Gedanken und Fragen eines Theologen zu „Das Ende der Wanderschaft“ – und Antwort von Horst

08.03.2020

Sehr geehrter Herr Mahler,

ich geb’s zu: Ich bin spät dran – doch erst im 64. Lebensjahre stehend, gelange ich an den Punkt, mir jüngst „Das Ende der Wanderschaft” in der Hörbuchversion – nebenliegend das Buch – einzuverleiben. Einige Gedanken und Fragen dazu möchte ich an Sie richten, ohne Sie darin mit tiefschürfenden eigenen Ergüssen behelligen zu wollen.

Als Ursünde aller „Theologie“ ist mir schon immer die mutwillige Trennung von Schöpfer und Schöpfung erschienen. Nur durch die so entstehende Lücke konnte doch all das Verderbliche seine Wucherungsstränge in die Geschichte ziehen, die die Welt nun so „gottlos“ haben werden lassen. Drei Fragen stellen sich mir dennoch bei der Vorgabe:

Gott = Schöpfung = ICH“

Wenn „Gott“ alles Kreatürliche, alles Geschaffene, alles Denkbare und Spürbare ist und darin im Sinne eines Pantheismus aufgeht – wird „er“ dann nicht – wie bei einer mathematischen Gleichung oder einem Bruch als gleicher Faktor und Zähler und Nenner – verlustfrei aus dem Ganzen herauskürzbar und somit überflüssig?

Und: Wenn „Gott” ICH ist, kann „Gott” dann auch in Dingen oder Wesen sein, die kein ICH-Bewußtsein besitzen? Oder wäre ICH am Ende die Bedingung, an der Gott sein Sein zu erweisen hat?
Schließlich: Ein „Gott“, der am Menschen endet, ist ein Götze, so haben Sie sinngemäß formuliert.

Ausgehend von der „Identität von Identität und Nichtidentität“ frage ich dagegen, ob auch ein Nichtvorhandensein die Qualität eines Vorhandenseins besitzt, nur eben in seiner Negierung? Somit wäre dann fatalerweise auch wieder ein Götze außerhalb des Menschen plausibel.

Eindrucksvoll und für mich neu haben Sie die weite geographische Streuung des Judentums schon in antiker Zeit dargestellt.

Meine Frage: Läßt sich historisch verifizierbar denn eine vorjudäische Kulturepoche überhaupt ausmachen? Wo sollte man da suchen? Im ägyptischen Bereich womöglich? Mit anderen Worten: Wie denn ist das Judentum in die Welt gekommen? Ist es eine schlichte Erfindung von Moses?

Sie schreiben vom „Juden in uns”. Wie gelangt dieser dorthin? Geht es um Indoktrinierung durch mosaische Glaubenssätze oder geht es um eine Anlage im Menschen an sich; ist also jeder Mensch potentiell auch Jude?

Umgekehrt: Wie ist es mit dem Menschen im Juden? „Durch Beschneidung wird der Hebräer zum Juden”, formulierten Sie im jetzt veröffentlichten „zweiten Offenen Brief…“ Verstehe ich Sie also richtig: Es braucht die Erlösung der Judenheit vom Judentum, damit die Judenheit ein Teil der Menschheit wird? Ist dasselbe dann auch jedem einzelnen Individuum aus der Judenheit persönlich möglich?

Zum Schluss: Sind Sie denn Christ (geworden)? Mit Bibelstellen jonglieren Sie jedenfalls genauso elegant und treffsicher wie mit Paragraphen. Mit Recht benennen Sie Paulus als Begründer der „christlichen Theologie“. So erklärt nun also ein Jude der nicht-jüdischen Welt den Juden Jesus, den sie „den Christus“ nennen? Was aber ist von einem „Christus“ zu halten, der in den Selbsterkenntnis-Prozess des Götzen Jahwe dieselbe Rolle spielt, die einst Isaak als Blutopfer zugedacht war? Was ist von einem gottgewordenen Götzen zu halten, der auf dieselbe schauerliche Art und Weise durch die Marter Jesu „Erlösung“ schafft, wie er vorab sich sein erwähltes Volk mit Blut zur Geisel genommen hat?

Ist es nicht so: Wer die Heiligkeit der Schöpfung ernst nimmt, braucht hierfür keinen Erlöser mehr! All meinen eigenen Studien zufolge – ich bin selbst Theologe und war bis 1998 Pfarrer der evangelisch-luth. Kirche in Bayern, bevor man mir dann nahegelegt hat, aus dem Dienst zu scheiden, um ein Lehrzuchtverfahren zu vermeiden – Hat Jesus niemals beansprucht, der Christus zu sein; dies ist eine Erfindung von Paulus, um mit diesem neuen religiösen Produkt den hellenistischen Markt zu beglücken und das Judentum inkognito dorthin zu exportieren („Christentum ist Judentum für Nichtjuden“, Benjamin Disraeli). Auch die dritte monotheistische Religion – den Islam – sehe ich hier im Bunde. Diese drei seien wie die drei Stufen einer Drei-stufigen Rakete, hat Bernhard Schaub einmal gesagt.

