstand nicht an die Wahrheit heran reichte den Glauben wieder herbei zu zaubern? Wäre der wiedergefundene Gott nicht der Urheber des Grauens, von dem ich einiges mit meinen Augen gesehen hatte?

Aber ich war mit diesen Fragen nicht allein gelassen.

Die im Elternhaus ererbte antikommunistische Einstellung motivierte mich zu einer feindlichen Annäherung an Karl Marx. Ich wollte ihn einfach nicht gelten lassen, konnte ihn aber auch nicht ignorieren. Mir ist – aus welchen Gründen auch immer – eine Privatisierung meiner Existenz nie eine Option gewesen. Was meine Gedanken wie ein Mühlrad antrieb war der S t a a t als solcher – nie etwas anderes. Deshalb wundert es mich, daß Sie mir „eine radikale Ablehnung des Staates, seiner Institutionen, seiner Regeln und Gesetze, sowohl der juristischen wie der moralischen Implikationen“ bescheinigen. Nichts liegt mir ferner als der politische wie ebenso wohl der kulturelle Anarchismus.

Wer sich im 20. Jahrhundert mit „Staat“ beschäftigte, kam an Marx und Lenin schon deshalb nicht vorbei, weil zwei Riesenreiche, die Sowjetunion und rot China von ihren Gedanken stark beeinflußt waren und der Nationalsozialismus der Gegenentwurf dazu war.

Bei Karl Marx war Gott wieder zu finden – auch wenn man das nicht gleich merkt (auf diese Spur bin ich von dem österreichischen Sozialisten Viktor Adler mit der Bemerkung gesetzt worden, daß aus Marxens Werk hervorgehe, daß er tief religiös gewesen sei).

In der Tat: Karl Marx vergöttlicht die Materie indem er im Geist die „höchste Organisationsform der Materie“ erkennt und die Weltgeschichte als ein Quasi (Natur) gesetzliches Geschehen deutet (Histomat und Diamat). Und in dem er meinte, „Hegel vom Kopf auf die Füße gestellt zu haben“, hat er nur Hegels fundamentale Erkenntnis das es in der Weltgeschichte „vernünftig zugehe“ in sein Weltbild aufgenommen aber dessen Begriff der Dialektik durch jüdisches Trennungsdenken ersetzt.

Karl Marx hat damit JAHWE wieder auf den Thron gesetzt. Als realweltliche Erscheinung hat der Kommunismus die jüdische Wissensgestalt endgültig als Satan kenntlich gemacht.

Der Beginn dieser Wende des Weltgeistes ist aber nicht bei Karl Marx zu verorten, sie zeigt sich zuerst bei dessen Mentor, dem „Kommunistenrabbi“ Moses Heß, der die weltgeschichtliche Mission der Judenheit – richtig – wie folgt bestimmte:

„Juden müssen da sein als Stachel im Leibe der westlichen Menschheit von Anfang dazu bestimmt ihr den Typus der Bewegung aufzudrücken.“

Hier komme ich zu einer ersten Klarstellung:

Der Ausdruck „Wissensgestalt Gottes“ bezieht sich auf den Unterschied von Wissen und Wahrheit.

Wahrheit ist der sich (noch) verschlossene Gott; Wissen der sich offenbare Gott. Sein Leben ist die Bewegung der Entwicklung der Wahrheit zum Wissen. Das Element indem sich die Wahrheit (Gott) zum Wissen (seiner selbst) durchringt, ist das denken. Die Menschheit als ein ganzes ist das Bewußtsein Gottes, sein Wissensorgan.

Die Wahrheit ist absolut ( d.h. sie ist selbstbestimmt; nicht bedingt durch anderes das nicht sie selber ist), das Wissen der Wahrheit ist historisch, d.h es bildet sich im Fluidum von Ort und Zeit aus, zu zwar unterschiedenen aber einen einheitlichen Organismus bildenden Systemen von Weltanschauungen (Konsenzkerne) das kontinuierlich und zugleich diskret dem Wandel unterworfen ist. In diesem Sinne ist die Geschichte der Menschheit, die Weltgeschichte, der Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der Freiheit (Hegel).

Daran schließe ich unmittelbar eine zweite Klarstellung an.

Das Denken selbst ist in sich unterschieden in die Momente des Verstandes und der Vernunft, die aber nicht getrennt, sondern in Einsheit sind (Identität von Identität und Nichtidentität). Das ist der Begriff als Begriff. Hegel hat diesen in seiner Auseinandersetzung mit dem Kantschen Agnostizismus entdeckt. Er nennt ihn auch „konkrete Identität“, die er als Definition Gottes bestimmt (Werke Band 5, 74).

Das Prinzip des Verstandes ist in die abstrakte Identität (A ist A unter Ausschluß von Nicht-A – oder Satz vom ausgeschlossenem Dritten). Das Prinzip der Vernunft ist der Widerspruch dessen entgegengesetzte Momente jeweils ansich selbst das Gegenteil ihrer selbst sind so das der Unterschied ist und zugleich nicht ist, d.h. nur als verschwinden ist.

Das W i s s e n des Unterschiedes von Verstand und Vernunft, sowie ihre Einsheit, ist R e s u l t a t der Geschichte; seine Momente erscheinen geschichtlich.

Das erste ist der Verstand f ü r s i c h . Seine Erscheinung ist die mosaische Religion (das Judentum), die Gott (JAHWE) als den ERHABENEN faßt, d.h. als UNSCHAUBAR, d.h. bar aller Sinnlichkeit.

Das zweite ist die Vernunft f ü r s i c h . Ihre Erscheinung ist das Christentum das Gott als konkrete Identität (Einsheit), mit seiner Erscheinung als Mensch auffasst.

Das dritte ist das ABSOLUTE WISSEN (Vernuntphilosophie), indem der Gegensatz von Verstand und Vernunft aufgehoben (versöhnt) ist. Als W i s s e n , d.h im r e i n e n Denken (Logik) erfasst sich Gott in der deutschen idealistischen Philosophie.

In ihr ist er befreit von Vorstellungen und Gleichnissen, also von insich endlichen Gedankendingen, in denen er selbst nur als endlich gefasst war. In der deutschen Philosophie erfährt er seine Transkription in das System der unendlichen Denkbestimmungen (Logik) so das er sich nicht länger nur als UNENDLICH, ALLGEGENWÄRTIG und ALLMÄCHTIG v o r s t e l l e n kann, sondern sich im Element des reinen (Vorstellungsfreien) Denkens w i s s e n kann. Er aufersteht in der ihm eigentümlichen Gestalt, als selbstbewußter Geist.

Damit sind die Momente seiner Erscheinung in der Welt zurückführbar auf die Momente des Systems der Vernunft, die in sich selbst Leben sind (Dialektik). So konnte Goethe am Schluss seines „Faust“:

Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.“

In dieser Gestalt ist er nicht mehr bezweifelbar, sondern selbstgewiss. Allem konfessionellem Streit ist damit der Boden entzogen – oder wollen Sie mit mir darüber streiten ob 1 + 1 = 2 ist?

Allein die Verallgemeinerung dieses Denkens ist für sich ist die R E V O L U T I O N , durch die die UNMENSCHLICHE Welt des Verstandes in sich übergeht, in die von wahrhaftem Wissen der Dieselbigkeit (Identität) von Gott und Mensch gestaltete Wirklichkeit (Idee des Geistes).

GESELLSCHAFT

ARBEIT ———-> ANERKENNUNG

ARBEITSPLATZ ———-> WIRKUNGSSTÄTTE

KAUFKRAFT ———-> WERTSCHÄTZUNG

Es wird das Wesen der Grundpfeiler der Gesellschaft: Arbeit | Arbeitsplatz | Kaufkraft

erkannt und fortan gewusst als

Anerkennung | Wirkungsstätte | Wertschätzung

Das Verschwinden der Arbeit, das bei Karl Marx eine so große Rolle gespielt hat („Reich der Freiheit“) ist u n d e n k b a r . Denn der Geist kann sich nicht als „nicht-anerkannt“ denken.