Also: Brauchen wir diese Drei wirklich – oder auch nur eine davon, um der Göttlichkeit des Seins auf die Spur zu kommen?

Und brauchen wir die jüdischen Narrative und ihre Protagonisten, um uns in deren Spiegelbild – und sei es das „Gute“ – erkennen zu können?

Muß ich zwingend Esau sein, nur weil Jakob Jakob ist?

Gibt uns nicht die eigene indogermanisch-arisch-keltisch-nordische Überlieferung alles an die Hand, um im Bunde mit der daraus entstandenen Deutschen Denktradition bis hin zu Hegel und dann zum Nationalsozialismus alles zu durchdringen, was durchdrungen werden muss, um an die Quellen des Daseins zu gelangen und aus diesen zu leben?

Ich weiß, meine Fragen sind weder vollständig noch inhaltlich vollends koordiniert. Sie sind schlicht ein erster Versuch, an Ihren Erkenntnissen teilzuhaben. Ich halte „Das Ende der Wanderschaft” für einen denkerischen Meilenstein und danke Ihnen sehr für die Ausformulierung dieser Gedanken. Das Wandern darin ist allerdings wie ein Marathonlauf auf den Mount Everest…

Seien Sie sich jedoch versichert: All das fällt auf fruchtbareren Boden, als es sich aus der Zelle heraus womöglich anfühlt.

Ob Sie mir antworten können oder wollen, weiß ich nicht – noch nicht einmal, ob Sie dieses Schreiben überhaupt erhalten.

In jedem Falle aber wünsche ich Ihnen bleibende geistige Regsamkeit, den eisernen Willen haben Sie ohnehin längst bewiesen.

Mit achtungsvollen, kameradschaftlichen Grüßen

Brief als PDF

*****

 

Horst Mahler am 17. März 2020

Sehr geehrter Herr C.,
(als PDF weiterlesen)

herzlichen Dank für Ihren Brief vom 8. des Monats, den ich heute erhalten habe.

Vorab verweise ich auf den jüngst erschienen Text, der als Reaktion
auf zwei Reden von Donald Trump erschienen ist
(https://wir-sind-horst.com/2020/03/08/trumps-heilsgeschichtlicher-kampf/).
Sie finden dort auf den Seiten 38-44 des PDF die Ausführungen zu Hegels Logik, auf die ich mich bei der Beantwortung beziehen werde.

GOTT ist in logischer Sprache „DER ABSOLUTE”, der, der von nichts abhängt, das er nicht selbst ist. So ist er f r e i .

„Gottlos“ ist die Welt nur in der Hinsicht, daß wir IHN nicht e r k e n n e n . Das wird sich durch Philosophie jetzt ändern. Ich beziehe mich dabei auf die Ihnen bereits nahegelegte Stelle im Text zu den Trump-Reden.

Wie Leukipp suchen Sie das Übel in den „Poren” der Welt, indem Sie schreiben

Nur durch die so entstehende Lücke (Sie meinen die Trennung von Gott und Mensch) konnte doch all das Verderbliche seine Wucherungsstränge in die Geschichte ziehen, die die Welt nun so ‚gottlos’ haben werden lassen”.

Sie beißen sich hier die Zähne an einem Rätsel aus, das den „philosophus teutonicus”, Jakob Böhme, umtrieb, und das er – noch befangen in der Sprache der Deutschen Mystiker – für alle Zeiten nach ihm gelöst hat: Das Leben Gottes selbst kann nicht gedacht werden, ohne das Böse als Moment desselben zu b e g r e i f e n .
Am „Widerwärtigen” erst erfährt Gott, was er nicht will und nicht ist, d.h. daß er „Guter Wille” ist.

Diese Erkenntnis ist der Ausgangspunkt der Deutschen Idealistischen Philosophie, die Hegel in l o g i s c h e r Begrifflichkeit zur Vollendung gebracht hat.

GOTT erschafft die Welt nicht zu unserer Erbauung. Er bringt sie aus sich hervor als seine Erscheinung, in und an der er sich selbst erkennt – und der MENSCH ist sein (Selbst-)Bewußtsein sowie sein Erinnerungsspeicher.

Das Leid der Welt tut er nicht einem ANDEREN an. Es ist vielmehr s e i n Geburtsschmerz. GOTT fühlt sich DURCH den und i m MENSCHEN.

Für eine m o r a l i s c h e Be-und Verurteilung „der Welt” ist da kein Raum. Wer wollte GOTT auf die Anklagebank setzen? Er ist wie er ist und er ist, wie er sich weiß. Als  B e w e g u n g  gibt er sich Mose zu erkennen

Ich werde sein, der ich sein werde” (2 Mose 3,14).

Jahwe ist das Wissen der Hebräer von Gott. Die Christenheit hat ein anderes Wissen von Gott. Die Substanz des Wissens ist GOTT ÜBERHAUPT. Erst im r e i n e n D e n k e n – in der Vernunftlogik – ist Gott ganz bei sich im D e n k e n , der ALLMÄCHTIGE.

PANTHEISMUS ist ATHEISMUS, in dem er GOTT nicht fasst als das EINE (pulsierende) SEIN, das sich zu einem O r g a n i s m u s ur- t e i l t und aus der Teilung u n m i t t e l b a r in den nun konkreten EINEN zurückfindet.

Der Pantheismus verblutet in der Vorhandenheit, dem SEIN ohne WOHER? und ohne WOHIN?, d.h. ohne NOTWENDIGKEIT.

Sie pochen auf „alles Kreatürliche, alles Geschaffene, alles Denkbare und Spürbare” – alles „Hohlheiten des ENDLICHEN”, denen die Seele, das „wahrhaft Unendliche”, entwichen ist. Hier ist Nützliches auf den Seiten 236-261 / PDF 129-147 in meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft” nachzulesen. Wie Hegels diesbezügliche Ausführungen auf mich gewirkt haben, ist mit der „biographischen Notiz” (a.a.O. S. 244 / PDF S.136) gesagt.

Ob etwas überflüssig ist oder nicht, ist die Beurteilung eines Verhältnisses Unterschiedener, die für sich bestehen. Sie setzen also etwas voraus – nämlich, daß ein Äußerliches, d.h. ein nicht n o t w e n d i g e s Verhalten in Rede steht.

Wir stehen damit an der Wegscheide von Idealismus und Materialismus. Der Materialismus geht von der Vorfindlichkeit des Kosmos aus. Der Idealismus begreift den Kosmos als die E r s c h e i n u n g eines I n n e r e n , wie immer man dieses nennen will.

In der Nachfolge von René Descartes sind Hegel und Einstein (ein Jude!) Idealisten: Sie bezweifeln alles, um herauszufinden, was das Denken nicht in Zweifel ziehen kann.

Für Einstein kam die Erleuchtung mit der Wahrnehmung des „Doppler-Effekts”; für Hegel mit der Frage, welcher Gedanke der einfachste ist, den das Denken in sich finden kann.

Einstein wurde sich klar darüber, daß die Wahrnehmung von der relativen Geschwindigkeit abhängt, mit der der Wahrnehmende zum Wahrgenommenen in Beziehung steht.

Die Versuchsanordnung zur Verifizierung dieser These ist
d e n k b a r e i n f a c h : Sie stehen mit rechtwinkliger Blickrichtung an einem gerade verlaufenden Gleis. Sie hören das Geräusch eines herannahenden Zuges. Pegel und Tonfrequenz steigen kontinuierlich an, bis der Zug mit Ihnen auf gleicher Höhe ist. Danach fallen diese Parameter schlagartig ab. – Die Physiker nennen dieses Phänomen „Zeitdilatation”.

Hegel bedurfte keiner (äußeren) Versuchsanordnung, ihm genügte sein Denken. Den Verlauf seiner Analyse stellte er mit „Die Lehre vom Sein” im ersten Buch seiner „Wissenschaft der Logik” dar. Als nicht mehr bezweifelbaren Satz hatte er die Erkenntnis gewonnen, daß das reine Sein und das reine Nichts dasselbe ist und folgerte daraus:

Was die Wahrheit ist, ist weder das Sein noch das Nichts, sondern, daß das Sein im Nichts und das Nichts im Sein – nicht übergeht – sondern übergegangen ist. Aber eben so sehr ist die Wahrheit nicht ihre Ununterschiedenheit, sondern, daß sie n i c h t d a s s e l b e , daß sie
a b s o l u t u n t e r s c h i e d e n , aber ebenso ungetrennt und untrennbar sind und unmittelbar

j e d e s i n s e i n e m G e g e n t e i l v e r s c h w i n d e t. Ihre Wahrheit ist also diese B e w e g u n g des unmittelbaren Verschwindens des einen in dem Anderen: das W e r d e n ; eine Bewegung, worin beide unterschieden sind, aber durch einen Unterschied, der sich ebenso unmittelbar aufgelöst hat” (W5,83).