Die Wirkungsstätte ist erkannt als das wahrhafte Eigentum, durch das Individuum erst Person ist.

Die Wertschätzung als Person ist der wahrhafte Lohn der Arbeit. Dieser ist erst reale Teilhabe am Gemeinwesen.

Das heutigen Tags viel diskutierte „Arbeitslose Grundeinkommen“ ist erkannt als Vernichtung der Person, durch die das menschliche Individuum zum „Abfall“ (Papst Franziskus) wird. Die Bestimmung des Abfalls ist seine Beseitigung.

APOKALYPSE NOW

Das Vernunftdenken erschließt sich die „Offenbarung des Johannes“ (Apokalypse) als GEGENGESCHICHTE in der Bedeutung des Werdens, des Untergangs der Welt, des Verstandes.

Dieser ist ein realer Weltuntergang, das universelle Grauen, das in der Gestalt der Ahnung in Kapitel 24 des Matthäus Evangeliums abgebildet ist.

Die Fernseh-Konsumenten werden mit Schreckensszenarien gefüttert, die als von kosmischen Zufallsereignissen verursacht dargestellt werden – wider besseres Wissen.

Im Mosaismus ist Weltuntergang als solcher nicht ein tunlichst zu vermeidendes Übel, sondern Jahwes offenbarter Wille, der darauf zielt, seine Endlichkeit abstrakt zu negieren: Als der ERHABENE ist Gott nicht Gott, das heißt, nicht unendlich, nicht allgegenwärtig, nicht allmächtig und nicht allwissend, denn er ist nicht sinnlich, nicht Mensch, hört auf zu sein wo Mensch beginnt, hat an diesem eine Grenze, ist also endlich und so weiter.

Die Menschheit steht gegen Jahwes Herrlichkeit. Sie ist Objekt seines Zorns:

Kommt herzu ihr Heiden und höret; Ihr Völker merkt auf! Die Erde höre zu und was sie füllt. Der Erdkreis und was darauf lebt.

Denn der Herr ist zornig über alle Heiden und er grimmt über alle ihre Scharen. Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingeben.

Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, dass der Gestank von ihren Leichnahmen aufsteigen wird und die Berge von ihrem Blute fließe.“ (Jesaja 34, 1-3)

Die Geschichtsarbeit der Judenheit ist nicht das Fortschreiten des Geistes im Bewusstsein der Freiheit, sondern das nachhaltige Negieren der Freiheit, Gegengeschichte.

ARMAGEDDON ist nicht ein von der Moderne widerlegter Mythos, sondern in stiller Maulwurfsarbeit zur realen Möglichkeit geformter Weltzustand, der irreversibel die totale Vernichtung der Zivilisation als n ä h e s t e Gegenwart enthält. Jeder Börsentag kann die Kettenreaktion auslösen. Diese ist in einem Buch mit dem Titel „Big Freeze“ (?) detailliert beschrieben. Der Rotschild-Bänker Ferdinand Lipps hat sie in seinem Buch „Die Goldverschwörung“ prognostiziert mit dem Satz: „Im Vergleich zu dem, was auf die Welt zukommt, erscheinen die schwersten Krisen der Vergangenheit wie ein kleiner Blechschaden.“ (aus dem Gedächtnis).

Der Treibsatz ist der Zinseszins-Mechanismus, der Eins geworden ist mit der Weltbeherrschung durch das jüdische Bankkapital. Der historische Nationalsozialismus, der die Brechung der Zinsknechtschaft auf seine Fahnen geschrieben hatte, war der erste, erfolgversprechende Gegenstoß. Um seine eigene Erfahrung reicher, wird er sich erneuern. Die wichtigste Erfahrung, ist die Unbesiegbarkeit der Judenheit, durch Judenverfolgung.

Die Herrschaft der Judenheit über die Völker, ist nur an der „Jüdischkeit“ (Gilad Atzmon) zu packen, an dem, was den Juden zum Juden macht.

Der Jude“ ist das Resultat einer Dressur durch die die in das Volk der Juden, dem Eigentumsvolk Jahwes, hineingeborenen Menschenkinder zu Menschenhassern abgerichtet werden.

Im Brennpunkt der Aufmerksamkeit, muss die kulturelle Auswirkung der Beschneidung stehen. Der körperliche Eingriff ist nicht vergleichbar mit den Initiationsriten der Naturvölker; schon deshalb nicht, weil letztere in einem Lebensalter erfolgen, in dem sie einer durch Sozialisation erzeugten Sehnsucht entsprechen: Der Sehnsucht nach umfassender Anerkennung als Mitglied der Gemeinschaft.

Den hebräischen Knaben ereilt die Vorhaut-Amputation als eine unbegreifliche Katastrophe. Sie erfüllt das Mordmerkmal der Heimtücke, der Ausnutzung der Wehr und Arglosigkeit des Opfers. Der körperliche Schaden mag geringfügig erscheinen. Der Eingriff zerstört das Urvertrauen und verursacht damit ein lebenslang anhaltendes seelisches Trauma.

Der Schmerz wird assoziiert mit rituell arrangierten Sinneseindrücken: Der Mutter entrissen befindet der Knabe sich im Mittelpunkt einer Männerrunde, die auf besondere Weise gekleidet sind. Das Opfer wird ein Leben lang dieser rituell verkleideten Männergesellschaft in den wöchentlichen Gottesdiensten wiederbegegnen und lernen, diese als die in allen Angelegenheiten des Lebens, in der Gemeinschaft maßgebenden Autoritäten zu respektieren.

Mindestens einmal in jedem Jahr wird den Opfern die Bedeutung dieses schrecklichen Erlebnisses als Offenbarung des göttlichen Willens vergegenwärtigt:

Und Gott Sprach zu Abraham: ‚So haltet nun meinen Bund, Du und deine Nachkommen, von Geschlecht zu Geschlecht.

Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch soll beschnitten werden; eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.

Jedes Knäblein, wenn’s acht Tag alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen…und so soll mein Bund an eurem Fleisch zu einem ewigen Bund werden.

Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird, an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.‘“ (1. Mose 17, 9-14)

Der Fokus des Bundes zwischen Israel und Jahwe ist der bedingungslose Gehorsam gegen die in der Thora, den fünf Büchern Moses, verlautbarten göttlichen Befehle. Das Gewissen des Einzelnen, der Quellpunkt der Freiheit, spielt für die eingemeindeten Individuen nicht die geringste Rolle.

Über mehrere Jahrtausende hinweg war das einzige den Juden erlaubte Bildungsgut das, was dieser kultische Männerbund, den ausschließlich Männlich-Zöglingen, in den berüchtigten „Judenschulen“ (Jeshiwas) aus dem alten Testament, dem Talmud und dem Schulchan Aruch vermittelten.

Die Judenheit war durch sich selbst vom Fortschritt des Geistes im Bewusstsein der Freiheit ausgeschlossen.

Ein Effekt ihrer Verstreuung unter die Völker des Abendlandes war die Entwicklung des sprichwörtlichen Selbsthasses der Judenheit, der ein kollektiv-neurotisches Symptom ist. Er ist die Angstkompensation für die innerliche Parteinahme für den geistigen Fortschritt im Abendland.

Dieser Selbsthass explodierte in der jungen Sowjetunion in dem von Juden an Juden verübten Völkermord, von dem im Westen wenig bekannt ist.

Die Oktoberrevolution in Russland war dominiert von jüdischen Berufsrevolutionären. Sie formierten unter Leitung des Juden Dscherschinsky die TSCHEKA als Instrument des Völkermordes unter anderem auch gegen das Talmud-Judentum, das von jüdischen Erschießungskommandos erbarmungslos liquidiert wurde. Einzelheiten sind in dem vom Markt verschwundenen Geschichtswerk von Alexander Solschenizyn „200 Jahre zusammen – Die Juden in Russland seit 1792 und in der Sowjetunion“ nachzulesen.

Mit gleicher Grausamkeit wurde aber auch die in Russland weit verbreitete Feindschaft gegen die Judenheit – als „Antisemitismus“ – verfolgt. Allein schon der Besitz eines Exemplars der „Protokolle der Weisen von Zion“ hatte den Genickschuss zur Folge.

In Befolgung eines göttlichen Befehls wird jüdischen Männern ein das ganze Leben überschattendes seelisches Trauma in die Wiege gelegt und so ein menschlicher Stamm gezüchtet, der sich selbst als „Nicht-Mensch-Sein“ definiert.

Wie das?

Für diese Einsicht genügt das allgemeine Sprachverständnis.

Sprache ist das Medium der menschlichen Kommunikation, das heißt, sie ist Mittel zur Mitteilung von Gedanken, damit Werkzeug für Gemeinschaftsbildung (Kommunikation) im Bewusstsein.

Das im Begriff „Kommunikation“ enthaltene Wort „Kommune“ (Gemeinschaft) wird aber von Nicht-Juden nicht ernst genommen, wenn es um Juden geht.

Nicht-Juden benutzen um sich zu verständigen ein Bedeutungssystem (Sprachcode), das sie in Gewissheit hält, dass wenn sie von Christen, Moslems, Buddhisten, Hinduisten und Juden miteinander reden, über M E N S C H E N reden. Über ein allgemeines, das alle so bezeichneten Individuen in Eins setzt – ins Mensch sein.

Juden widersprechen dieser Vereinnahmung vehement:

Die Juden allein werden Menschen genannt, die Nicht-Juden aber werden nicht Menschen genannt, sondern Vieh genannt.“ (Talmud Baba bathra Folie 114b; vergleiche auch Jebamoth 61a, u.a. )

Die Judenheit bedient sich also eines anderen Sprachcodes, den wir Nicht-Juden nicht kennen, so dass eine Verständigung mit Juden nicht möglich ist.

Weil wir für Juden keine Menschen sind, ist es ihnen erlaubt bzw. geboten, uns –Nicht-Juden…

…grundlos zu töten;

…zu berauben;

…unsere Töchter wenn sie älter als 3 Jahre und 1 Tag sind sexuell zu gebrauchen;

…zu betrügen;

…unser Eigentum als herrenloses Gut zu betrachten;

…und so weiter…

Wie nun ist das jüdische MENSCHSEIN – abweichend von dem unsrigen – beschaffen?

Sie sind unterwegs verstreut in allen Weltgegenden als Wesen, denen von Kindesbeinen an als göttliche Wahrheit e i n g e b l e u t wird, was die Schriftgelehrten ihnen vermitteln. Die Wirkung dieser Pädagogik hat schon Jesus, der unter den Juden lebte, beschrieben:

Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Meer durchziehet, damit ihr einen Judengenossen gewinnet; und wenn er‘s geworden ist, machet ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr, als ihr seid!“ (Matthäus 23,15)

Und angesichts des Kreuzestodes bestimmte er die so geprägten Individuen:

Warum versteht ihr meine Sprache(!) nicht? Weil ihr mein Wort nicht könnt hören!

Ihr habt den Teufel zum Vater und eures Vaters Gelüste wollt ihr tun! Der ist ein Mörder von Anfang und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ (Johannes 8, 43f)

Dass die mosar’sche Pädagogik fruchtet hat zur Voraussetzung die Zerstörung des Urvertrauens in einen liebenden Gott. Es ist die Beschneidung, die dieses Zerstörungswerk bewirkt.

Weltzugewandte Tüchtigkeit aus Urvertrauen als erscheinender Begriff ist die Erfahrungseinsheit der uterilen Existenz (der Austreibung durch den engen Geburtskanal) und die bedingungslose und stabile Zuwendung insbesondere der Mutter im Säuglings- und frühen Kindesalter.

Die uterile Existenz ist die Ur-Erfahrung der absoluten Geborgenheit und bedingungslose Stillung aller Bedürfnisse.

Die Austreibung durch den Geburtskanal ist die Ur-Erfahrung der Negativität des Seins.

Die stabile bedingungslose Zuwendung in der Säuglingsphase ist die Ur-Erfahrung des aufgehobenen (negierten) Grauens.

Die Einsheit dieser Momente erzeugt das Zutrauen als Grundeinstellung des Menschen, das sie Situationen und Menschen vertrauen können und das Leid etwas vorübergehendes ist.

Die Beschneidung 8 Tage nach der Geburt unterbricht dieses Werden in einem Augenblick, in dem der Geburtsschock seelisch noch nicht verarbeitet ist.

Dem Juden wird zur Ur-Erfahrung, dass die Katastrophe nicht vergangen und dadurch nicht etwas einmaliges ist. Es entsteht die Ur-Angst, da sich das Erlittene jederzeit und ohne veranlassende Schuld wiederholen könnte.

Gilad Atzmon hat für diesen Gemütszustand den Ausdruck „Prä-traumatisches-Stress-Syndrom“ geprägt und den kultischen Hintergrund aufgezeigt:

Die Dialektik der Angst beherrschte die jüdische Existenz in Geisteshaltung weit länger, als wir zuzugeben bereit sind…es ist das Erbe des Tannach (der jüdischen Bibel), das in Juden einen prä-traumatischen Zustand hervorruft…die Angst vor dem Judäozid ist mit jüdischem Geist und jüdischer Kultur verwoben.

…Es war die Bibel, die die Juden in einen Zustand der Prä-TSS versetzte und ihnen die Angst vor einem Judäozid einflößte; die Bibel, die das jüdische Universum als ein seines Eintritts harrenden Disasters ausmalt.“ (Gilad Atzmon, Der wandernde Wer, Seite 188f)

Es ist diese jüdische Ur-Angst, die jetzt die ganze Welt unter die Wahnidee beugt, dass „sich Auschwitz (der „Holocaust“) jederzeit wiederholen könnte.“

Es ist Ausdruck des gutmenschlichen Schwachsinns einerseits gegen die Schnabelbeschneidung bei Hühnerküken zwecks Gewinnmaximierung in der Geflügelfarm-Industrie auf die Straße zu gehen, andererseits Vorhautbeschneidung bei Jüdischen Knaben mit ihren verheerenden Folgen nicht nur zu tolerieren, sondern mit einem Sondergesetz offensiv gegen das Grundgesetz abzuschirmen, das heißt, für Juden ganz allgemein den staatlichen Schutz für ihre Menschenwürde im christlichen Rechtsverständnis abzuschaffen. Nichts anderes ist mit der Einführung des §1631d in das BGB geschehen, nachdem das Landgericht Köln die Beschneidung als strafbare Körperverletzung eingestuft hatte.

Die lebenslänglich wirkende Traumatisierung von Jüdischen Säuglingen männlichen Geschlechts ist vom „Gesetzgeber“ als Moment des elterlichen Erziehungsrechts deklariert und als Ausübung des Sorgerechts geadelt worden – weil in unserem Lande die Judenheit bestimmt, was Recht und was Unrecht ist.

Ist es nicht geboten und an der Zeit nicht mehr nur für artgerechte Tierhaltung auf die Straße zu gehen, sondern endlich auch für den staatlichen Schutz des Rechts auf Menschwerdung, der jetzt und künftig von jüdischen Frauen auf deutschem Boden geborenen Knaben?