Es haben sich ganze Schwärme von „Philosophen” daran versucht, diese Sätze als „unwahr” zu erweisen, zuletzt auch Martin Heidegger („Sein und Zeit”), der 1956 in seiner zweiten Schrift zur Metaphysik eingestehen mußte, daß ihm das nicht gelungen sei (aus der Erinnerung nach Wilhelm Weischedel „Der Gott der Philosophen”). Jean-Paul Sartre ist es ebenso ergangen. Kurz vor seinem Ableben gestand er seinem Sekretär, daß er sein Werk „Die negative Dialektik” für einen Irrtum halte.

ICH ist das Selbst-Bewußtsein Gottes. Dabei ist ICH Allgemeinheit, die notwendig ur-geteilt in einer Komplexion unendlich vieler Iche da ist. Hier hilft die Analyse des Begriffs „Punkt”. Wir stellen uns einen singulären Punkt in Raum oder Zeit vor; einfaches Hier und Jetzt.

Der RAUMPUNKT – hier groß geschrieben – ist als Aufhören des Raums (Negation des Raumes) selbst räumlich. Als Raum hat er ein Oben, ein Unten, ein Hinten, ein Vorn. Jede dieser Bestimmtheiten ist Dasein im Raum – selbst Punkt. Auch dieser hat ein Oben, Unten, Vorn, Hinten usw. Alles, was wir im denkenden Bewußtsein haben, kommt als G e d a n k e an uns. Ist der Gedanke uns noch nicht durch unser eigenes Denken v e r m i t t e l t – also nur  u n m i t t e l b a r auf – und angenommen – , ist er nur eine Meinung, so wie der „singuläre Punkt”. Diese Meinung hat sich als unwahr erwiesen: Der Punkt ist nicht singulär, sondern eine unendliche Komplexion und als solche Allgemeines = Gedanke.

Es waren die Schüler des Heraklit, die nach der Überlieferung als Erste diese Idealisierung der Realität bemerkt haben. Sie belehrten ihren Meister darüber, daß er nicht nur nicht zweimal in den selben Fluss steigen könne, sondern auch nicht – wie er vorausgesetzt hatte – einmal; denn „der Fluss” ist nur als
G e d a n k e . Und in den kann man nicht steigen.

Vor ein paar Tagen lief im Fernsehen eine Dokumentation über Albert Einstein. Dieser hat bekanntlich eine Fülle von Forschungen angestoßen, die darauf ausgerichtet waren, die Relativitätstheorien (die besondere und die allgemeine) zu falsifizieren. Diese Forschungen führten zu den glänzendsten Erfolgen, die Einstein bestätigten. Stephen Hawking krönte diese Forschung mit der „Ur-Knall-Theorie”, die nicht nur Einstein bestätigt, sondern die Physik zum „Kronzeugen” für den Hegel’schen BEGRIFF macht.

In der Dokumentation kam ein Physiker zu Wort, der den Ausdruck „intuitätsfremd” in Bezug auf die Entdeckungen der Astro-Physiker verwendete – und damit „den Nagel auf den Kopf traf”.

Hegel hatte im reinen Denken gezeigt, daß GOTT, der Begriff, sich nicht in Raum und Zeit erscheint, sondern diese Naturbestimmtheiten im Denken aus sich hervorbringt. Er bezeichnete die Vernunftlogik als „Gott vor der Erschaffung der Welt” und erkannte in den „parapsychologischen Phänomenen” (Telepathie, Präkognition, Somnambulismus = Schlafwandelei u.a.) „das Sichlosmachen des Geistes von den Schranken des Raumes und der Zeit und von allen endlichen Zusammenhängen“ (Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, § 379).

Stephen Hawking zeigte, daß Raum und Zeit Momente des „Urknalls” sind und die Frage: „Was war vor dem Urknall?” pure Gedankenlosigkeit ist.

Der „Urknall” ist gegenwärtig und „im Kosmos geht es vernünftig zu”.

Die Physik denkt seit dem 20. Jahrhundert weitgehend „hegelisch”, hält damit aber noch hinter dem Berge, um Jahwe nicht zu reizen; denn der beherrscht zu fast 100 % die Schaltstellen des Wissenschaftsbetriebes.

Da ich nicht weiß, ob Sie Hegels Werke zur Hand haben, lasse ich ihn hier mit einem längeren Zitat (Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften III, § 382 Zusatz, W 10, 26) zu Wort kommen:

Die Substanz des Geistes ist die Freiheit, d. h. das Nichtabhängigsein von einem Anderen, das Sichaufsichselbstbeziehen. Der Geist ist der für sich seiende, sich selbst zum Gegenstand habende verwirklichte Begriff. In dieser in ihm vorhandenen Einheit des Begriffs und der Objektivität besteht zugleich seine Wahrheit und seine Freiheit. Die Wahrheit macht den Geist, wie schon Christus gesagt hat, frei; die Freiheit macht ihn wahr. Die Freiheit des Geistes ist aber nicht bloß eine außerhalb des Anderen, sondern eine im Anderen errungene Unabhängigkeit vom Anderen, kommt nicht durch die Flucht vor dem Anderen, sondern durch dessen Überwindung zur Wirklichkeit. Der Geist kann aus seiner abstrakten für sich seienden Allgemeinheit, aus seiner einfachen Beziehung auf sich heraustreten, einen bestimmten, wirklichen Unter- schied, ein Anderes, als das einfache Ich ist, somit ein Negatives in sich selbst setzen; und diese Beziehung auf das Andere ist dem Geiste nicht bloß möglich, sondern notwendig, weil er durch das Andere und durch Aufhebung desselben dahin kommt, sich als dasjenige zu bewähren und in der Tat dasjenige zu sein, was er seinem Begriffe nach sein soll, nämlich die Idealität des Äußerlichen, die aus ihrem Anderssein in sich zurückkehrende Idee oder abstrakter ausgedrückt, das sich selbst unterscheidende und in seinem Unterschiede bei und für sich seiende Allgemeine. Das Andere, das Negative, der Widerspruch, die Entzweiung gehört also zur Natur des Geistes. In dieser Entzweiung liegt die Möglichkeit des S c h m e r z e s . Der Schmerz ist daher nicht von außen an den Geist gekommen, wie man sich einbildete, wenn man die Frage aufwarf, auf welche Weise der Schmerz in die Welt gekommen sei.
Ebensowenig wie der Schmerz kommt das
B s e , das Negative des an und für sich seienden unendlichen Geistes, von außen an den Geist; es ist im Gegenteil nichts anderes als der sich auf die Spitze seiner Einzelheit stellende Geist. Selbst in dieser seiner höchsten Entzweiung, in diesem Sichlosreißen von der Wurzel seiner an sich seienden sittlichen Natur, in diesem vollsten Widerspruche mit sich selbst, bleibt daher der Geist doch mit sich identisch und daher frei. Das der äußeren Natur Angehörende geht durch den Widerspruch unter; würde z. B. in das Gold eine andere spezifische Schwere gesetzt, als es hat, so müßte es als Gold untergehen. Der Geist aber hat die Kraft, sich im Widerspruche, folglich im Schmerz (sowohl über das Böse wie über das Üble) zu erhalten. Die gewöhnliche Logik irrt daher, indem sie meint, der Geist sei ein den Widerspruch gänzlich von sich Ausschließendes. Alles Bewußtsein enthält vielmehr eine Einheit und eine Getrenntheit, somit einen Widerspruch (…) Der Widerspruch wird aber vom Geiste ertragen, weil dieser keine Bestimmung in sich hat, die er nicht als eine von ihm gesetzte und folglich als eine
solche wüßte, die er auch wieder aufheben kann. Diese Macht über allen in ihm vorhandenen Inhalt bildet die Grundlage der Freiheit des Geistes. In seiner Unmittelbarkeit ist der Geist aber nur an sich, dem Begriffe oder der Möglichkeit nach, noch nicht der Wirklichkeit nach frei; die wirkliche Freiheit ist also nicht etwas unmittelbar im Geiste Seiendes, sondern etwas durch seine Tätigkeit Hervorzubringendes. So als den Hervorbringer seiner Freiheit haben wir in der Wissenschaft den Geist zu betrachten. Die ganze Entwicklung des Begriffs des Geistes stellt nur das Sichfreimachen des Geistes von allen seinem Begriffe nicht entsprechenden Formen seines Daseins dar; eine Befreiung, welche dadurch zustande kommt, daß diese Formen zu einer dem Begriffe des Geistes vollkommen angemessenen Wirklichkeit umgebildet werden”.

A n  s i c h sind damit Ihre weiteren Fragen schon der Kritik unterzogen, die sie vernichtet, weil Sie mit ihnen Voraussetzungen machen, die unhaltbar sind.

Sie fragen:

Wenn ‚Gott’ ICH ist, kann ‚Gott’ dann auch in Dingen oder Wesen sein, die kein ICH-Bewußtsein besitzen? Oder wäre ICH am Ende die Bedingung, an der Gott sein Sein zu erweisen hat?”

Sie setzen voraus, daß ICH-Bewußtsein „besessen” werden kann. Von „Besitz“ kann man sich trennen, vom Bewußtsein aber nicht.

Sie setzen weiterhin voraus, daß es ICH und ANDERES – unterschieden und g e t r e n n t  – „gibt”.

Daß das ein Irrglaube ist, hat Hegel mit seinem Werk gezeigt. Einstein beglaubigt dieses mit seinen physikalischen Theorien.