Jochen Bittner hat unlängst in der Wochenzeitung Die ZEIT das Thema angeschlagen. Unter der Überschrift „Beschneidung überdenken!“ schreibt er:

Das Gesetz, das der Bundestag vor fünf Jahren verabschiedete stellt religiöse Gebote über das Grundgesetz. Es sollte reformiert werden.“ (Quelle: Die Zeit, 12/2018 vom 15. März 2018, Seite 9)

Seine Argumentation ist rein juristisch und geht deshalb ganz und gar an der Sache vorbei. Es geht um das, was allem Recht vorangeht und dessen Quelle ist: Um die Menschwerdung des Menschen.

Recht und Gesetz sind der selbstbewusste Wille des Menschen als Geistwesen da zu sein, sich zu erhalten und sich als solches zu entfalten. Der Wille, die Erhaltung und Entfaltung des Geistes zu hindern, ist begrifflich Unrecht und nicht Recht.

Uns Deutschen wird zugemutet, auf unserem Heimatboden zu dulden, dass durch Autoaggression einer ethnisch als „Jüdisch“ und „Nicht-Deutsch“ selbstbestimmte Gruppe, deren männliche Nachkommenschaft auf grausame Weise daran gehindert wird, Mensch im Sinne der christlichen Ethik zu werden.

Am 11.Juli 2012 berichtete Panorama, dass der stellvertretende Direktor des „Klinischen Instituts für psychosomatische Medizin und Psychotherapie“ an der Uniklinik Düsseldorf Prof. Dr. Matthias Franz eindringlich vor Beschneidung warnt:

Die Operation im Säuglings- oder Kindesalter stelle ein Trauma dar und könne zu andauernden körperlichen, sexuellen oder psychischen Leidenszuständen führen…die Kinder merkten, dass unter Tolerierung der Eltern etwas Schmerzhaftes vor sich gehe…in der Kindheit erfahrene Traumata würden verinnerlicht und oft später auch selbst wiederholt. Es entstehe eine Täter-Opfer-Kette, die sich über Generationen hinweg etablieren könne…“

Natürlich weiß der Gesetzgeber auf deutschem Boden, dass das Elternrecht ein Amt um des Kindes Willen ist. Die Duldung einer nachhaltigen seelischen Traumatisierung vermittels abstoßender Grausamkeit – zumal zwecks Förderung einer satanischen Prägung der betroffenen Individuen – ist eine Verhöhnung der Rechtsidee. An keiner Stelle tritt das Wesen des auf deutschem Boden etablierten Regiments klarer als verdeckte Fremdherrschaft in Erscheinung, als in der gesetzlichen Zulassung ritueller Grausamkeit zum Schaden Jüdischer Säuglinge.

Sie versuchen mir zwei Feinde des Deutschtums anzudienen und fragen, welche der beiden – der „Judenheit“ oder dem Islam oder von beiden gleichermaßen – die größere Gefahr ausgehe. Sie setzen in dieser Frage die Substantive Judenheit und Deutschtum in Gänsefüßchen. Das hat ja was zu bedeuten. Geben Sie damit nicht zu erkennen, dass Judenheit und Deutschtum für Sie Unbegriffe seien? Sie stellen die Frage also gar nicht ernsthaft. Was bezwecken Sie mit derlei Spielchen? Judenheit und Islam sind auch nicht Glieder ein und derselben Gattung.

Der Islam ist kein Feind. Feind sind jene Kräfte, die die Islamisierung des Abendlandes betreiben. Der Jihadismus in heutiger Zeit ist eine Abwehrbewegung gegen „den Westen“. Das heißt, gegen den militanten Atheismus, der sich als Demokratie ausgibt und sich als „Reich der Freiheit“ ausruft, in Wahrheit aber „die Hure Babylon“ der Offenbarung des Johannes ist.

Der Westen“ – das Reich des UN-Menschen mosaischer Prägung – ist der Feind. Das Mittel, ihn zu bekämpfen, ist, ihn bei seinem Namen zu nennen, damit meine ich die Enthüllung seines Wesens als Vernichter der Völker.

AUSBLICK

Mit der Freigabe des intra-uterinen Kindesmordes – zuletzt jetzt auch im katholischen Irland – hat der Westen, die judaisierte Welt, für die jetzt im christlichen Abendland siedelnden Moslems die ultimative Provokation gesetzt. Die UMMA wird in ihrem Handlungsraum das Notwehrrecht zur Verteidigung des ungeborenen Lebens wahrnehmen in den Fällen, in denen sich muslimische Frauen und Mädchen von dem Angebot der Straffreiheit für den Kindesmord verführen lassen.

Hier steht die hegel’sche Philosophie uneingeschränkt auf der Seite des ungeborenen Lebens, indem sie erkennt, dass die Gebärmutter die Quelle der Unsterblichkeit des Volkes ist und das Weib Treuhänderin des Volkes ist. Die Frau wird zur Verbrecherin, wenn sie dieses Gut veruntreut. Das vom Gemeinwesen zu schützende Leben beginnt mit der Vereinigung der Samenzellen im Mutterleib.

Das unschuldige Leben steht nicht zur Disposition des Gesetzgebers. Die „Abtreibungsgesetze“ sind staatlich gesetztes Unrecht.

Wie der Mann zur Verteidigung seines Volkes sein Leben geben muss, so die Frau ihren „Bauch“ zur Erhaltung ihres Volkes. Wehrdienstverweigerung und Abtreibung sind ebenso wie Mord das absolute Verbrechen.

Der Islam, die Scharia, gehört nicht zu Deutschland; aber er ist ein hochwirksamer Impfstoff, besser noch: das Anti-Serum zur Überwindung der westlichen Dekadenz, indem er als Reizstoff in Europa einen Kulturkampf um die Wiederherstellung der Sittlichkeit hervorzwingt, der längst begonnen hat.

Die jetzt schon in die Schulpraxis übergehenden, von der UN forcierten Plänen zur Durchsetzung der „Gender“-Ideologie, stoßen auf den erbitterten Widerstand sowohl eines großen Teils der autochthonen Bevölkerung als auch der islamischen Zivilokkupanten. In diesem Potential wirkt jedenfalls im Vorbewusstsein die von Sigmund Freud formulierte Erkenntnis:

Verlust des Schamgefühls ist das erste Zeichen von Schwachsinn…

Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig; die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen.“ (Sigmund Freud, gesammelte Werke, Band 7, Seite 149)

In den Protokollen der Weisen von Zion ist auf dieser Grundlage die Entsittlichung der Völker als strategische Vorgabe der Judenheit bewusst gemacht. Hollywood ist das Hauptquartier der Zersetzungsstreitmacht, das von US-Präsident Richard Nixon als Bedrohung für die USA erkannt worden ist. Er beklagte sich darüber in einem Gespräch mit Billy Graham. Dieser sah sich dadurch veranlasst, dem Präsidenten folgendes zu bedenken zu geben:

Dieser Würgegriff muss gebrochen werden, sonst geht unser Land den Bach runter.“ (Quelle: International Harold Tribune, Ausgabe vom 06. März 2002 unter Berufung auf die „Nixon-Tonbänder“)

Hollywood überflutet aber nicht nur die USA, sondern die ganze westliche Welt und darüber hinaus mit dem süßen Gift der sexuellen Stimulation. Die Einbeziehung der staatlichen Schulen in diese Strategie wird vermutlich schon in naher Zukunft eine gemeinsame Widerstandsfront der Eltern hervorbringen. Die Gutmenschen der „Willkommenskultur“ geraten dadurch in eine schwierige Lage. Aber auch den deutsch-treuen Kräften erwächst ein schwieriges Problem: Sie werden den schwierigen Prozess des Begreifens der Doppelnatur des „Islam in Deutschland“ durchmachen müssen. Im Kampf gegen die Judenheit sind die Moslems „geliebte Brüder“. Als anmaßende Zivilokkupanten aber „feindliche Brüder“.