Im Alltagsleben mag man bei den Wahngebilden des Verstandes verharren. Geht es aber um die Familie, die Person, das Volk, den Staat, die Nation und GOTT ist man vom Satan mit dem Verstand in ein Spiegelkabinett versetzt, in dem wir elend verrecken und als Volk aus der Geschichte ausscheiden.

Unsere wahnhafte Existenz wird nur deshalb nicht  f ü r  u n s , weil wir mit militärischer Gewalt in unsichtbaren Mauern festgehalten sind, in denen jeder der Insassen seinen Mit-Insassen versichert, daß sie allesamt richtig und wahrhaft denken und die Deutschen Philosophen – insbesondere Kant und Hegel – „Spinner” seien; in letzter Konsequenz „Nazis”.

Mit dem Versuch, diesen Augias-Stall auszumisten, haben Reinhold Oberlercher und ich im DEUTSCHEN KOLLEG diese Stigmatisierung bewußt in Kauf genommen.

Wir waren der festen Überzeugung, daß da noch Glut unter der Asche ist, zu der in zwei Weltkriegen das Deutsche Volk verbrannt ist.

Und mir ist diese Überzeugung geblieben, denn:

Der Geist (…) hat die Kraft, sich im Widerspruche, folglich im Schmerz (sowohl über das Böse wie über das Üble) zu erhalten
(…)

Der Widerspruch wird … vom Geist ertragen, weil dieser keine Bestimmung in sich hat, die er nicht als eine von ihm gesetzte und folglich als eine solche wüßte, die er auch wieder aufheben kann. Diese Macht über allen in ihm vorhandenen Inhalt bildet die Grundlage der Freiheit des Geistes” (Hegel; s.o.).

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Horst Mahler

… Fortsetzung folgt (schon bald)…

 

 

„Corona” und der Mißbrauch des „Alt-Seins”

Horst Mahler am 13.03.2020

Markus  S ö d e r , Ministerpräsident des „Freistaates” Bayern, profiliert sich in der „Corona-Krise” als entschlossener „Macher” und bringt sich auf diese Weise als „Kanzlerkandidat” der CDU/CSU ins Gespräch.

In der täglichen Pressekonferenz des „Robert-Koch-Instituts” vom Freitag, dem 13. März 2020, verkündete er mit markiger Stimme, daß Deutschland mit der „Corona-Epidemie” vor der schlimmsten Herausforderung seit 70 Jahren stehe. Alles werde noch viel schlimmer werden.

Er gab die Losung aus: „Wir müssen unsere alten Menschen schützen!” Um maximalen Schutz zu erzielen, müssten die Schulen geschlossen bleiben und vieles mehr.

Professor Dr. Wieler, der Chef der Seuchenbehörde (RKI), – sichtlich übermüdet – fütterte ihn mit Zahlen. In Deutschland gäbe es 2369 (Zweitausenddreihundertneunundsechzig) nachgewiesene Fälle. Fünf (!) Patienten seien an der „Corona-Infektion” gestorben (Stand 12.03.2020).

Seine Stimme wirkte brüchig.

In 4 von 5 Fällen verlaufe die Krankheit glimpflich. Die Dunkelziffer sei wahrscheinlich hoch, weil die meisten Infizierten gar nicht merkten, daß sie von dem Virus befallen seien. Viele meinten, es mit einer normalen Erkältung zu tun zu haben. Sie kämen gar nicht auf den Gedanken, einen Arzt zu konsultieren.

Einer der anwesenden Presseberichterstatter wandte ein, ob es angesichts dieser Zahlen überhaupt verhältnismäßig sei, die Schulen zu schließen pp.

In dem folgenden Wortschwall entfuhr es Prof. Wieler, daß in Deutschland jährlich 20.000 (Zwanzigtausend!) Patienten an Infektionskrankheiten sterben würden, die sie sich während eines Krankenhausaufenthaltes zugezogen hätten.

Man wundert sich, daß die Götter immernoch zögern, ihre Blitze auf diese Bande hinabzuschleudern, um sie zu vertilgen!

Um die Alten unseres Volkes zu „schützen” und ihnen das Sterben angenehmer zu machen, darf sie jetzt niemand mehr in den Altenheimen besuchen. Bürokraten zerbrechen sich die Köpfe darüber, unter welchen Voraussetzungen mit welchen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen für die nächsten Angehörigen „Ausnahmen” gemacht werden könnten, wenn die Senioren freundlicherweise ihre Absicht, sterben zu wollen, rechtzeitig aktenkundig gemacht haben.

Das Argument, man müsse „unsere Liebsten – die Omas und Opas“  schützen, ist nicht nur widerlich, es ist auch entlarvend.

Menschen sind sterblich! Das Alter ist die rechte Zeit, von den Liebsten Abschied zu nehmen. Daran werden auch die „Bilderberger” nichts ändern können. Millionen sterben jährlich – besonders viele alte Menschen. Oft sind es ansteckende Krankheiten, die den altersbedingten Tod herbeiführen. Die jährlich auftretenden Grippe-Wellen raffen Zehntausende dahin. Na und?

Markus Söder – selbst ein „Bilderberger” – weiß, daß wir nicht nur in Deutschland, sondern weltweit vor der schlimmsten Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg stehen. Er weiß auch, daß das nichts mit der „Corona-Krise” zu tun hat. Es ist die finale Krise des Zinseszins-Systems, das eine tödliche Krebsgeschwulst im Körper der Völker ist.

Dieser Zusammenhang darf den Völkern nicht bewußt werden. Da war die konzertierte Erzeugung der „Corona-Hysterie” ein probates Mittel.

BILDERBERGER – DENKT NICHT, DASS IHR AUCH DIESMAL WIEDER DAVONKOMMT!

Wir siegen mit der W E L T L I G A für die philosophische Deutung des Konflikts zwischen Deutschtum und Judengeist

Vorwort

Es wirkt hilflos, wie die täglich auf den Bildschirmen erscheinenden „Seuchenfachleute” ihre Empörung über die Aufbauschung der „Corona-Epidemie” zur Pest des 21. Jahrhunderts vor dem Publikum verbergen, da ist jeder Tote, der vermutlich dem Virus zum Opfer gefallen ist, willkommen, um noch halbwegs das Gesicht wahren zu können. Das Virus ist harmlos, die mit ihm herbeigeredete Hysterie ist es nicht.

Der „Weltuntergang” ist gesteuert und der Versuch, die sich seit langem abzeichnende finale Systemkrise als Folge einer Naturkatastrophe erscheinen zu lassen, damit nicht wirklich die Systemfrage gestellt werde und aus den Antworten eine
w e l t a n s c h a u l i c h e Bewegung hervorgehe. Diese wird und kann nichts anderes sein als die nationalsozialistische Bewegung in vollkommenerer Gestalt als der historische Nationalsozialismus, wie ihn Adolf Hitler verkörperte. Und es wird wiederum ein Kampf zur Überwindung des Weltjudentums sein.

In diesem Kampf werden diesmal die geschichtsmächtigen Völker zusammenstehen mit dem gemeinsamen Ziel, „mit Gott zusammen…die Feinde der Freiheit zu vertreiben, und darüber hinaus den Unterdrücker der Würde“ (Donald Trump).

An der griechisch-türkischen Grenze wird geschossen. Es zerfällt das Kunstgebilde „Europäische Union”. Zu befürchten ist, daß bald auch in unseren Städten der Häuserkampf Einzug hält.

An den Weltbörsen hat ein beispielloser „Crash” begonnen. Es wird spekuliert, ob die Präsidentenwahl in den USA, die im November 2020 fällig ist, verschoben wird.

Für Insider sind „Bankfeiertage” schon für die kommenden Wochen eine realistische Perspektive, um das unvermeidliche Platzen der billionenschweren Kreditblase etwas verzögert ablaufen zu lassen. Das passiert, sobald sich ein „Run” der Sparer abzeichnet, wenn die dem Bargeld mehr vertrauen als den Banken. Was jetzt auf die Welt zukommt, wird alle Krisen der vergangenen Jahrhunderte zusammengenommen „wie einen kleinen Blechschaden” erscheinen lassen (Ferdinand Lips, ehemaliger Leiter der Rothschildbank Zürich, Die Goldverschwörung, Kopp Verlag, 2003).

Das Katastrophenpotenzial ist nicht von Politik-Versagen geschaffen worden. Es ist das unvermeidliche Resultat des Zinseszins-Systems, der „Aufklärung” (Gottestod) und des Mosaischen Zerstörungswillens. Dieser wirkt als Feind im Verborgenen und vereitelt erfolgreich alle Bemühungen, in der Politik
d i e  V e r n u n f t  w a l t e n  z u  l a s s e n . Wir haben es mit einem Angriff auf das Leben der Völker zu tun.

Der Gegenangriff wird nur erfolgreich sein, wenn er gleichzeitig in allen drei Bereichen vorgetragen wird.

Der Startschuss ist in den Vereinigten Staaten von Amerika gefallen. Dort hat der Weltgeist, der sehr viel mehr und auch Anderes ist, als die weiße Wählerschaft auf diesem Kontinent, den deutsch-stämmigen Erfolgsmenschen Donald Trump in das höchste Amt berufen. Der hat in zwei großen Reden (hier und hier) in nicht mißzuverstehender Art und Weise den „verborgenen Feind”, das Judentum, markiert und in den Lichtkegel der Aufmerksamkeit der Völker gerückt. Die Revolution, die er angezettelt hat, knüpft an an die „DEUTSCHE REVOLUTION”, die seit einem 3/4 Jahrhundert auf dem Erdball widerhallt als das „absolut Böse”.