Wir Deutsche müssen uns bei Strafe des Untergangs aus dem Würgegriff der Judenheit befreien, da anders im Raum der Politik keine frei und lebensnotwendige Untersuchung der Wege aus der Zinsknechtschaft möglich ist.

Ich hoffe, damit Ihre wichtigsten Fragen beantwortet zu haben und freue mich auf die Fortsetzung unseres Gesprächs.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Mahler










An Herrn Schroeder – 27.04.208

Horst Mahler
Anton-Saefkow-Allee 22
14722 Brandenburg

Auszug aus dem Brief des Herrn Schroeder

Ich schreibe Ihnen heute, da ich gerade an einem Buchprojekt arbeite. Thema: Gut und Böse.

Ich versuche die Renaissance der Begriffe in der Gegenwart zu überprüfen. In diesem Zusammenhang wird es auch ein Kapitel über das Verhältnis von Rechten und Linken geben. Dazu wäre es mir ein großes Anliegen neben jungen rechten Aktivisten und alten Linken auch mit Ihnen sprechen zu können, der beide Seiten kennt.

Ich skizziere kurz die Fragen, die mich interessieren:

  • Wie verlief Ihre Wandlung vom Linken zum Rechten? Gab es Brüche/konkrete Anlässe?
  • Was verbindet Rechte und Linke – warum gibt es Überläufer?
  • Was ist Ihre politische Heimat?
  • Gab es eine Initialzündung, einen Moment, in dem Sie wussten, dass Sie die Seiten wechseln wollen?
  • Woher kommt die Renaissance rechten Denkens?
  • Haben die Linken mit ihrer moralischen Überlegenheit und der Selbstgewissheit die guten zu sein die neuen Rechten erst ermöglicht?
  • Gibt es das Böse für Sie? Wenn ja, wie würden Sie es definieren?
  • Ist Ideologie böse, weil sie ihren Freund/Feind-Schemata verhaftet bleibt?
  • Was ist Schuld für Sie?
  • Bereuen Sie etwas in Ihrem Leben?

Am 27.April 2018

Sehr geehrter Herr Schroeder,

Ihren Brief vom 24. des Monats habe ich erhalten.

Sie muten mir zu, mit einem Blinden über die Schönheit der Farben zu sprechen. Dafür bin ich nicht zu haben. Ich habe einen Freund gebeten, Ihnen einen Text von mir zukommen zu lassen, der meinen Standpunkt verdeutlicht. Die Überschrift:

Dem heiligen Völkermord auf der Spur – Motiv, Mittel, Gelegenheit

hat einen Bezug auf einen Einschnitt in mein Leben, der sich während meiner ersten Gefangenschaft (1970-1980) ergeben hat. Dieser ist das Ergebnis näherer Bekanntschaft mit der Hegel’schen Philosophie und dem Alten Testament. Die Begegnung mit Letzterem verdanke ich der Willkür-Maßnahme des Leiters der Untersuchungshaftanstalt Berlin Moabit. Dieser hatte mich wegen „unerlaubten Sprechens“ mit einem Mitgefangenen während der „Freistunde“ für drei Tage in den „Bunker“ verbringen lassen, wo dem Gefangenen nur die Bibel als Lesestoff erlaubt ist. Das war ein großes Glück. Ich geriet so an die „satanischen Verse des Mosaismus“ und war schlagartig von dem mir angehexten Holo-„Schuldkomplex“ geheilt. Zwar glaubte ich nach dieser Lektüre immer noch an den Holocaust, jedoch verblasste das Grauen dieses Geschehen vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass sich Jahwe, der Gott der Juden, durch Moses als Feind der Menschheit, als Satan, offenbart hat, der entschlossen ist, die Völker „zur Schlachtung dahinzugeben“ (Jesaja 34).

Hatte die Talmudische Interpretation der fünf Bücher Moses Martin Luther noch zu blinder Wut gegen die Talmut-Juden erregt, ist mir dieses Schicksal durch die Berührung mit der Hegel’schen Geschichtsphilosophie erspart geblieben. Hegel zeigt, dass es in der Weltgeschichte vernünftig zugeht und versäumt dabei nicht die in ihr waltende Vernunft als solche umfassend darzulegen. Mit diesem Wissen ist man in eine andere Welt versetzt. Man fragt nach den Vernunftgründen der zeitlosen und weltumspannenden Feindschaft der Völker gegen das Judentum – und wird fündig.

Die Todfeindschaft beginnt mit dem Wort Jesu Christi:

Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüsten wollt ihr tun! Der ist ein Mörder von Anfang und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ (Johannes 8, 44)

Das letzte Wort vor der Wende sprach der jüdische Weise Martin Buber:

Das Judentum prätendiert das Absolute zu lehren, aber faktisch lehrt es nur das Nein zum Leben der Völker, vielmehr es ist dieses Nein und nichts mehr. Darum ist es den Völkern ein Grauen geworden.“ (Martin Buber, 2. Band – Schriften zur Bibel, Hösel-Verlag München 1964 Seite 1071)

Auf diese Weise ist das Judentum nur als grundlose Vorhandenheit (Sein) gedeutet, als abstrakte Negation. Der abstrakten Negation konnten die Völker ihrerseits nur ebenso abstrakt mit Hass bis hin zum Pogrom antworten. Dem entspricht es, dass das Holocaust-Narrativ (klammheimlich) zustimmend rezipiert wird.

Die Vorstellung, dass das Böse auszurotten ist, damit das Gute herrschen kann, ist allgemein akzeptiert. Die Ächtung der Judenfeindschaft – als „Antisemitismus“ absichtlich falsch bezeichnet – wird das nicht ändern.

Die Wende kündigte sich an mit dem Wirken des Jakob Böhme im Anfang des 17. Jahrhunderts. Dieser hat als erster Philosoph den Gedanken erfasst, dass das Böse ein Moment im Leben Gottes selbst ist, der ohne „Widerwärtigkeit“ nicht wüsste, was er ist und was er nicht will. Nach ihm hat Hegel die Dialektik des Absoluten (Gottes) als System der Vernunftlogik herausgedacht. Der Begriff, Gott, ist der EINE, in sich unterschieden, in der Unterschiedenheit seiner Momente in – und bei sich bleibend, lebendiger Organismus, dessen Wissen von sich als Menschheit erscheint und darin Geist ist. Dem Judentum fällt die Rolle des Störenfrieds und Unruhestifters zu, ohne den das Leben zum Erliegen käme. Es ist also die heilsgeschichtliche Bestimmung des Judentums die Feindschaft der Völker gegen sich zu erregen. Der Zweck derselben aber ist nicht der Tod des anderen, sondern die Bewusstwerdung ihrer EINSHEIT, das heißt die Anerkennung, in der nicht die Streitenden sondern nur die Macht des Einen über den Anderen, die Herrschaft untergeht.

Ist das „Rechts“? Ist das „Links“? Ist da ein „Bruch“? Was ist dann noch „politische Heimat“? Bin ich „übergelaufen“?

Das Böse ist ewig wie das Gute ewig ist – und das Eine nicht ohne das Andere. Nur die real existierende Macht des Bösen wird überwunden (aufgehoben im Hegel’schen Sinne), das als Moment des Antriebs aller Lebendigkeit aber erhalten bleibt.

Und der Teufel verliert seine Macht indem man ihn beim Namen nennt.

Was das heißt und wie man das macht habe ich gezeigt – umfassend und konzentriert in meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“. Der Weg dahin war steinig – aber sollte ich bereuen ihn gegangen zu sein?

Das Urteil: „schuldig“ oder „nicht schuldig“ spricht allein Gott wie er sich in der Weltgeschichte erkennt. Ich hoffe, vor ihm nicht versagt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Mahler










Brief an Ha… – 17.05.2018

Der Brief in russischer Sprache

 

Horst Mahler
Anton-Saefkow-Allee 22
14722 Brandenburg

am 17. Mai 2018

Lieber Herr Ha…,

daß es in Deutschland keine „Meinungsfreiheit“ (mehr) gibt, ist ein vergleichsweise geringes Übel. Es hat auch noch nie irgendwo „Meinungsfreiheit“ gegeben. Und das ist gut so.

„Die Erde ist eine Scheibe.“

„Der Prophet erwartet von uns, das wir allen Ungläubigen die Kehle durchschneiden.“

„Nur Juden sind Menschen, Nichtjuden wie das Vieh.“

Jeder der drei Sätze sind Meinungen.

Wenn ein Erdkundelehrer in einer staatlichen Schule in Deutschland den ihm anvertrauten Schülern lehrt, daß die Erde eine Scheibe sei, so äußert er eine Meinung – und ist dennoch wegen Pflichtverletzung sofort aus dem Schuldienst zu entlassen.

Wird der Kehlenschnitt von einem Imam in der Moschee auf Deutschem Boden als Allahs Wille behauptet, so ist das etwas anderes, als wenn ein Moslem diesen Satz ausspricht, um in Deutschland vor Deutschem Publikum vor dem Islam zu warnen.

Zitiert ein Deutscher in Deutschland aus dem Talmud, dem Jüdische Gesetz, den Satz, der Nichtjuden dem Vieh gleichsetzt, um seine Volksgenossen wachzurütteln, so ist das eine verdienstvolle Tat, die aber im Herrschaftsbereich der Judenheit als „antisemitisches“ Verbrechen verfolgt wird.

Meinungsfreiheit?

„Meinungsfreiheit“ ist ein gifthaltiges Honigwort dazu bestimmt, die Herbeiführung des Volkstodes durch Entsittlichung als Wohltat erscheinen zu lassen.

An ihren Früchten muß man sie erkennen.

„Mein Bauch gehört mir!“ Ist das nicht die Losung, mit der UN-Frauen durch die Straßen ziehen, um für die Straffreiheit des im Mutterleib stattfindenden Ethnozids zu demonstrieren?

„Ehe für alle!“ – Wer seinen Ekel gegen diesen Gedanken erkennbar macht, wird der nicht von der veröffentlichten Meinung als „homophob“ geächtet?

Wo bleibt der Staatsanwalt, wenn Kinder und Jugendliche an staatlichen Schulen lehrplanmäßig zur Unzucht angehalten werden?

„Sex and crime sells!“ – ist zum Geschäftsmodell der Publizistik geworden unter dem Schutz der „Meinungs- und Kunstfreiheit“.

Das Fundament der gesellschaftlichen Unordnung im Westen, die immer mehr Leben zerstört, ist die bedingungslose Entfesselung des egoistischen Individuums, die uns von der kapitalgesteuerten Bewußtseinsindustrie in einer Endlosschleife als „Befreiung des Individuums“ eingehämmert wird.

Negativhelden und Häßlichkeit sind das Ideal der Gegenwartsunkultur.

„Meinungsfreiheit“ ist Herrschaft der Unvernunft – das Gegenteil von Freiheit.

Das gilt es zu begreifen.

Der Dieb im Gefängnis ist frei, denn in der Strafe für seine Eigentumsverletzung liegt sein eigener vernünftiger Wille, denn er weiß: ohne Schutz des Eigentums eines jeden durch die Gemeinschaft, ist Leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft nicht möglich. Aufgrund dieser Einsicht will der Dieb, daß auch sein Eigentum wirksam geschützt wird. Sein Wille fließt so zusammen mit dem gleichen Willen aller anderen in Gemeinschaft lebenden Individuen. Der Gemeinwille ist eine Realität, die aus der Einsicht aller erfließt, daß nur durch ihn Leben möglich ist. Er ist daseiende Vernunft.

Der Mensch ist Geist. Geist ist der Trieb, frei zu sein, d.h. durch nichts bestimmt zu sein, das er nicht selbst ist (Selbstbestimmung).

Jeder Mensch ist als Geist die unmittelbare (seiende) Einsheit von Einzelwesen und Gemeinwesen, von Willkür und Vernunft.

Meinungen stimmen mit der Vernunft überein oder auch nicht. Unvernünftige Meinungen bedrohen das Gemeinwesen, das das Dasein der Vernunft ist.

Nur durch Kampf gegen unvernünftiges Sein wird Vernunft sich ihrer selbst bewußt. Nur als Selbsbewußtsein bewährt sich Vernunft gegen ihre Negation, die Unvernunft.

Unvernünftige Meinungen sind also lebensnotwendig; aber ihre Bestimmung ist nicht Freiheit, sondern Bändigung durch die Vernunft.

Das die Unvernunft bändigende Wesen ist der Staat, soweit dieser v e r n ü n f t i g e r Wille ist. Staat hat aber auch das Moment der Willkür, der Unvernunft, an sich. Das ist die Seite seiner Beschaffenheit, die unterschieden ist von seiner Bestimmung, der Abhalter des Bösen zu sein.

Im Raum der ungebändigten Meinung entwickelt sich Dissidenz, d. h. Die Infragestellung des Kernkonsenses, ohne den das Gemeinwesen keinen Zusammenhalt findet und deshalb diesen mit der Energie des Selbsterhaltungstriebes gegen Dissidenten verteidigt.

Der Staat kann nur solche Meinungen zum öffentlichen Diskurs zulassen, die konsenzneutral sind, den Status quo der gesellschaftlichen Machtverhältnisse nicht gefährden.

Nach der allgemeinen Vorstellung von „Meinungsfreiheit“ sollte diese sich aber gerade auf „Konsensgiftige“ Meinungen beziehen. Das ist aber nur eine systemstabilisierende Illusion.

Der Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der Freiheit ist nicht durch Kampf um „Meinungsfreiheit“ zu gewinnen, sondern nur durch subversive Auflösung des herrschenden Konsenses.

Der Kernkonsens eines Gemeinwesens ist durch ein absolutes Tabu geschützt. Dieses ist zu zerstören.

Der Kernkonsens der sich der „westlichen Wertegemeinschaft“ zurechnenden Gemeinwesen beruht auf dem „Antisemitismus-Tabu“, dessen Kraft in dem verinnerlichten Gebot besteht, das Judentum als „absolut gut“ wahrzunehmen.

Gelingt es, die Wirkung dieses Gebots abzuschwächen, wird sich jenes Segment dissidenter Meinungen als neuer Kernkonsens setzen, in dem die Vernunft, der Dämon der Weltgeschichte, ein höheres Selbstbewußtsein erfaßt.

Der sich im 20. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung als „Rationalismus“ setzende „westliche“ Kernkonsens tritt in Gestalt der Dissidenz im 13. Jahrhundert mit der Ketzerbewegung in Erscheinung. Mit der Großen Französischen Revolution streift er die mittelalterlichen Eierschalen ab und ergießt sich mit Napolionischen Heeren in den europäischen Westen. Daß er wesenhaft Jüdische Fremdherrschaft über die Völker des christlichen Abendlandes ist, hat wohl als erster der Rabbiner-Enkel Karl Marx entdeckt. Das Zeugnis dieses Bewußtseinswandels hat er in seinem Essay „Zur Judenfrage“ niedergelegt.