Mit dem vorliegenden Text kommt Licht auf den Geist, der das Deutsche Volk dämonisiert und damit nur ein Selbstportrait malt.

Die Not der Welt erzwingt jetzt unerbittlich die Wiedergeburt (Renaissance) des Deutschtums, daß seinen höchsten Ausdruck in der DEUTSCHEN IDEALISTISCHEN PHILOSOPHIE in Hegel’scher Vollendung gefunden hat.

Es gibt wohl viele Wege nach Rom; aber nur einen Weg zur Vernunft. Der ist in dem Denken angelegt, das Hegel entdeckt und der Welt gezeigt hat. Er ist begehbar für alle Wesen, in denen der Geist ein selbstbewußtes Leben führt. Der hier vorgelegte Versuch ist gedacht als Gehhilfe in das politische Tagesgeschehen, in dem die Deutsche Philosophie sich zu bewähren hat.

Hier kann die PDF ebenfalls heruntergeladen werden

 

 

 

 

 

Zum Vorwort der geplanten Broschüre „Lob des Rassismus“

 

 Horst Mahler am 4.März 2020:

Lieber …

Du hast mit großer Mühe und bemerkenswerter Sachkunde eine eigenständige Streitschrift zu Kenntlichmachung des Wesens der an Hysterie grenzenden Antirassismuskampagne verfasst. Gleich nachdem Du sie mir vorgelesen hattest, habe ich Dir meinen ersten Eindruck geschildert; darauf hingewiesen, daß es sich bei dem Text
nicht um ein „Vorwort” mit Bezug auf das „Lob des Rassismus” handelt und zu einer gemeinschaftlichen Veröffentlichung verbunden werden könnte. Das hast Du aber abgelehnt.

Als ich Deinen Text gestern – in ergänzter Fassung – ein zweites Mal hörte, wurde mir klar, daß wir uns bei identischer Zielsetzung in den Grundlagen widersprechen.

Mir geht es darum, die Erörterung der „Judenfrage” und die „Rassismus-Schelte” endlich aus dem Verlies des „wissenschaftlichen Weltbildes” zu befreien und in das Reich des Geistes zurück zu holen.

Du bist – wie mir scheint – wieder mal den Juden auf den Leim gegangen, indem Du Dich in den Meinungskampf mit ihnen eingelassen hast und dabei im Tierreich verharrst. Deine Botschaft: „Die Rasse, das Blut ist alles entscheidend (Disraeli); die Rasse-Reinheit ist ein verteidigenswertes Gut.”

Damit wiederholst Du den Kardinalfehler Adolf Hitlers, den er wenige Tage vor seinem Ende gegenüber Martin Bormann zugegeben haben soll.

Der Begriff der „Rasse” ist logisch eine Reflektionsbestimmung, die die Äußerlichkeit als Erscheinung auf ein gegliedertes Inneres bezieht. Die Gliederung des Geistes ist Ordnung, die in der Seins-Sphäre zu wahren ist.

Das jüdische Trennungsprinzip fasst Ordnung nur als göttliches Diktat, dessen Vernunft der Judenheit verschlossen bleibt. Deshalb ist die Judenheit ein Sklavenvolk mit den Allüren eines Herrschers, unfähig, als ein freies Volk zu existieren.

Ich finde in Deinem Text keinen einzigen Satz, der auf die Notwendigkeit der Rassenunterschiede hinweist. Warum – also – sollen diese zu verteidigen sein? Geht es Dir um die Reichhaltigkeit des Angebots eines „Menschenzoos”?

Hitler hatte absolut recht, wenn er darauf bestand, daß das Germanentum als die vollkommenste Erscheinung des  G e i s t e s  sich gegen die Vermischung mit primitiveren Erscheinungen Gottes wehren muss – und diese Abwehr als heilige Pflicht des Deutschen Volkes zu verinnerlichen ist.

Das Gebot der Arterhaltung folgt aus dem Geist und nicht aus der Natur!

Die Vielfalt der Völker ist nur aus dem Geist zu erhalten. Nur in diesem ist sie als Notwendigkeit im Leben Gottes zu erkennen.

Wir waren uns schließlich einig, daß Dein „Vorwort” zurückzuziehen ist und die Judenzeichnung vom Umschlag verschwindet.

Das Vorwort werde ich schreiben.

Herzlich
Horst

Broschüre vorbestellen beim Schelm-Verlag