Nicht Geld – wie es heißt – regiert die Welt, sondern vermittels des Geldes die Judenheit, der von ihrem Gott JAHWE geboten ist, durch Geldleihe die Völker zu versklaven und sich zu Fürsten ihrer Herren zu machen (Talmud Sanhedrin Fol. 104a).

Das Geheimnis ihres Erfolges ist ihr Kultus der rationalen Intelligenz, die durch Überwindung des orientalischen Alogismus, des „taumelnden“ Bewußtseins, zum „Verstand“ aushärtete, der die Dinge unterscheidet und in der Trennung festhält. Sein Prinzip erscheint in JAHWE, der Gott und nur Gott und nicht zugleich auch Mensch ist (Identitätslogik).

Gegen diese Logik ist der Deutsche Volksgeist aufgestanden, der in seiner Philosophie das JAHWE-Prinzip überwindet in der Erkenntnis, daß der Widerspruch das Gesetz (regula) der Wahrheit, und die Widerspruchsfreiheit der Unwahrheit ist (Hegel). Gott und Mensch können danach nicht als getrennt gedacht werden.

Es ist dieser logische Antagonismus, der die Feindschaft zwischen Judaismus und Deutschem Volksgeist befeuert. In politischer Gestalt tritt er erstmals in Erscheinung mit der Kreuzigung Christi. Bemerkenswert ist, daß schon in dieser frühen Phase der weltgeschichtlichen Auseinandersetzung die Judenheit die Strategie der indirekten Kampfhandlung anwendet: es waren nicht Juden, sondern Römische Soldaten, die Jesus ans Kreuz schlugen – auf Befehl des Römischen Stadthalters in Palestina, Pontius Pilatus. „Die Juden siegen, aber haben nicht gekämpft“ (Hegel).

In Ihrem undatiertem (bei mir am 17. Mai 2018 eingegangenen) Brief geben geben Sie zu erkennen, daß Sie diese Zusammenhänge nicht erkannt haben.

Zwar sprechen Sie vom „Kalergi-Plan“ und behaupten, daß dieser „umgesetzt“ werde; aber Sie blasen „den Islam“ zum übermächtigen Feind auf, halten diesen für die „blutrünstigste Ideologie der Menschheitsgeschichte mit über 300 Millionen Toten“. Ihr eigenes Volk verunglimpfen Sie, indem Sie dessen „Bürger“ als „zu Fett, blöd, abgestumpft“ darstellen.

Das ist schwer auszuhalten. Mit dieser Einstellung helfen Sie unseren Feinden.

Hat sich Allah den Moslems vorgestellt, daß er erzürnt sei über alle Ungläubigen und ihre Heerscharen; daß er sie der Schlachtung dahingeben werde und der Gestank von ihren Leichnamen zum Himmel aufsteigen und die Berge von ihrem Blute fließen werden?

Ist es Allah, der die Gläubigen anstachelt, die Völker zu versklaven und diejenigen umzubringen, die sich der Versklavung widersetzen?

Ist es Allah, der bestimmt, daß nur seine Anbeter Menschen seien, die anderen aber wie das Vieh?

Ist es Allah, der seinen Anbetern erlaubt, die Ungläubigen zu berauben?

Ist es Allah, der seinen Anbetern erlaubt, die Töchter der Ungläubigen sexuell zu mißbrauchen, sobald diese älter sind als drei Jahre und ein Tag?

Ist es Allah, der seinen Anbetern verheißt, durch Verschuldung der Völker die Weltherrschaft zu erlangen?

Wenn Sie entsprechende Belege im Koran fänden, würde ich Ihr Urteil über den Islam vertretbar finden. Aber Sie können nichts dergleichen für sich ins Feld führen.

Ich habe diese Kostproben mir aber auch nicht „aus den Fingern gesogen“. Sie sind dem Glaubensgut der Judenheit, dem Alten Testament und dem Talmud, entnommen. Max Weber, der Begründer der Religionssoziologie, sprach in diesem Zusammenhang von „wollüstiger Grausamkeit“. Und in der Tat: in welch anderer Religion finden Sie so konkrete Anweisungen für die befohlenen Völkermorde: „töte Mann, töte Frau, töte Kind und töte Säugling“ und „mach es nicht auf einmal, sondern langsam“?

Der Preis für die „blutrünstigste Ideologie“ ist wohl an die Judenheit zu vergeben. An die trauen Sie sich aber nicht heran.

Und wenn Sie sich etwas näher mit dem Urheber des „Kalergi-Plans“, mit dem Grafen Coudenhove Kalergi, befaßt und dessen Schrift „Adel“ aus dem Jahr 1925 gelesen hätten, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, daß es diesem Herrn darum ging, die Judenheit als die „neue Adelsrasse“ für Europa anzupreisen. Das hat ihm nach der Niederringung des Deutschen Reiches einige Aufmerksamkeit beschert.

Stalin und Roosevelt haben 1941 die Umvolkung des Deutschen Volkes zum Kriegsziel Nr. 1 erklärt. Die entsprechenden Verhandlungen hat Wendell Willkie als Sonderbeauftragter von F.D. Roosevelt in Moskau mit Stalin geführt. Er hat in seinen Lebenserinnerungen darüber berichtet.

Die genannten Herren hatten nicht nur die Macht, den Vereinbarungen Taten folgen zu lassen, sie hatten auch konkrete Vorstellungen, wie ihr Vorhaben umzusetzen ist. Die entwaffneten Deutschen Männer sollten in Kriegsgefangenschaft von Deutschen Frauen ferngehalten und durch massenhaften Zustrom von Männern aus Asien und Afrika ersetzt werden.

Glauben Sie ernsthaft, daß die Sieger über das Deutsche Reich, die USA, Großbritannien und die Weltjudenheit, auf die Verwirklichung ihrer Ziele just in dem Augenblick verzichtet haben, in dem mit der Wehrlosigkeit der Deutschen diese erst möglich geworden war?

Die zerstörerischste Phase des Krieges gegen das Deutsche Reich hat erst mit der Entwaffnung der Deutschen Wehrmacht begonnen und dauert an bis auf den heutigen Tag.

Ja, der Karlspreis (nicht „Kalergipreis“) ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste bei der Zerstörung der Europäischen Völker.

Die Pan-Europa-Idee ist auch nicht im Kopfe des Grafen K. Entstanden. Die früheste Formulierung stammt von Moses Hess, dem Mentor von Karl Marx („Die europäische Triarchie“, 1841). Sie wurde von dem Sowjet-Juden Leo Braunstein alias „Trotzki“ als Kernelement der „Vierten Internationale“ übernommen. In seinem in der Schweiz erschienenen Buch „Krieg und Internationale“ entwickelt er den Gedanken, daß es sich bei seinem Kampf vor allem um die „Zertrümmerung des nationalen Staates als eines selbständigen Wirtschaftsgebiets und um die Schaffung eines weit mächtigeren und widerstandsfähigeren Vaterlandes – um die republikanischen Vereinigten Staaten Europa als Fundament der Vereinigten Staaten der Welt handele“.

Wenn man einen Krieg gewinnen will, muß man da nicht seinen gefährlichsten Feind kennen und diesen zu allererst beim Namen nennen?

Was ist von einem Feldherrn zu halten, der die verfügbare Streitmacht im Kampf mit den Hilfstruppen des Feindes verschleißt und die Hauptmacht des Feindes unbehelligt läßt?

Mit freundlichen Grüßen

Horst Mahler

Brief an F. – Februar 2018

Februar 2018

Lieber F.,

herzlichen Dank für Ihren anregenden Brief vom 4.Februar 2018. Enthält dieser etwa nicht die Erlaubnis, mich in Ihr Leben einzumischen?

Ihre Klage über den Lauf der Welt endet mit der bangen Frage, ob „die möglichst weite Abwendung von der Welt (nicht der Erde)…nicht die einzige L ö s u n g – in des Wortes doppelter Bedeutung“ sei?

Und Sie schreiben auch

Fast glaube ich nicht einmal mehr, dass w i r denken, sondern, dass w i r g e d a c h t w e r d e n , der Gedanke uns findet, bzw. bei uns anklopft und wir dieses Klopfen wahrzunehmen im Stande sind, wir also etwas G e f ü h l t e m , G e a h n t e m entspringen: Ein Geschenk, keine Leistung…“

Das geht tief – aber in die Irre auch.

Der Irrtum zeigt sich daran, dass eine Voraussetzung gemacht, diese aber sogleich wieder vergessen wird.

Gedacht werden“ – Ein Passivum. Wir erleiden etwas von einem anderen.

Das Erlittene taucht im Folgesatz in uns selbst auf: Als schon Gefühltes, Geahntes. Als Gefühltes und Geahntes gehört es uns an und kommt nicht von einem anderen. Des Rätsels Lösung liegt in der Auflösung dieses Widerspruchs durch Weiterdenken des schon Gesagten.

Das Anklopfen bringt in das Bewusstsein nichts hinein, sondern bringt lediglich zum Schwingen, was in ihm schon vorhanden ist.

Erst das Erleben des Übergangs vom Geahnten zum Bewussten versetzt uns in Gewissheit von einem Anderen, das wir aber selbst sind. Das Andere bleibt bei uns – im Diesseits.

Um zu verstehen, nehmen wir uns einen immergrünen Baum vor. Wir finden an ihm unendlich viele Blätter, die sich alle ähneln, ein jedes aber von einzigartiger Beschaffenheit ist (denken Sie an den Spaziergang von Leibniz mit den Hofdamen).

Es wäre kein einziges Blatt ohne den Zweig, den Ast, den Stamm und die Wurzel. Ein einziges Lebewesen. Wurzel und Stamm gehören auf gleiche Weise allen Blättern an.

Wurzel und Stamm klopfen an, die Blätter vernehmen es. Was in den Blättern vernommen wird, gehört jetzt auch der Wurzel und dem Stamm.

Vor dem Vernehmen des Klopfens, war die Information nur erst (reale) Möglichkeit des Wissens. Die Wahrnehmung bringt es in Wirklichkeit. Höchste Form des Wissens ist die reine Vernunft (Philosophie). Die Philosophie bestimmt die Vorstellungen und diese das Handeln. So greift die Vernunft in die Weltgeschichte ein, das heißt in der Weltgeschichte geht es vernünftig zu (Hegel).

Was Stamm und Wurzel als Gefühltes bzw. Geahntes schon eignete, gehört (!) ihm jetzt in höherer Gestalt, nämlich als Wissen in der Modalität der Seinsgewissheit. Gewissheit ist die freiere Gestalt des Geistes. Die Ahnung ist der Trieb, Gewissheit zu werden. Freiheitstrieb. Erst im Wissen, das Gewissheit ist, verliert der Gegenstand des Bewusstseins die Bestimmtheit ein FREMDER zu sein. Das Bewusstsein erfährt, dass das was es bestimmt, es selbst ist (Begriff der Freiheit).

Wenn Sie es noch nicht gemerkt haben: Das Vorstehende ist die Darstellung Gottes in reinen Gedanken. Diese Gestalt des Absoluten ist das eigentümliche der deutschen, idealistischen Philosophie, die Hegel vollendet hat.

Gefühl, Ahnung, Wissen, Gewissheit sind unterschiedene Gestalten ein und desselben: Geist. Dieser ist Leben, also Bewegung, die in den unterschiedenen Gestalten als Entwicklung erscheint. Die Unterschiede sind nicht zufällig, sondern notwendige Stadien einer Einsheit.

Sie datieren Ihren Brief mit dem „4. Hornung 2018“ – und verraten damit viel. Ihnen ist die Weltgeschichte nicht vernünftige Entwicklung. Die Christianisierung der Welt ist für Sie nur ein Irrweg, den Sie mit einer Rückwendung zum vorchristlichen Germanentum ungeschehen machen wollen. Wie soll das gehen? Passt das Huhn in das Ei aus dem es geschlüpft ist?

Nietzsche stellte die tiefsinnige Frage: „Wozu Mensch überhaupt?“ Haben Sie eine Antwort auf diese Frage? Nietzsche wusste keine.

Hegel hatte die schon als unmöglich erwiesen, bevor sie gestellt wurde. Mensch ist (Bild) Erscheinung Gottes und damit Selbstzweck, Trieb, zu werden was er ist und nicht ein Mittel für einen außer ihm liegenden Grund.

Die deutsche idealistische Philosophie beginnt mit der Einsicht des Schusters aus Görlitz, Jakob Boehmes (Anfang des 17. Jahrhunderts), dass das Böse nicht ein selbstständig Bestehendes (kein zweiter Gott) ist, sondern ein notwendiges Moment im Leben Gottes selbst.

Weil Ihnen diese Erkenntnis noch nicht zu Teil geworden ist, lassen Sie sich in fernöstlicher Tradition durch das Böse aus der Welt vertreiben. Könnte es sein, dass Schopenhauer Ihren Geist verdunkelt hat? Obwohl die Konsequenz seiner Lehre der Selbstmord ist, war er so sehr auf die Erhaltung seines Lebens bedacht, dass er seine Wohnung stets im Erdgeschoß nahm, um im Falle einer Feuersbrunst schnell genug die Flucht ergreifen zu können.

Sein Satz vom Grund alles Seins ist in der Tat hegelisch. Bei Goethe scheint er auf im „Kurus Mystikus“: „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis…“ In der Bibel finden wir ihn bei Johannes:

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Johannes 1, 1-4)

Ist das Böse im Leben des Geistes die notwendige Reflektionsfläche von der dieser sich selbst zu sich abstößt in der Erkenntnis: „Das bin nicht ICH und will so nicht sein.“ Dann ist das Leben des Geistes als Kampf gegen das Böse gesetzt durch den er zu sich kommt.

Was also ist Wehklagen über die Schlechtigkeit der Welt, was ist Grunderfordernis für siegreichen Kampf? Wohl das sorgfältige Studieren des Feindes, seiner Stärken und Schwächen, seiner Mittel und Waffen.

Das Wichtigste aber ist, das Wesen des Feindes sowie das Wesen des Eigenen, die Prinzipien der „kämpfenden Reiche“ in ihrem Verhältnis zueinander zu w i s s e n .

Dieses Wissen – und nur dieses Wissen ist die Macht über unseren Feind. In meiner Schrift „Was tun?“ sind die Mittel und Wege zum Erfolg aufgezeigt. J e d e r ist autonomer Krieger dieses Kampfes wenn er nur will.

Und auch noch das: Wahrheit, weil göttlich, soll für uns Menschen unerreichbar sein. Das wenigstens ist in Ihren Augen eine Wahrheit; also ist sie doch erreichbar?

Vielleicht hilft es weiter, wenn man die Bedeutung des Wortes „Wahrheit“ kommuniziert, bevor man von Wahrheit spricht.

Wahrheit ist der absolute Gegenstand des Wissens, dass man nach gründlicher Reinigung des Denkens von Meinungen im Denken nicht mehr bezweifeln kann. Der erste nicht mehr bezweifelbare Satz ist der, des René Descartes: „Cogito ergo sum.“ Der Satz, dass die Wahrheit –weil göttlich- für Menschen nicht erreichbar sei, setzt die Trennung von Gott und Mensch voraus; steht somit für das jüdische Prinzip. Dieses ist in der deutschen Philosophie aufgehoben.

Das sei es für heute.

Herzliche Grüße, Horst Mahler